Das Tertial Gynäkologie in Aarau war zwar sehr lehrreich im Bezug auf Dienste schieben, aber im Grunde war man dort als PJler das "Mädchen für Alles". Eigentlich sind 3 UHUs vorgesehen, aber im Juli hatten 2 abgesagt und so war ich einen Monat ganz alleine und musste quasi die Arbeit für 3 erledigen.
Man war jeden Tag im OP, durfte dort aber selbstständig nicht viel machen außer Haken halten und manchmal auch nähen, aber den meisten fehtle die Geduld dazu. Im Gebärsaal haben die Hebammen ziemlich rumgezickt und einen bis auf wenige Ausnahmen wie den letzten Dreck behandelt.
Fazit: Man bekommt schon einen umfassenden Einblick in das Fachgebiet der Gynäkologie, darf aber im OP und bei Geburten nichts selbsständig machen und ist im Endeffekt fürs Haken halten im OP und Patienten aufnehmen zuständig.
Mit sehr viel Selbstinitiative bekommt man aber von einigen Ärzten dort schon etwas gezeigt und beigebracht.
Freitzeit konnte man aufgrund dessen, dass jeden Tag ein UHU Pickettdienst hat (du also alle 3 Nächte rausmußt) und nachts fast immer Sectios waren, ziemlich knicken. Außerdem gab es natürlich auch Wochenenddienste.
Nichts für Leute, die nebenbei die Schweiz entdecken wollen!