PJ-Tertial Radiologie in Universitaetsspital Basel (2/2024 bis 4/2024)

Station(en)
Neuroradiologie, Cardio-Thorakale Diagnostik
Einsatzbereiche
Diagnostik
Heimatuni
Heidelberg - Fakultaet Mannheim
Kommentar
Ich habe eine einmonatige Famulatur in der Radiologie absolviert (konnte ich im Formular leider nicht richtig angeben) . Ich veröffentliche hier meine Erfahrung, da man die Famu Erfahrung (Ablauf, Organisatorisches etc sind ja sehr ähnlich) auch gut auf das PJ übertragen kann :)

Organisatorisches:
Als Famulant habe ich einen eigenen PC- und Programm-Zugang erhalten, sodass ich fleißig Befunde mitschreiben durfte.
Dienstkleidung wird euch gestellt und es gibt einen Aufenthaltsraum, eine Kaffeeküche und viele Bistros. Für eure Kleidung habt ihr einen eigenen Spind.

Tagesablauf:
Morgens ging es um 8:00h los.
Mittags konnte ich bei der Mittags-Fortbildung teilnehmen und so auch aus anderen Radio-Bereichen Wissen mitnehmen (manchmal gab es auch interdisziplinäre Vorträge aus der Nuklearmedizin oder Strahlentherapie).
Täglich kann man 2 Lichtpausen und eine Mittagspause machen :)
Offizielles Ende ist um 17:00h, aber bei spannenden Fällen bin ich auch gerne länger geblieben (die Zeit verging immer rasend schnell 😅)


Betreuung und eigene Arbeit:
Einfach nur klasse!

In der Cardio-Thorakalen Diagnostik habe ich anfangs Röntgen Thorax befundet und anschließend meine Befunde mit einem Fellow oder einem Oberarzt besprochen. Egal , wer mit mir die Fälle besprochen hat, alle haben sich viel Zeit für Erklärungen und meine Fragen genommen und waren sich auch nicht zu schade, mir Sachen 2* (ehrlicher Weise manches sicherlich auch 4*) zu erklären. Wenn mal nicht so viele Röntgen da waren, durfte ich bei den Assistenzärzten zuschauen und wurde von ihnen aktiv in ihre Befundung eingebunden. Auch sie haben mir mit einer Engelsgeduld alles erklärt. Da ich sehr neugierig war und einen großen Gefallen an diesem Fach habe, wurde mir später noch die CT Diagnostik gezeigt und über diese Herausforderung habe ich mich sehr gefreut! Auch der Umgang untereinander und mit anderen Abteilungen war steht’s angenehm :)

In der Neuroradiologie wurde ich ebenso war empfangen und durfte nach einer Einführung mit CT Befundungen anfangen. Genau wie in der CDT, konnte ich jederzeit jeden fragen und alle haben sich in Ruhe mit meinen Fragen auseinandergesetzt und mir die Werkzeuge zur Hand gegeben, um bei meinen Befunden und Fragen weiterzukommen. Gerade in der Neuroradio sieht man als Anfänger (wie ich) oft 80 % der Pathologien nicht und erkennt viele Strukturen auch noch nicht wirklich, aber bei der anschließenden Besprechung wurde ich an die „richtige Lösung“ immer herangeführt, sodass ich mir eine Lösungsweg erarbeiten konnte und die richtigen Zuordnungen hängen blieben.
Anders als in der CDT habe ich meine Befunde mit einem OA besprochen und bin bis heute beeindruckt, dass sie sich die Zeit für mich genommen haben und später auch komplizierter MRTs (MRT ist ja auch so schon etwas komplexer als CT) in Ruhe nachbesprochen haben! Auch in der Neuroradio helfen einem die Assistenzärzte bei Problemen und Fragen weiter, sodass man wirklich keine Angst davor haben muss vermeintlich „doofe“ Frage zu stellen.

Für beide Abteilungen gilt natürlich, dass sie mal mehr und mal weniger Stress haben. Aber ich finde es ist selbstverständlich, dass auch wir Famulanten uns dann mal zurückhalten und später dafür in Ruhe unsere Befunde besprechen können!

Bei Interesse ist es übrigens auch möglich, in der interventionellen Radiologie zu schnuppern oder sich andere Abteilungen anzuschauen :)

Mein Tipp: Wer Interesse hat, offen ist und die richtigen Fragen stellt, lernt hier , in einer entspannten Atmosphäre immens viel!

Noch ein paar Worte zum Umgangston: der Ton und das Miteinander hier war so gut, wie ich es bisher in keinem anderen Krankenhaus erlebt habe. Egal ob Chefarzt , Oberarzt, Assistenzarzt, MTRA, Hol-und Bringedienst, es wird respektvoll und höflich miteinander umgegangen, es wird nicht geschrien und Fehler werden besprochen, aber nicht auf eine persönliche Ebene gebracht. Und besonders bemerkenswert finde ich auch, dass die Chefärzte sich immer wieder Zeit genommen haben, um mit meinem Mitfamulanten und mir zu besprechen , wie es uns hier geht , gefällt und ob irgendetwas nicht so klappt.

Mein Fazit: Ich komme sehr gerne wieder!
Bewerbung
Famulatur: ca 0.5 - 1 Jahr
PJ: 2 Jahre
Unterricht
5x / Woche
Inhalte
Repetitorien
Sonst. Fortbildung
Fallbesprechung
Bildgebung
Patientenvorstellung
Prüfungsvorbereitung
Tätigkeiten
Röntgenbesprechung
Eigene Patienten betreuen
Briefe schreiben
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
17:00 bis 18:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Gehalt in EUR
-
Gebühren in EUR
-

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1