PJ-Tertial Infektiologie in Klinik Favoriten (8/2023 bis 11/2023)

Station(en)
2 Bettenstationen, 1 Intensivstation, Ambulanz
Einsatzbereiche
Diagnostik, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Station
Heimatuni
Wien
Kommentar
Mein Innere Tertial auf der 4. Med. mit Infektions- und Tropenmedizin der Klinik Favoriten (ehemals Kaiser-Franz-Joseph-Spital) war auch mein erstes PJ-Tertial und ich bin absolut begeistert. Das Team ist super lieb, zuvorkommend und eigentlich betreiben fast alle, sowohl Oberärzt*innen als auch Assistenzärzt*innen sehr viel Lehre. Dabei richten sie sich aber natürlich danach, wie viel Interesse/Motivation man mitbringt. Wenn man motiviert ist wird einem sehr viel beigebracht, sowohl infektiologisch/tropenmedizinisch als auch allgemein internistisch. Im Sommer hat man durch die Reisezeit auffällig viele Reiserückkehrer*innen, die oft spannende Krankheitsbilder mitbringen (viel Malaria!). Gegen Herbst waren dann mehr Pneumonien/COVID/Influenza. Mit der Zeit darf man recht viel alleine machen und Patient*innen alleine aufnehmen bis inkl. Therapievorschlag. Bei den Malaria-Patient*innen durften wir teilweise auch mitgehen, um die Blutausstriche zu machen und diese dann zu mikroskopieren.
Es gibt zwei Bettenstationen und die PJler*innen werden aufgeteilt (damit man die Station/das Personal dort besser kennt) und ist dann eigentlich immer auf der selben Station. Es gibt auch noch eine Intensivstation und eine Ambulanz (Reisemedizinische Beratung und Impfungen, allgemeine infektiologische Ambulanz, Schwerpunkt-Ambulanz HIV, chron. Hep. B/C). Es gibt einen Mentor für die PJler*innen, der sich wirklich sehr bemüht und schickt kurz vor PJ Beginn Infomaterialien zu. Er hat uns für die ersten paar Wochen auch einen Dienstplan gegeben, wer wann auf welcher Station oder ICU/Ambulanz ist, den Rest durften wir untereinander selber ausmachen. Außerdem gab es sozusagen kurze (07:30-13:30) und lange (07:30-19:30) Diensttage. Am Tag nach einem langen Diensttag hatte man immer frei. An den Nachmittagen ist man da, um die Diensthabenden bei den Aufnahmen und/oder beim Briefe schreiben oder was auch immer anfällt zu unterstützen. Man kann auch zwischendurch Sachen für die PJ-Mappe erledigen. An den Nachmittagen waren bei uns immer 2 PJler*innen da, jeweils 1 von jeder Bettenstation.
Um 07:30 kommt man, um das Pflegepersonal bei Blutabnahmen und Abstrichen zu unterstützen. Wenn sich's zeitlich ausgeht kann man dann um 08:00 bei der stationsinternen Frühbesprechung teilnehmen. Um 08:45 geht man gemeinsam zur Frühbesprechung der ganzen Abteilung. Anschließend ist auf Station Visite bis mittags meistens und zwischendurch was eben so anfällt bzw. danach noch Termine für Patient*innen vereinbaren, Aufklärungen machen etc.
Man kann jeden Tag mittagessen gehen in die Kantine des Krankenhauses, das Essen für PJler*innen ist gratis und ganz ok. In der Regel kann man auch pünktlich nach Hause (man wird nie "gezwungen" länger zu bleiben - wenn aber noch viel zu tun ist und man freiwillig länger bleibt freuen sie sich natürlich).
Jeden Dienstag nach der Frühbesprechung findet eine ICU-Fortbildung statt (ca. 30 Minuten) und jeden Mittwoch um 13:00 eine infektiologische Fortbildung (von OÄ, AÄ oder PJler*innen gehalten) - jede*r PJler*in soll einmal eine Fallpräsentation halten.
Auf der Station bemühen sich die stationsleitenden OÄ immer während der Visite teaching zu betreiben bzw. kurze "Blitz-Fortbildungen" zu halten, wenn es sich zeitlich ausgeht.

Fazit: absolut empfehlenswert!!
Bewerbung
Ca. 1-1,5 Jahre.
Einfach per E-Mail an das Sekretariat. Die neue Sekretärin braucht manchmal etwas um zu antworten, im Zweifelsfall mal anrufen.
Unterricht
2x / Woche
Inhalte
Patientenvorstellung
Repetitorien
Bildgebung
Sonst. Fortbildung
Fallbesprechung
Tätigkeiten
Patienten aufnehmen
Patienten untersuchen
Röntgenbesprechung
Untersuchungen anmelden
Braunülen legen
Briefe schreiben
Blut abnehmen
EKGs
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
Vor 15:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Essen frei / billiger
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich
Gehalt in EUR
800€ (brutto)

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.07