Vorab muss ich leider erwähnen, dass die Möglichkeit sein PJ in Kilkenny zu absolvieren vorerst leider nicht mehr möglich sein wird.
Da ich aber eine wirklich gute Zeit dort hatte würde ich trotzdem gerne über meine Erfahrung berichten. Vielleicht weckt es ja bei irgendwem die Lust auf Irland oder insgesamt auf ein (halbes) Tertial im Ausland.
Mein Tertial in Irland war insbesondere für den Beginn meines PJ's wirklich super. Ich konnte mich so sehr langsam wieder an die Zeit in der Klinik gewöhnen und man wurde in den meisten Abteilungen wirklich sehr an die Hand genommen.
Insgesamt hatte man viele Freiheiten Vorort.
So konnte man sich eigentlich immer selbst überlegen in welche Abteilung man für die Woche oder auch nur einzelne Tage rotieren möchte, sodass wir als PJ's am Ende einen guten Überblick bekommen konnten.
Was das Teaching betrifft, so war dies immer von den einzelnen Ärzten*innen abhängig, mit denen man gelaufen ist. Würde aber sagen vergleichbar mit Deutschland. Richtigen Unterricht für uns gab es leider nicht. Ist man zeitgleich mit den irischen Studierenden in den Kliniken, so nimmt man an deren Unterricht teil. Ich hatte diese jedoch leider gerade so verpasst.
Eigenständiges Untersuchen und Aufnehmen von Patient*innen war eigentlich nur in der Notaufnahme möglich. In den meisten anderen Abteilungen hat es sich auf die körperliche Untersuchung beschränkt, jedoch wurde sich immer und überall Zeit genommen einzelne Patient*innen durch- und nachzusprechen.
Ich bin immer auch gerne in die Funktionsdiagnostik oder mal bei den Radios mitgelaufen und mochte es auch in der Endo sehr gerne!
Sehr entspannt waren die Arbeitszeiten mit einem Beginn ab 09:00 Uhr und einem Ende irgendwann nach dem Mittagessen, Auf hier konnte man sich relativ frei entscheiden wie viel Zeit man in der Klinik verbringen möchte, wobei meist nur die Notaufnahme wirklich Sinn ergeben hat, da ansonsten einfach primär office work anstand und man dabei keine große Unterstützung sein konnte.
Hervorheben möchte ich auch nochmal wie freundlich wir von wirklich allen in der Klinik in Empfang genommen wurden. Von der Pflege über die Assistenzärztin*innen bis zu Garry Courtney, alle wollten uns eine wirklich schöne Zeit vor Ort bereiten, was ich immer sehr positiv in Erinnerung behalten werde. Aber insgesamt sind die Iren auch einfach wirklich herzlich und offen!
Bei Garry möchte ich mich insgesamt nochmal bedanken! Ich fand es sehr inspirierend ihn im Umgang mit den Patient*innen und auch mit uns als Studierenden sowie in Kontakt mit den Interns/SHO's zu sehen.
Etwas schwieriger ist es eine Unterkunft in Irland zu finden, da alles schon deutlich teurer als in Deutschland ist. Ich kann einen Aushang in der Klinik empfehlen!
Ich kann es insgesamt also nur empfehlen für einen Teil des PJ's nochmal ins Ausland zu gehen. Es ist eine schöne Möglichkeit nochmal über den Tellerrand zu schauen, ein anderes Gesundheitssystem kennenzulernen und spannende Begegnungen zu machen.