PJ-Tertial Anästhesiologie in Marienhospital (5/2023 bis 9/2023)

Station(en)
Anästhesie/ Intensivstation
Einsatzbereiche
OP, Station
Heimatuni
Marburg
Kommentar
Das PJ Tertial in der Anästhesie in Stuttgart war ein wirklich lehrreiches und eindrucksvolles Tertial.
Alles hat an den ersten zwei Tagen mit einer ausführlichen Einführung und Rundgang durch das Krankenhaus inklusive IT-Schulung. Alles war wunderbar vorbereitet, Klamotten, Spind, Umkleideschlüssel und Mitarbeiterkarte und Telefon.
Angekommen in der Anästhesie erhält jeder PJ Student zunächst ein großen Ordner mit aktueller Literatur sowie ein Anästhesie Lehrbuch. Man erhält einen "Lernzielkatalog" mit sowohl praktischen als auch theoretischen Lernzielen für die kommenden 16 Wochen. Bei den theoretischen Lernzielen sind jede Woche zwei Themen mit der zur Verfügung gestellten Literatur vorzubereiten, die dann jeweils mit einem Arzt im OP oder auf der Intensivstation zu besprechen sind. Zunächst hatte ich Respekt vor dem kontinuierlichen Aufwand der dadurch natürlich entsteht muss aber sagen dass ich dadurch kontinuierliche während des gesamten Tertials mitlernen konnte - im Hinblick auf das M3 wirklich super.

Die ersten 10 Wochen habe ich im OP verbracht und hier wirklich sehr viel lernen können. Von venösen Zugängen über LAMAs schieben, Intubieren, Arterien und ZVK legen, Spinale und Lokalanästhesie stechen, Narkose führen und Ausleiten - alles war dabei und bei allem wurde man ermutigt selbst Hand anzulegen. Insgesamt habe ich in diesem Tertial wirklich unfassbar viele neue praktischen Erfahrungen sammeln können. Insgesamt habe ich die Stmmung im OP und vor allem unter den Anästhesisten als sehr angenehm wahrgenommen. Natürlich gibt es immer Kollegen mit denen man besser oder schlechter auskommt insgesamt habe ich mich im Team aber sehr wohl und integriert gefühlt.
Vor den danach folgenden 6 Wochen auf der Intensivstation hatte ich zunächst Respekt weil ich zuvor noch keine Intensiv Erfahrung hatte. Insgesamt hat mir die Zeit auf Intensiv aber auch total gut gefallen. Hier konnte man vor allem die praktischen Tätigkeiten von ZVK und Arterie legen vertiefen und teilweise auch mal Bronchoskopieren oder Dialyse Kathter legen. Auch das Team der Intensiv hat mich herzlich aufgenommen und schon nach kurzer Zeit durfte ich eigene Patienten betreuen. Insgesamt sowohl fachlich als auch für mich menschlich eine extrem lehrreiche Zeit.

Zum Ende des Tertials führt jeder PJler mit dem Chefarzt ein persönliches Gespräch in welchem sich der Chef vor allem für Verbesserungsvorschläge und Feedback interessierte. Insgesamt hat man wirklich gemerkt dass es dem Chef ein großes Anliegen ist, möglichst gute und strukturierte Lehre zu ermöglichen - ein so gut Strukturiertes Tertial habe ich sonst in meinem gesamten PJ nicht erlebt.

Als einziges Manko wäre der PJ Unterricht am MaHo zu nennen. Dieser war zwar 3x die Woche angekündigt, fand jedoch meistens nur 1-2x statt.

Zusammenfassend hatte ich eine wirklich gute und lehrreiche Zeit im Marienhospital. Vom Chef über die OÄ, AÄ und die Pflege waren wirklich alle sehr nett und größtenteils auch sehr bemüht. Ich würde das Anästhesie Tertial jederzeit wieder machen und auf jeden Fall weiterempfehlen.
Bewerbung
Als nicht Tübinger Studentin frühzeitig (ca. 6 Monate vor Tertialbeginn) informieren und über das Portal der Uni Tübingen bewerben.
Unterricht
3 x / Woche
Inhalte
Repetitorien
EKG
Fallbesprechung
Sonst. Fortbildung
Prüfungsvorbereitung
Patientenvorstellung
Bildgebung
Tätigkeiten
Untersuchungen anmelden
Eigene Patienten betreuen
Punktionen
Blut abnehmen
Braunülen legen
Briefe schreiben
Röntgenbesprechung
Patienten untersuchen
EKGs
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Mittagessen regelmässig möglich
Essen frei / billiger
Kleidung gestellt
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Gehalt in EUR
450

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
2
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.2