PJ-Tertial Thoraxchirurgie in Helios Klinikum Emil von Behring (3/2024 bis 6/2024)

Station(en)
35
Einsatzbereiche
OP, Station, Diagnostik
Heimatuni
Berlin
Kommentar
Wer im Emil von Behring das Chirurgie-Tertial macht, routiert über insgesamt drei chirurgische Abteilungen. Eine Rotation ist immer auf der Allgemein/Viszeralchirurgie. Zur Auswahl stehen dann noch Thoraxchirurgie, Gefäßchirurgie, Ortho/Unfall und Plastische Chirurgie. Ich habe meine erste Rotation auf der Thoraxchirurgie gemacht und war begeistert!

Zuerst zu den Vorteilen:
- sehr entspannte Arbeitszeiten: 7:30 bis 13-14:00. Besonders im Vergleich zu den Arbeitszeiten auf anderen Abteilungen hat man hier noch richtig was vom Tag. Zeit für eine gemeinsame Mittagspause ist immer. Wenn man sich sehr einbringt, viel im OP sein möchte, Briefe schreiben möchte etc. kann man natürlich auch länger bleiben. Die Ärzt*innen hier teilen jedoch die Ansicht dass wir PJs in den nächsten paar Jahren noch genug Dienste schrubben und Überstunden machen müssen, und deshalb noch möglichst unsere Freiheiten genießen sollten.
- sehr nettes Team - von den Assistenzärzt*innen bis zum Chefarzt sind hier alle total nett und der Umgang ist kollegial. Der Chefarzt (sowie alle Oberärzt*innen) ist absolut richtig an seinem Platz - zugänglich, besonnen, professionell. Auch wenn hier mal mehr Stress ist wird immer respektvoll und freundlich miteinander umgegangen.
- super spannende OPs und komplexe Fälle: Das ist natürlich subjektiv, aber ich fand die OPs in der Thoraxchirurgie total spannend und ästhetisch. Zu vielem davon was ich dort gesehen habe, habe ich im Studium noch gar keinen Kontakt gehabt: Thoraxfenster, Lungenvolumenreduktionen, seltene Tumoren... Ich konnte 2-4 mal pro Woche bei OPs assistieren (Haken halten, Kamera führen, beim zumachen helfen), was immer sehr angenehm war denn auch hier ist die Stimmung meist sehr entspannt.
- auch außerhalb vom OP kann man vieles sehen: Thoraxdrainage-Anlagen, Bronchoskopien, Pleurapunktionen...

An Nachteilen fällt mir eigentlich wenig ein. Der Kontakt zur pflegerischen Stationsleitung war manchmal etwas holprig. Fairerweise haben die aber auch einen wahnsinnig stressigen Job, sodass ich es sehr nachvollziehbar finde wenn da nicht immer die beste Stimmung herrscht. Zum PJ-Unterricht kann ich wenig sagen, weil ich nie so lange geblieben bin.

Sonst war es eine ideale Rotation. Gerade wenn einem Freizeit und wertschätzender Umgang wichtig ist, ist man hier total richtig!
Unterricht
2x / Woche
Inhalte
EKG
Fallbesprechung
Bildgebung
Repetitorien
Tätigkeiten
Mitoperieren
Untersuchungen anmelden
Briefe schreiben
Chirurgische Wundversorgung
Braunülen legen
Patienten aufnehmen
Rehas anmelden
Blut abnehmen
Patienten untersuchen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
Vor 15:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Essen frei / billiger
Mittagessen regelmässig möglich
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Kleidung gestellt
Gehalt in EUR
474

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
2
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.13