PJ-Tertial Orthopädie in Uniklinik Balgrist (10/2022 bis 12/2022)

Station(en)
keine Station. OP, Notfall, Sprechstunde.
Einsatzbereiche
Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, OP, Notaufnahme
Heimatuni
Frankfurt
Kommentar


Rundum die perfekte Klinik, zumindest für mich als Orthopädiefan. Ich selber komme aus Deutschland und kann damit klar sagen: wie der Schweizer Ton gegenüber den "Uhus" (Unterassistent*innen) ist und man angesehen und behandelt wird und wie der PJler in Deutschland behandelt wird... das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Hier entfallen lästige Blutentnahmen oder Zuganglege-Orgien und man ist auch keine medizinische Saftschubse. Man wird nett gegrüsst, hier und da gibt es mit den OAs netten Plausch. Niemand schreit dich an oder beleidigt dich oder geht dich körperlich an. Du kriegst Teaching, wenn du zeigst, dass du Interesse hast! Klar gibt es auch ein paar verstrahlte , reservierte Assistenzärzte.. die waren witzigerweise aber auch immer die grössten Mongos im OP.. hatten zwar schicke Lederschühchen an, konnten aber nicht erklären was Trochlea bedeutet oder wie der Femurkopf versorgt wird oder was überhaupt für eine OP ansteht.... good job bro.. Einige der Teamleiter , z.B. Schulter und Knie, waren auch eher verhalten bzgl Lehre; am allermeisten lernt man im Fuss-und Handteam.

Das Balgrist ist ganz weit entfernt von solch tierischem Verhalten, wie man es nur zu oft in deutschen Kliniken erlebt. Hier am Balgrist wurde auch uns UAs "gezeigt", dass die Hierarchie der Medizin zwar existiert und wir den Boden der "Karrierepyramide" bilden... dass aber jede einzelne Person bis zur Chefetage hinauf die gleichen unteren Treppchen hinter sich gebracht hat und auch mal "nur" Student war. Deswegen wurden wir - egal von wem: Assis, OAs oder auch Leiter der Teams und Spitaldirektor - immerzu gegrüsst, auch mal gefragt wie es uns geht, ob wir schon wissen, wo wir wann unsere Erststelle beginnen, ob wir in den letzten Wochen unseres Aufenthalts am Balgrist schon gewisse Vorlieben für bestimmte Gelenke entwickelt haben und und und. Darüberhinaus ist man hier mit allen per Du (für mich, die im sozial distanzierten Deutschland und speziell im eher menschlich kalten Frankfurt von vielen OAs oft nicht mal eines Blickes gewürdigt wurde, war das in der ersten Woche sehr gewöhnungsbedürftig...), bis auf wenige Teamleiter und natürlich den Spitaldirektor Prof. Dr. Farshad. Mir hat hier am Balgrist nahezu jeder Arzt und jede Ärztin eine Hand gegeben und bei allen Fragen immer antworten oder bei Problemen helfen können. Daher kann ich die vor meiner Bewertung nicht so krass positiv ausfallenden Erfahrungsberichte nicht ganz verstehen.. ich hatte keinen einzigen Tag das Gefühl, dass hier irgendjemand irgendeine repressive Aura ausstrahlt und das ist extrem verblüffend: aus Deutschland kenne ich es leider nur oft genug, dass bereits viele Assistenzärzte sich was darauf einbilden, im zB dritten Jahr in der O/U zu arbeiten. Viele haben ein extrem falsches Selbstbild von sich und strotzen nur so vor Arroganz.. Am Ende verordnen sie teils falsche Medis auf Station und können nicht mal richtig nähen... Hier in der Schweiz und explizit am Balgrist durfte ich Zeugin werden und selber tagein, tagaus sehen, wie sehr junge Oberärzt*innen auf brillante Art exotische oder wo anders nicht oder sehr selten ausgeführte OPs meisterten, wie sehr junge Ärzt*innen PD wurden ... und trotzdem verlor keine einzige Person den Respekt vor anderen, auch nicht vor uns Uhus. Das Balgrist belegt: Karriere in jungem Alter ist möglich! Die Kurve dann noch zur Etikette zu kriegen und immerzu höflich zu bleiben und nicht irgendwann hochnäsig zu werden und in irgendeiner Bubble zu schweben, das ist wahre Kunst. Wenn man, wie ich, klar weiss, dass es später in die Richtung der Orthopädie/Traumatologie geht, dann sollte man das Balgrist als studierende Person erlebt haben. Wer jedoch, und das kann man in früheren Berichten auch lesen, erwartet, hier der Meisteroperateur zu werden, der sollte wo anders hin. An dieser Stelle habe ich Uhus kennengelernt, die durch ihre Balgristzeit festgestellt haben, dass Orthopädie / Chirurgie doch nicht ihr Ding ist und sich nach dem Balgrist neu orientieren wollten. Ich selber bin sehr op-begeistert und habe gerne assistiert, in Dt. auch mal als Erstassistenz HTPS oder KTPs verbaut und kann auch einwandfrei und schnell nähen.... ich habe mich aber ehrlicherweise daran nicht gestört, am Balgrist nur Haken zu halten.

Der erste Tag ist der Einführungstag mit der lieben Regula, die einem fast das ganze Haus vorstellt, zur Einkleidung begleitet, zum Fotografen in den Keller führt, diverse Schlüssel und Diensttelefon übergibt. Schon hier merkt man deutliche Differenzen zum deutschen System, wo niemandem irgendwas gezeigt oder erklärt wird am ersten Tag (ausser manchmal zwei Stunden Hygieneschulung --> und immer volle 30 sek Desinfektionsmittel einwirken lassen;-)). Es kommt am Einführungstag aber dann doch schnell, dass man in den OPS gebeten wird. Entweder steht man im OP-Wochenplan vorgeplant drinnen, oder man wird spontan von der OP Pflege des jeweiligen Saals oder Jolene, der Frau für alles, angeläutet. I.d.R. rotiert man wöchentlich in die verschiedenen Teams, es kam aber bei uns allen regelmässig vor, dass man für einen oder zwei OP Punkte einem anderen Team kurzfristig überreicht wurde. Ich persönlich habe mich vor allem im Balgrister OP - Trakt pudelwohl gefühlt und da ich eher eine extrovertierte Persönlichkeit habe, konnte ich mich vom ersten Tag an mit vielen anfreunden und habe bis auf ganz wenige Ausnahmen alle Ärzt*innen persönlich kennengelernt. Und ja, auch am Balgrist findet sich eine unfreundliche OP-Schwester; die liebe Anette ist Profi, wenn es darum geht, deutsche Unfreundlichkeit als Kulturgut in der Schweiz zu wahren und im OP Saal zum Besten zur Schau zu geben. Sie ist eine absolute Ausnahme, der Rest ist super gut drauf und extrem arbeitsaffin. Die Lagerungshelfer sind eine Legende für sich, da könnte echt ein guter Roman aus deren Persönlichkeiten zusammengeschrieben werden... Deniz, der dauerhaft gut gelaunte witzige Typ und Mustafa, der wahrscheinlich mit seinem Honigverkauf im OP oder Balgristcafé mehr Cash macht als mit seinem Hauptjob...


Teaching muss man doch eher aktiv einfordern. Das hatte ich den früheren Berichten hier entnommen und so ist es nach wie vor so, dass eigentlich niemand einem spontan was erklärt (wie auch, wenn alle 24/7 arbeiten und in Symbiose mit ihrem Job sind..) Weil ich aber doch sehr viele der Balgrister OPs noch nie zuvor gesehen hatte, habe ich doch recht viel immer nachgefragt und so entstand oft ein gutes Gespräch mit einer guten Kombi aus Lehre und Smalltalk rund um z.B. Tennis, den letzten Baliurlaub, Töffunfall auf Ibiza, Gintonic ohne Gin im Martiniglas (Grüsse an dieser Stelle an gewisse Assistenzärzte;-) ) oder Diskussionen, ob Techno oder Rap besser seien usw. ;-)

Ansonsten beginnt der Tag pünktlich um 07:00 Uhr mit dem Morgenrapport im Auditorium (ca. 70-80 Ärzt*innen) für etwa 35 bis 45 Minuten. Zweimal in der Woche gibt es in dem Rahmen Themenfortbildungen, bei denen die Assistenzärzt*innen 15 min- Vorträge inkl. Powerpoint halten. Danach verteilen sich alle entweder in den Sprechstundenbereich (ich glaube knapp 30 Räume?!!), auf den Notfall oder in den OP-Trakt (meist gönnen sich die meisten aber noch 'nen Kaffee ;-)) es gibt ab und an sogar nach dem Rapport ein nettes Breakfastbuffet. Wenn das nicht ist: das Café verkauft für 2chf Kaffee und jeden Tag gibt es einen grossen Frühstücksverkauf in der Mensa.. oder für das OP-Personal inkl uns Uhus Frühstücksmüsliund, frisches Brot mit Aufstrichen und nen guten Kaffeeautomaten for free im OP-Aufenthaltsraum.

Durchschnittlich 12-14, auch mal ab und an 15 Stunden hatte ich im Haus pro Tag verbracht, das aber nur, weil ich maximal viel mitnehmen wollte und nebenbei selber abends etwas geforscht und an meiner Dissi gearbeitet habe.

Keine Angst wegen möglicher Sprachbarrieren: Ich habe mich zwar im Schweizerdeutschreden bemüht, nach dem dritten Tag habe ich es dann doch auch sein lassen, war okay so.


Die Uhus teilen sich in cand. med. (Medizinstudierende) und cand. chiro. (med.) (Chiropraktikstudierende). Als ich angefangen hatte, waren wir insgesamt drei, einen Tag nach mir kam der vierte Uhu und entsprechend waren viele OP-Einsätze vorgesehen. Zum Ende meines Aufenthalts waren wir zeitweise 8. Die Konstellation ist sehr dynamisch, im Monat kommen und gehen wrschl etwa 3-4 Uhus, genauso wie im Monat zwei bis vier Ärzt*innen gehen und immer welche nachrücken/ aus anderen Spitälern reinrotieren.

Einmal im Monat verbleibt man im Rahmen des Jour-/Pickettdienstes auf dem Notfall bis 18:00 Uhr, wenn dann noch OPs laufen, wird man bei Bedarf 10 min vor Beginn dazugerufen. Dann kommt es auch mal vor, dass man bis 21-22 Uhr im OP steht. Zudem sind in dieser Woche Samstag und Sonntag Dienste zu leisten. Von den Ärzt*innen hatte ich gehört, dass einige Uhus gerne fragen, ob sie einfach daheim bleiben können und bei dringendem Bedarf hereintelefoniert werden... ich selber war dann doch wegen Eigeninteresse morgens bei den Stationsvisiten dabei, habe für die Ärzte getippt und beim Verbandswechsel geholfen. Übrigens sieht man so überhaupt auch mal eine Station und lernt Pflegefachfrauen und -männer kennen: ALLE (!) sind sehr nett, aufgeschlossen und für jeden lockeren Spruch zu haben:-). Nach der Visite (ca. 2-4 Stunden Dauer) ist man noch paar Stunden auf dem Notfall und kann eigene Patient*innen betreuen (Anamnese, körperliche Untersuchung etc.-- ich hatte in kurzer Zeit zum Glück das KISIM-PC-System verstanden und konnte sehr schnell auch diverse Anforderungen/ Anmeldungen selbständig durchführen). Für diesen Wocheneinsatz kriegt man einen Kompensationstag, also den Montag drauf frei und ca 120 CHF extra. Darüberhinaus stehen einem pro Monat zwei Urlaubstage zu und wenn die Uhus Krankheitssymptome haben, können sie weiterarbeiten, aber dann unter Maskenpflicht (ja, ansonsten herrscht am Balgrist keine Pflicht zum Tragen einer Maske) oder wenn man sich nicht fit genug fühlt, um den Tag in der Klinik zu meistern, braucht man nicht antreten, meldet sich bei Jolene krank und kriegt die Krankheitstage nicht abgezogen von den PJ-Fehltagen (selbst im Wahltertial, selbst im Splitting). In Deutschland werden die Krankheitstage ja leider von den 30 Urlaubstagen abgezogen und seit September nun ja auch Fehltage bedingt durch Corona.

Am Ende bin ich doch sehr traurig gewesen über den meiner Meinung nach kurzen Aufenthalt und hatte es doch sehr bereut, mein Wahltertial gesplittet und die ersten acht Wochen in einem kleinen, ungemütlichen Frankfurter Krankenhaus absolviert zu haben. Könnte ich die Zeit zurückdrehen, würde ich volle vier Monate und länger am Balgrist verbringen.



❅❅❅𝙄𝙘𝙝 𝙗𝙚𝙙𝙖𝙣𝙠𝙚 𝙢𝙞𝙘𝙝 𝙗𝙚𝙞 𝙖𝙡𝙡𝙚𝙣 𝙨𝙪𝙚𝙨𝙨𝙚𝙣 𝙊𝙋-𝙎𝙘𝙝𝙬𝙚𝙨𝙩𝙞𝙨 𝙪𝙣𝙙 -𝘽𝙧𝙪𝙙𝙞𝙨, 𝙗𝙚𝙞 𝙙𝙚𝙣 𝙨𝙤 𝙫𝙞𝙚𝙡𝙚𝙣 𝘼𝙨𝙨𝙞𝙨, 𝙙𝙞𝙚 𝙢𝙞𝙧 𝙨𝙚𝙝𝙧 𝙫𝙞𝙚𝙡𝙚 𝙏𝙞𝙥𝙥𝙨 𝙛𝙪𝙚𝙧 𝙢𝙚𝙞𝙣𝙚𝙣 𝙗𝙖𝙡𝙙𝙞𝙜𝙚𝙣 𝘽𝙚𝙧𝙪𝙛𝙨𝙚𝙞𝙣𝙨𝙩𝙞𝙚𝙜 𝙜𝙚𝙜𝙚𝙗𝙚𝙣 𝙝𝙖𝙗𝙚𝙣 - 𝙪𝙣𝙙 𝙢𝙞𝙩 𝙬𝙚𝙡𝙘𝙝𝙚𝙣 𝙞𝙘𝙝 𝙢𝙞𝙘𝙝 𝙩𝙚𝙞𝙡𝙨 𝙬𝙞𝙧𝙠𝙡𝙞𝙘𝙝 𝙨𝙪𝙥𝙚𝙧 𝙜𝙪𝙩 𝙠𝙤𝙡𝙡𝙚𝙜𝙞𝙖𝙡 𝙬𝙞𝙚 𝙖𝙪𝙘𝙝 𝙥𝙧𝙞𝙫𝙖𝙩 𝙖𝙣𝙜𝙚𝙛𝙧𝙚𝙪𝙣𝙙𝙚𝙩 𝙝𝙖𝙗𝙚- 𝙪𝙣𝙙 𝙖𝙡𝙡𝙚𝙣 𝙊𝘼𝙨, 𝙙𝙞𝙚 𝙢𝙞𝙘𝙝 𝙝𝙖𝙗𝙚𝙣 𝙗𝙤𝙝𝙧𝙚𝙣, 𝙝𝙖𝙚𝙢𝙢𝙚𝙧𝙣, 𝙨𝙖𝙚𝙜𝙚𝙣 𝙪𝙣𝙙 𝙣𝙖𝙚𝙝𝙚𝙣 𝙡𝙖𝙨𝙨𝙚𝙣 𝙪𝙣𝙙 𝙢𝙞𝙧 𝙗𝙧𝙖𝙫 𝙟𝙚𝙙𝙚 𝙣𝙤𝙘𝙝 𝙨𝙤 𝙙𝙤𝙤𝙛𝙚 𝙎𝙩𝙪𝙙𝙚𝙣𝙩𝙚𝙣𝙛𝙧𝙖𝙜𝙚 𝙗𝙚𝙖𝙣𝙩𝙬𝙤𝙧𝙩𝙚𝙩 𝙝𝙖𝙗𝙚𝙣 𝙪𝙣𝙙 𝙗𝙚𝙜𝙚𝙞𝙨𝙩𝙚𝙧𝙩 𝙬𝙖𝙧𝙚𝙣 𝙫𝙤𝙣 𝙢𝙚𝙞𝙣𝙚𝙢 𝙒𝙪𝙣𝙨𝙘𝙝, 𝙞𝙣 𝙙𝙚𝙧 𝙊/𝙐 𝙙𝙚𝙢𝙣𝙖𝙚𝙘𝙝𝙨𝙩 𝙯𝙪 𝙖𝙧𝙗𝙚𝙞𝙩𝙚𝙣 𝙪𝙣𝙙 𝙢𝙞𝙧 𝙩𝙤𝙡𝙡𝙚 𝙈𝙤𝙩𝙞𝙫𝙖𝙩𝙞𝙤𝙣 𝙯𝙪𝙜𝙚𝙨𝙥𝙧𝙤𝙘𝙝𝙚𝙣 𝙝𝙖𝙗𝙚𝙣. 𝙈𝙚𝙧𝙘𝙞 𝙖𝙣 𝙙𝙚𝙣 𝙎𝙥𝙞𝙩𝙖𝙡𝙙𝙞𝙧𝙚𝙠𝙩𝙤𝙧 - 𝙃𝙚𝙧𝙧𝙣 𝙋𝙧𝙤𝙛. 𝘿𝙧. 𝙁𝙖𝙧𝙨𝙝𝙖𝙙 -, 𝙙𝙚𝙧 𝙬𝙞𝙧𝙠𝙡𝙞𝙘𝙝 𝙬𝙞𝙚 𝙞𝙢 𝙄𝙣𝙩𝙚𝙧𝙣𝙚𝙩 𝙗𝙚𝙨𝙘𝙝𝙧𝙞𝙚𝙗𝙚𝙣 𝙚𝙞𝙣𝙚 𝘼𝙪𝙨𝙣𝙖𝙝𝙢𝙚𝙚𝙧𝙨𝙘𝙝𝙚𝙞𝙣𝙪𝙣𝙜 𝙞𝙨𝙩, 𝙙𝙖𝙨 𝙃𝙖𝙪𝙨 𝙯𝙪𝙨𝙖𝙢𝙢𝙚𝙣𝙝𝙖𝙚𝙡𝙩 𝙪𝙣𝙙 𝙗𝙚𝙞𝙙𝙚 𝘼𝙪𝙜𝙚𝙣 𝙙𝙖𝙧𝙖𝙪𝙛 𝙝𝙖𝙩, 𝙙𝙖𝙨𝙨 𝙙𝙞𝙚 𝙤𝙧𝙩𝙝𝙤𝙥𝙖𝙚𝙙𝙞𝙨𝙘𝙝𝙚 𝙎𝙥𝙞𝙩𝙯𝙚𝙣𝙢𝙚𝙙𝙞𝙯𝙞𝙣 𝙬𝙚𝙞𝙩𝙚𝙧 𝙫𝙤𝙧𝙖𝙣𝙜𝙚𝙗𝙧𝙖𝙘𝙝𝙩 𝙪𝙣𝙙 𝙨𝙚𝙡𝙗𝙨𝙩 𝙬𝙞𝙧 𝙐𝙝𝙪𝙨 𝙫𝙤𝙡𝙡 𝙞𝙣𝙩𝙚𝙜𝙧𝙞𝙚𝙧𝙩 𝙬𝙚𝙧𝙙𝙚𝙣.❅❅❅

Auf ein hoffentlich baldiges Wiedersehen, dann als Ärztin











SONSTIGES:

𝐛𝐢𝐭𝐭𝐞 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐝𝐞𝐧 𝐀𝐝𝐚𝐩𝐭𝐞𝐫 𝐟𝐮𝐞𝐫 𝐒𝐜𝐡𝐰𝐞𝐢𝐳𝐞𝐫 𝐒𝐭𝐞𝐜𝐤𝐝𝐨𝐬𝐞𝐧 𝐯𝐞𝐫𝐠𝐞𝐬𝐬𝐞𝐧 --> 𝐓𝐲𝐩 𝐉!

- Das 𝙋𝙚𝙧𝙨𝙤𝙣𝙖𝙡𝙝𝙖𝙪𝙨 hat 9 Etagen. Auf der 3., 4. und 5. Ebene wohnen die UAs, ein paar der Assis leben weiter oben. Die Dachterrasse ist per Schlüssel immer zugänglich und bietet einen 360° Rundgang und Ausblick. Die Zimmer für uns Uhus (1-Zimmer) sind okay, man hat sein eigenes Bad mit Dusche, WC, Waschbecken und Kosmetikschrank; im Zimmer selber gibt es Stauraum, die Küche ist für im Vgl zu anderen 1-Zimmer-Wohnungen gross, mit zwei Herdplatten und Kühlschrank inkl. Gefrierfach sowie viel Stauraum. Auf Etage 4 habe ich pro Monat 710 Stutz gezahlt, pro Nacht für das Zustellbett 35 chf. Das ist doch eher ein teurer Preis, der vom Monatslohn abgezogen wird. Am USZ ist es nicht besser, dort wird zwischen 800 und 900 Stutz verlangt und all' diese hohen Preise nur, "weil Zürich". (zum Vgl: in anderen Kantonen zahlt man als Uhu eher zw. 200 und 400, bei gleichem oder höherem Lohn oder kriegt die Wohnung gestellt. Ich denke aber, das ist Meckern auf sehr hohem Niveau, schliesslich sollte sich jeder Studi bisschen finanziell im Voraus auf seinen Schweizaufenthalt vorbereiten und nicht komplett blind sich in eins der teuersten Länder im europäischen Raum stürzen (bedenke Kosten für Anmeldung auf Wohngemeinde, Depotabzüge vom Lohn für Schlüssel etc, teures Einkaufen in der Schweiz. )Man kann seine Wäschekarte, die am ersten Tag überreicht wird, an der Rezeption aufladen lassen und im Kellerraum für 5 CHF waschen + trocknen.

- Das 𝙈𝙚𝙣𝙨𝙖𝙚𝙨𝙨𝙚𝙣 kostet 7,50 CHF (vegetarisch), 8,50 CHF (Fleisch) und zwischen 12 und 16 CHF (Special). Wasser gibt es for free. Die Portionen ausser bei Special kann man sich je nach Hungerausmass selber auf sein Teller laden.

- 𝘼𝙣𝙗𝙞𝙣𝙙𝙪𝙣𝙜𝙚𝙣: Tram 11 und S-Bahn S16/18 fahren direkt vor dem Balgrist ab und man ist binnen 15 min in der Zürcher Innenstadt. Es gibt 1h-Billets für 4,40 chf für Zone 110 und 24h Billets für 8,80 Zone 110, der Monatspass kostet um die 60chf. Mit dem sog. Halbtax-Ticket für einmalig 120 Stutz (bis 25. Lebensjahr) pro Jahr kriegt man fast alle Ticketpreise zum halben Preis. Das lohnt sich, wenn man einen längeren Aufenthalt in der Schweiz plant und in der Stadt, aber vor allem im Land rumkommen möchte.

- 𝙎𝙬𝙞𝙨𝙨 𝙏𝙧𝙖𝙫𝙚𝙡 𝙋𝙖𝙨𝙨: Ich selber hatte mir für ein Wochenende mit freiem Freitag den 3 Tages Swiss Travel Pass für 164 CHF gekauft (--> https://www.sbb.ch/de/freizeit-ferien/inspiration/internationale-gaeste/swiss-travel-pass.html )

- Pflegt regelmässige 𝙐𝙝𝙪- 𝘼𝙪𝙨𝙜𝙖𝙚𝙣𝙜𝙚 oder eigene𝘼𝙥é𝙧𝙤𝙨: schaut, dass ihr WhatsAppgruppen habt und unternehmt regelmässig (2-3x die Woche) was! Zürich lädt ein zum entdeckt werden und es muss nicht immer teuer essen gehen sein. Selbst, wenn es "nur" die Dachterrasse des Personalhauses ist als Treffpunkt oder eine Velotour am Zürichsee<3. Zu meiner Zeit war die Uhukonstellation nicht gerade die Beste und einige doch eher single unterwegs und bei der Dynamik mit Ein- und Austritten im Monatstakt kann das gegenseitige nähere Kennenlernen manchmal schwierig sein, aber geht aufeinander zu!

- 𝙀𝙞𝙣𝙠𝙖𝙪𝙛𝙚𝙣: In der Schweiz gehen die einen eher bei Coop, die anderen eher bei Migros einkaufen. In der Bahnhofstrasse findet man eher Coop, in Stadelhofen gibt es Aldi Suisse. Ich selber war mehr als gerne im Migros am Kreuzplatz. Dass man generell in der Schweiz tiefer ins Portemonnaie greifen muss beim Einkaufen als hier in Dt., weiss jeder oder man hat schon mal davon gehört. Zürich bleibt da nicht ausgenommen. Im Vgl zu meinen Frankfurter Einkäufen habe ich doch eher 20-30% mehr bezahlt. Der Aldi bietet jedoch viele Lebensmittel für gleiche oder sogar günstigere Preise als in Dt. (der dt. Inflation sei Dank).

- 𝙎𝙠𝙞𝙛𝙖𝙝𝙧𝙚𝙣: oui, das ist im Winter möglich, take a look at Google Maps, wer mit Auto da ist, hat es dabei entspannter. Wenn Zürich selbst zugeschneit ist (kommt nicht oft vor), kann man angeblich vom Zollikerberg aus auch auf Schlitten oder Skiern zur Arbeit oder bis in die Stadt runter.., Einen Schneesturm gab es war während meines Aufenthalts nicht..ich kann deshalb dahingehend leider keine Erfahrungsberichte teilen;-) )

- Ausserdem war ich zur schönen Adventszeit da! Der Zürcher Weihnachtsmarkt ist zu empfehlen! Zudem schadet es nicht in die Oper zu gehen, eine sehr nette UA Kollegin hatte mir den Tipp gegeben an Programmtagen ab 16/17 Uhr an der Kasse nach Rest-/Studikarten für 20 Stutz (=CHF;-) ) zu fragen (spart man mal bis zu 200 franken dann). Die Innenstadt und die süssen Gassen (Augustinergasse<3) waren toll beleuchtet! Im Sommer kann man überall um den Zürich See herum baden. Kaffeepreise in der Stadt liegen zw. 5 und 7 Stutz, ein Essen beim Italiener oder Thailänder ohne Vor- und Nachspeise kostet mindestens 20/25 chf aufwärts (die günstigsten Gerichte der Karte).



Unterricht
Kein Unterricht
Inhalte
Fallbesprechung
Patientenvorstellung
Bildgebung
Tätigkeiten
Botengänge (Nichtärztl.)
Mitoperieren
Röntgenbesprechung
Gipsanlage
Poliklinik
Briefe schreiben
Patienten untersuchen
Untersuchungen anmelden
Chirurgische Wundversorgung
Dienstbeginn
Vor 7:00 Uhr
Dienstende
17:00 bis 18:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Essen frei / billiger
Mittagessen regelmässig möglich
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Unterkunft gestellt
Kleidung gestellt
Gehalt in EUR
1200
Gebühren in EUR
800

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1