PJ-Tertial Gynäkologie in Rotkreuz Krankenhaus Muenchen (3/2023 bis 6/2023)

Station(en)
8 Wochen Gynäkologie, 8 Wochen Geburtshilfe
Einsatzbereiche
Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, OP, Station
Heimatuni
Erlangen
Kommentar
Vor der Insolvenz des Hauses noch in der Taxisstraße. Schöne Atmosphäre, da reine Frauenklinik. Insgesamt ein sehr sehr nettes Haus, alle Ärztinnen, die Chef:innen und die Pflege sind absolut zuvorkommend und lieb.

Ich war die einzige PJlerin in meinem Tertial, das war echt blöd.
8 Wochen Gynäkologie: Ich wurde als kostenlose OP Assistenz eingesetzt. Das hieß zwar in vielen Fällen 1. Assistenz, trotzdem habe ich so überhaupt keinen Rundum Einblick in das Haus bekommen. Man kam in der Früh zum Blutabnehmen, danach wurde man sofort in den OP gerufen und war dort dann den ganzen Tag. Selten waren mal nur Assistenzärztinnen im OP eingeteilt und ich konnte in die Ambulanz gehen. Hier muss man aktiv darum bitten, auch mal eine Untersuchung machen zu dürfen oder zu schallen. In die Tumorkonferenz habe ich es höchstens für 10 min geschafft, bevor ich zur nächsten OP gerufen wurde. Im Vergleich zu anderen Häusern, wo für PJler Anwesenheitspflicht in der Tuko herrscht, ist das bitter, denn die inzwischen immer komplexer werdenden systemischen Therapien lernt man nur dort kennen. Auf Station gibt es für die PJler nichts zu tun, man betreut keine eigenen Patientinnen oder schreibt Briefe. Das liegt aber eventuell auch an der Unterbesetzung und der somit mangelnden Zeit für Ausbildung. PJ Unterricht sollte eigentlich jede Woche stattfinden. Im ganzen Tertial hat es dreimal geklappt.

Geburtshilfe: deutlich besser für PJler. (außer die 1000 BEs auf der Wöchnerinnen Station jeden Morgen). Man darf in der Schwangerenambulanz sehr viel selber machen, sogar ganze Gespräche alleine führen. Wenn Zeit ist, kann man auch Schallen üben. Im Kreißsaal sind alle sehr nett, hier schließt man sich einfach der Diensthabenden an und darf bei allem dabei sein. Bei Personalmangel durfte ich auch bei Sectiones 1. Assistenz machen. Im Kreißsaal kann man auch Nachtdienste mitmachen.

Trotz dieser Punkte, hatte ich eine schöne Zeit! Da beide Teams wirklich sehr sehr nett sind (auch die Chefinnen, die OÄ, die OP Pflege!!), fühlt man sich trotzdem jeden Tag wertgeschätzt. Im OP herrscht immer eine freundliche Atmosphäre, es wird nie rumgeschrien. Die OP Pflege ist super lieb, es wird immer geratscht und sich bedankt. Ich würde die Gynäkologie im Rotkreuz also trotzdem weiterempfehlen und als Tipp: geht proaktiv in das PJ und fordert ein, was ihr gerne an Lehre und Möglichkeiten hättet, diese werden euch sicher nicht vorsätzlich verwehrt, sondern aus Zeit und Personalmangel. Ich bin mir aber sicher, dass alles möglich gemacht werden kann.
Bewerbung
übers PJ Portal
Unterricht
Kein Unterricht
Tätigkeiten
Poliklinik
Mitoperieren
Blut abnehmen
Braunülen legen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
Vor 15:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Mittagessen regelmässig möglich
Kleidung gestellt
Essen frei / billiger

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
2
Klinik insgesamt
1
Unterricht
6
Betreuung
1
Freizeit
2
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
3

Durchschnitt 2.13