PJ-Tertial Psychiatrie in Universitaetsklinikum Erlangen (11/2023 bis 2/2024)

Station(en)
P21 (offene Station), P12 (Akutstation), Tagesklinik, Ambulanz
Einsatzbereiche
Station, Notaufnahme, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde
Heimatuni
Erlangen
Kommentar
Mein Tertial war extrem lehrreich und auch zwischenmenschlich herrschte ein wertschätzender Umgang mit flachen Hierarchien. Alle PJs haben eine Stammstation auf der Sie ihre Ansprechperson haben. Ich war auf der P21, eine offene Therapiestation, auf der es ein spezielles Konzept für Menschen mit chronischen Depressionen angeboten wird. Ansonsten ist die Station aber bunt gemischt, was Patientenklientel und deren Erkrankungen angeht. Zwischendurch konnte ich einzelne Wochen auf die Akutstation, Tagesklinik und in die Ambulanz rotieren. Ich fand es super, viel Zeit auf der P21 zu verbringen, weil mich so die 3 AÄs gut kennenlernen konnten und mir mit der Zeit immer mehr Aufgaben zugetraut haben. Außerdem konnte ich so Krankheitsverläufe miterleben und auch mehr Beziehung zu Patient:innen aufbauen. Wenn ich Zeit hatte, hab ich der MFA bei den Blutabnahmen und den EKGs geholfen. Das konnte ich aber selbst entscheiden wie viel ich mich da involviere. Ansonsten habe ich viele Körperliche Untersuchungen gemacht, EKGs befundet, war in Therapiegesprächen und Gruppentherapien dabei, durfte selbstständig (teils mit teils ohne Supervision) Aufnahmegespräche führen und hab anschließend Feedback erhalten (sehr lehrreich), habe mehrere Lumbalpunktionen durchgeführt, bei EKTs assistiert und mit den AÄs Therapiekonzepte und Medikamente besprochen und dokumentiert. Man kann sich auch mit Psycholog:innen und Ergotherapeut:innen absprechen und bei deren Sitzungen dabei sein. Auf der Akutstation kann man auch in der Notaufnahme Patient:innen unter Supervision aufnehmen, wenn man sich das zutraut. Besonders empfehlen kann ich die Oberarztvisiten von Dr. Spitzer, wo ich viele Kniffe für Gesprächsführung lernen konnte, um wirklich berührende und wertvolle Therapiemomente zu erleben.
Durch regelmäßige Feedbackgespräche kann man eigene Ziele festlegen und darf selbst entscheiden, wo man den Fokus legen will.
Durch die Teilnahme an Diensten kann man sich als Gegenzug einen anderen beliebigen Tag frei nehmen. Leider gibt es keine Studientage.

Der PJ Unterricht fand regelmäßig statt - wöchentlich hat jemand einen Fall vorbereitet, der dann von allen anderen PJs gelöst werden sollte. Ab und zu gab es zusätzlichen Unterricht, in dem spezifische Themen besprochen wurden und auch die wöchentliche Fortbildungen der AÄ war meist sehr lehrreich.

Wünsche für Rotationen sollte man einige Wochen vorher mit Frau Lübeck besprechen. Alle PJs waren sowohl auf Akutstation, P14 und P21 sehr zufrieden. Die Privatstation P31 ist die einzige Station, die ich nicht empfehlen will, aus dem Grund, dass da weniger Handlungsspielraum und Eigenständigkeit für PJler möglich ist (Samthandschuhe für Privatpatient:innen und sooo...).

Ich würde das Tertial so jederzeit wieder machen :)
Bewerbung
Ãœber das PJ-Portal
Unterricht
2x / Woche
Inhalte
Fallbesprechung
Patientenvorstellung
Sonst. Fortbildung
Tätigkeiten
Briefe schreiben
Eigene Patienten betreuen
Punktionen
Blut abnehmen
Notaufnahme
Patienten untersuchen
EKGs
Patienten aufnehmen
Dienstbeginn
Nach 8:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Mittagessen regelmässig möglich
Kleidung gestellt
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Gehalt in EUR
500

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
2
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.13