PJ-Tertial Innere in Klinikum Ernst von Bergmann (6/2022 bis 9/2022)

Station(en)
ZNA, MIT, Kardio
Einsatzbereiche
Notaufnahme, Station
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Allgemeines:
Mein Innere Tertial im EvB war von den Rahmenbedingungen sehr gut organsisiert. Direkt am ersten Tag bekommt man einen Schlüssel, einen Spind und Kleidung. Die Chefarztsekretärin der Notfallmedizin geleitet einen auf Station. Ein Essen pro Tag bekommt man kostenlos, bei Vorzeigen des PJ-Schilds. Ein Tag ist als Studientag frei.
Potsdam als Stadt fand ich mega schön, sehr grün, viel Wasser, viel lebendiger als ich gedacht hatte. Und wenn man mal Lust auf Großstadtfeeling hat, kann man auch einfach schnell nach Berlin.

ZNA:
Dies war meine erste Rotation.
Insgesamt fand ich das System der ZNA sehr gut, da es pro Schicht immer drei Teams gibt. Diese bestehen jeweils aus einer ärztlichen Person und einer Pflegekraft. Als PJ teilt man sich einfach einem Team zu. Als PJ super dankbar, so weiß man immer zu wem man gehört. Es gibt 3 Schichten, die man auch alle begleiten darf. Da die Notfallmedizin eine eigene Klinik ist, werden die Patienten nicht direkt eine Fachabteilung zugeteilt, sondern das Notaufnahme Team bearbeitet erstmal alles. So hat man die Chance wirklich viel unterschiedliches zu sehen.
Generell waren die Leute freundlich, nur wie in jeder ZNA arbeitstechnisch sehr ausgelastet.
Da dies mein drittes Tertial war, war mein hauptsächlicher Wunsch viel selbstständig arbeiten zu dürfen. Das hat je nach anwesenden Personen gut oder weniger gut geklappt. Es gab dort sehr motivierte OÄs, wenn die da waren, durfte man immer selbständig arbeiten und bekam viel erklärt. Insgesamt durfte ich in dieser Rotation selber schallen, Patienten aufnehmen, nähen, Konsile stellen, Zugänge legen, Schockräume beobachten.
Gesamt: Ich hätte mir mehr Betreuung erhofft, würde diese Rotation aber trotzdem empfehlen, weil man viel sieht und auch meistens was machen darf.

MIT (internistische Intensiv):
Meine Zeit auf der MIT war okay bis gut. Es hing wieder sehr von den anwesenden Ärzten ab, wieviel ich mitgenommen habe und wieviel ich selber mache durfte. Unser erster Tag war ein kleiner Reinfall, es stellte sich uns keiner zurück vor, dann haben wir bei einer frustranen Rea mitgemacht, die hinterher nicht nachbesprochen wurde. Der Start war also holperig. Zu Anfang hätte mir eine Einweisung geholfen, wie ein Tag auf der Intensiv überhaupt abläuft und was wo ist. Es gibt wieder 3 Schichten, die man als PJ mitmachen darf.
Insgesamt habe ich auf der MIT: ZVKs gelegt (natürlich mit jemandem daneben), Arterien versucht zu legen, geschallt, extubiert, viele Beatmungsformen gesehen, bei einer Rea mitgemacht, mal ein Bronchoskop gehalten.
Gesamt: man kann auf Intensiv viele invasive Sachen ausprobieren und einen Einblick in Intensivmedizin gewinnen. Für mein Interessen hätten vermutlich auch ein paar Wochen Intensiv gereicht, weil ich in der Rückschau lieber mehr selbst Patienten betreut hätte.

Kardio:
Meine Zeit auf der Kardio war richtig schlecht. Ich muss als Disclaimer sagen, dass ich hier nur 2 Wochen war und insgesamt schon keinen Bock mehr auf PJ hatte, weil ich mir davon insgesamt mehr erhofft hatte.
Morgens mussten wir für die ganze Station Blut abnehmen, was schon einige Zeit in Anspruch genommen hat. Die Ärzte waren ziemlich gestresst und nicht wirklich zur Lehre motiviert. Es war eher so Glück, ob man zur Visite mitgenommen wurde oder nicht. Patienten selbst betreuen war auch Fehlanzeige. Freundlich waren die meisten trotzdem. Die OÄs waren meistens nicht da, wenn sie da waren haben sie aber tatsächlich manchmal was erklärt. Ich bin einmal ins Koro Labor, einmal zur Perikardpunktion und zur Schrittmacherimplantation mit. War ganz nett mal zu sehen, aber jz auch kein krasser Lerngewinn.
Gesamt: Für mich ein Griff ins Klo, haben andere PJs aber anders empfunden, also vielleicht ist es für euch genau das Richtige.

PJ Seminare: waren meistens echt gut und haben stattgefunden. Es gibt pro Woche 1x Chirurgie, 1x Innere und 1x Fallbesprechung mit dem Leiter der Notfallmedizin und der Radiologie (sehr empfehlenswert).

Tertial gesamt: Ich hätte mir in meinem Innere Tertial mehr Betreuung und supervidiertes selbständiges Arbeiten gewünscht. Aber ich glaube das hätte ich mir an jeder Klinik mehr gewünscht. Ingesamt kann es einen schlechter treffen, also prinzipiell eher eine Empfehlung.
Bewerbung
über das PJ Portal
Unterricht
3 x / Woche
Inhalte
Patientenvorstellung
Prüfungsvorbereitung
Bildgebung
Fallbesprechung
Tätigkeiten
Patienten aufnehmen
Patienten untersuchen
Punktionen
Chirurgische Wundversorgung
Eigene Patienten betreuen
Untersuchungen anmelden
Blut abnehmen
Briefe schreiben
Notaufnahme
Braunülen legen
EKGs
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Essen frei / billiger
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Mittagessen regelmässig möglich
Kleidung gestellt
Gehalt in EUR
300

Noten

Team/Station
2
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
2
Klinik insgesamt
2
Unterricht
1
Betreuung
3
Freizeit
1
Station / Einrichtung
3
Gesamtnote
2

Durchschnitt 2