PJ-Tertial Gynäkologie in St. Elisabeth Krankenhaus (6/2009 bis 10/2009)

Station(en)
9/10
Einsatzbereiche
Station, OP, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Diagnostik
Heimatuni
Leipzig
Kommentar
Ich würde allen meinen Verwandten und Freunden empfehlen, als Patient das Elli zu wählen. Als PJler wäre ich inzwischen vorsichtiger.
Anfangs waren wir zwei PJler und haben uns auch nicht mit unseren Vorgängern überschnitten, so dass uns niemand einführen konnte. Die Schwestern und auch Ärzte wussten nicht, was wir so zu machen hatten, die Einführung hätten "immer die PJler gemacht". Trotzdem wurde sich über uns beschwert, wir würden Arbeiten nicht erledigen und seien zu langsam. Mit fortschreitender Routine wurde das Verhältnis zum Team allerdings besser, auch wenn wir z.T. bis zu 15 Aufnahmen am Tag zu zweit (bzw. alleine, wenn der andere im OP war) bewältigen mussten. Demzufolge war wenig Zeit, um einen Patienten von A bis Z zu verfolgen.
Im OP fand ich die Stimmung immer ganz angenehm, Haupttätigkeit war aber natürlich Haken halten. Man konnte mal einen Blasenkatheter schieben oder in Narkose gynäkologisch untersuchen, mal eine Hautnaht machen.
Auf Station sind einfach zu viele Frauen, so dass es manchmal ziemlichen Zickenkrieg gab und man als PJler leider das schwächste Glied ist... Die Ärztinnen und Ärzte sind im Großen und Ganzen aber umgänglich, auch wenn man immer etwas außen vorsteht.
Die wöchentlichen Seminare standen immer unter einem Thema, man konnte aber auch aktuelle Fragen klären. Die Seminare waren qualitativ gut und quantitativ ausreichend. Es war uns auch erlaubt, die Studentenseminare anderer Fachrichtungen zu besuchen.
Als die nächsten PJler nachrückten waren wir dann zu siebt, was auf jeden Fall zu viel war! Daraufhin gab es dann eine Einteilung in Früh- und Spätdienst und Verteilung auch in die Geburtshilfe. Kreißsaal und Wöchnerinstation waren sehr angenehm, entbinden dürfen PJler aber nicht, das ist den Hebammenschülerinnen vorbehalten.
Zusammenfassend empfand ich das Tertial als sehr stressig, wahrscheinlich immer noch besser als die Uni, aber nicht meine absolute Traumstelle.
Bewerbung
Unkompliziert per Mail über die Chefsekretärin Frau Berthold.
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Repetitorien
Fallbesprechung
Tätigkeiten
Briefe schreiben
Braunülen legen
Blut abnehmen
Patienten untersuchen
Patienten aufnehmen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Frei verfügbar
Tätigkeiten
Essen frei / billiger
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich

Noten

Stimmung Station
3
Kontakt zur Pflege
2
PJler-Ansehen
2
Stimmung Klinik
3
Unterricht
2
Betreuung
4
Freizeit
2
Lehre auf Station
3
Insgesamt
3

Durchschnitt 2.80