PJ-Tertial Psychiatrie in Allgemeines Krankenhaus Wien (9/2025 bis 11/2025)

Station(en)
Sozialpsychiatrie
Einsatzbereiche
Station
Heimatuni
Wien (Oesterreich)
Kommentar
Das KPJ verbringt man ausschließlich an einer einzigen Station. Der Vorteil ist, dass man am Ende dort einen ziemlich wertvollen Arbeitsbeitrag leisten kann & alle Abläufe kennt. Der Nachteil ist, dass man nie eine der anderen Stationen oder Ambulanzen gesehen hat.

An der Station gibt es keinerlei Einschulung. Weder in des PC-System noch in die organisatorischen Abläufe. Von den OÄ hört man zum Einstieg mehrfach, dass frühere KPJler teilweise "desinteressiert" gewesen seien und dass man hier das KPJ auch gut "unter dem Radar" verbringen könne, wenn man sich nicht selbst engagiere. Gleichzeitig wird man von Anfang an sehr dringend im Team gebraucht. An ein KPJ "unter dem Radar" ist hier überhaupt nicht zu denken.

Ab 8:00 unterstützt man die Pflege bei schwierigen Blutabnahmen. Um 8:15 Stationsbesprechung. Um 9:00 Abteilungsbesprechung. Danach mehrstündige Sitzvisite, die man am PC dekursiert. Eine Einschulung gibt es auch hier nicht. Die Ansprüche an Form und Inhalt sind dessen ungeachtet hoch. Während der Visite sammeln sich ToDos an, die man dann im Anschluss ausführen muss. EKGs, viele Zuweisungen, Erfragen bestimmter Informationen, Begleitung von Pat., Botendienste, etc. Nachdem das Dringendste erledigt war, blieb gegen 14:00 meist Zeit für ein kostenloses Mittagessen in der Mensa. Danach sind Briefe vorzubereiten und alle neuen Pat. detailliert (neuro, intern) zu statuieren. Teilweise waren bei Personalmangel auch Aufnahmegespräche durchzuführen. Eine Einschulung gab es auch hier nicht. Die Erwartungshaltung, zu wissen, wie es "bei uns immer gemacht wird" war natürlich trotzdem da. Arbeitsende war meist um 16:00 +/- 1h. Auch Assis blieben häufig unbezahlterweise länger als 16:00.

Turnusärzte oder Stationsärzte gab es keine. Teilweise war ein:e Assistent:in mit mir an der Station. Meistens war ich allerdings mit den OÄ alleine. Fragen waren hier mal mehr, oft weniger willkommen.

Das Team war zwischenmenschlich großteils wirklich sehr nett. Vor allem die Pflege und die Therapieberufe waren großartig. Das ärztl. Team war auch nett, aber leider sehr belastet/gestresst.
Unterricht
Kein Unterricht
Tätigkeiten
Botengänge (Nichtärztl.)
Untersuchungen anmelden
Blut abnehmen
Braunülen legen
Punktionen
Patienten untersuchen
Briefe schreiben
Patienten aufnehmen
EKGs
Dienstbeginn
Nach 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Essen frei / billiger
Mittagessen regelmässig möglich
Kleidung gestellt
Gehalt in EUR
900

Noten

Team/Station
2
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
3
Klinik insgesamt
2
Unterricht
6
Betreuung
6
Freizeit
5
Station / Einrichtung
2
Gesamtnote
3

Durchschnitt 3.13