PJ-Tertial Psychosomatik in Klinik Barmelweid (11/2023 bis 3/2024)

Station(en)
B1, B2, B4
Einsatzbereiche
Station
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Insgesamt eine sehr empfehlenswerte Klinik fürs PJ!

Der wichtigste Grund, warum ich das Tertial jedem ans Herz legen kann, ist die freundliche Arbeitsatmosphäre. Es fiel mir auf, dass sich gegenseitig eine sehr wertschätzende Haltung entgegengebracht wird, was sich durch alle Berufsgruppen zog.

Besonders in der Psychosomatik hat man genug Zeit für einzelne Patienten und als PJler ist man den somatischen Ärzten zugeteilt und ist Teil eines interdisziplinären Teams aus Psychologen, Psychiatern, Pflege, Bewegung/Ergo/Musik/Kunst-Therapeuten, Sozialhilfe und somatischen Ärzten. Die Rolle der somatischen Ärzte unterscheidet sich von Akutkliniken vor allem dadurch, dass man sich eher im Hintergrund hält da die Patienten oft keine ernsten somatischen Vorerkrankungen haben und Somatisierung im Rahmen der psychischen Erkrankung vermieden werden soll. Man ist fungiert also als ein Hausarzt auf Station, wobei die Schwierigkeit häufig darin besteht abzuwägen, wieviel somatische Diagnostik und Therapie stattfinden soll.
Es gibt viele Teambesprechungen, woran man als PJler gerne teilnehmen soll, um die verschiedenen Perspektiven der Berufsgruppen zusammenzutragen. Die Besprechungen fand ich sehr interessant, da es etwas Spezifisches für die Psychosomatik und für mich Neues war, was man aus "normalen" Kliniken so nicht kennt. Allerdings hat man manchmal wenig Zeit, seine To Dos abzuarbeiten wenn der Vormittag mit Besprechungen gefüllt ist. Ich war als PJler nur selten allein auf Station (wenn Urlaub und Krankheitsfälle zusammenkamen), sodass ich mich oft ganz gut mit den Assistenzärzten aufteilen konnte. Man hat auch die Möglichkeit, die verschiedenen Therapien zu besuchen, wobei man selber auf die Therapeuten zugeht - die Initiative wurde aber immer sehr begrüßt.
Der Zusammenhalt unter den Assistenzärzten war sehr stark, einmal/Woche gab es ein Peer-Lunch mit allen Assistenzärzten der Klinik und neue Kollegen und ich wurden in der Anfangsphase von allen Seiten unterstüzt. Auch das Verhältnis zu den OÄ war sehr positiv, sie nahmen sich viel Zeit für Besprechungen von Patienten und ich durfte mich jederzeit bei Fragen persönlich oder telefonisch melden. Auch wurde darauf geachtet, dass man nicht ausgenutzt wurde und angemessene Arbeitszeiten hatte.
Es gibt 2-3x/Woche Fortbildungen für die Assistenzärzte von internen und externen Dozenten.
Für Mittagessen und Kaffeepausen war (zumindest in der Psychosomatik) immer genug Zeit.

Freizeitangebot/Umgebung:
Die Klinik ist von Natur umgeben und es gibt schönen Routen zum Spazieren. Zürich, Basel und Luzern sind nicht weit entfernt und wir haben uns als Wohnheimbewohner manchmal für Ausflüge zusammengetan. Ansonsten gibt es ein Schwimmbad, was zu bestimmten Zeiten dem Personal zur Verfügung steht und ein Gym. 1-3x/Woche trafen sich abends ein paar Ärzte und andere Mitarbeiter zum Basketball, Fußball, Volleyball oder Badminton spielen in der Turnhalle.
Zwar ist man ohne Auto etwas isoliert aber es gibt den ÖV und auch in der Klinik selbst viele Freizeitangebote, sodass ich mich nie gelangweilt habe.

Allem in allem wirklich gut, besonders auch als Einstieg. Es gibt viele Mitarbeiter aus anderen Ländern, sodass man sich als Deutscher nicht aussen vor fühlt. Auch die Schweizer, die ich kennengelernt habe, waren auch sehr aufgeschlossen.
Nebenbei hatte ich sogar noch Zeit, an meiner Doktorarbeit zu schreiben. Mit dem Gehalt kam man sehr gut hin und ich konnte meine Freizeit genießen ohne besonders auf das Finanzielle schauen zu müssen.
Bewerbung
1,5 Jahre im Voraus (vielleicht auch kurzfristiger möglich)
Unterricht
3 x / Woche
Inhalte
Fallbesprechung
Sonst. Fortbildung
Bildgebung
Tätigkeiten
Röntgenbesprechung
Patienten untersuchen
Eigene Patienten betreuen
Patienten aufnehmen
Untersuchungen anmelden
Briefe schreiben
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Mittagessen regelmässig möglich
Essen frei / billiger
Kleidung gestellt
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Gehalt in EUR
2300
Gebühren in EUR
Wohnheimzimmer 500 CHF, Steuern und Sozialabgaben -> ca. 1800 CHF netto

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.07