Ich habe zwei Monate auf der HNO am USB verbracht, die mir sehr gefallen haben.
Während jeweils einem Monat wurde mit einem anderen UA im Turnus jeweils für 2 Wochen entweder auf Station oder in die Poliklinik rotiert. Der Tag begann jeweils stets mit dem Morgenrapport um 07:35 Uhr.
Auf Station unterstützt man hauptsächlich den Stationsarzt (AA) während der morgendlichen Visite und der darauffollgenden adminsitrativen Arbeit. Zum Teil darf man hier selbst Patienten noch unteruschen, detamponieren und fiberendoskopieren. Je nach Auslastung (12-25 stationäre Pat) hat der AA mehr oder weniger Zeit für Teachings zwischendurch. Der UA auf Station ist jeweils auch für die Unterstützung im OP zuständig, dafür wird einem meist angerufen, man darf aber nach Intresse auch gerne selbst vorbei. Im OP ist man hauptsächlich 3. Assistenz fürs Haken halten, darf auch selten mal Haut nähen. Die Stimmung hier ist sehr gut und man kann viel von den Kaderärzt*innen lernen die einem gerne auch viel zeigen und erklären.
Auf der Poliklink unterstützt man die Tagesärzt*innen bei Konsilen und vor allem bei notfallmässigen Vorstellungen. Nach kurzer Anlernzeit kann man dabei selbständig Anamnese, Untersuchung (HNO-Status inkl. Ohrmikroskopie, Fiberendoskopie, Untersuchung mit Frenzel-Brille, Lagerungsmanöver etc.) und kleinere therapeutische Massnahmen wie Ohrreinigung, Entfernung Fremdkörper, Einlage Earpope durchführen. Diese jeweils nach Rücksprache und Besprechung mit dem/r AA/AÄ. Die Poliklinik schliesst jeweils um 16:30 Uhr.
Weiterbildungen gibt es mehrere pro Woche, darunter verschiedene Vorträge, Buchbesprechungen und ca. 1x monatlich praktische Kurse wie zB zur FNP oder Cochleaimplantation. Jeweils 1x Woche finden Röntgenrapport und Tumorboard statt.
Regelmässiges Mittagessen mit dem Team in der Mensa (Menu ca. 9.70 CHF) sind Usus. Die Arbeitstag dauert jeweils bis ca. 17:15 Uhr, selten bei länger daurenden OPs oder grosser Auslastung auf Poliklinik/Station auch mal länger.
Unterkunft im Personalhaus ist möglich für ca. 600 CHF, habe ich jedoch nicht in Anspruch genommen. Im Unispital gibt es ein kleinen Fitnessraum in dem man gratis trainieren darf.