PJ-Tertial Urologie in Vivantes Klinikum Auguste-Viktoria (6/2022 bis 10/2022)

Station(en)
Endourologie, Station, OP, Rettungsstelle
Einsatzbereiche
Diagnostik, OP, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Station, Notaufnahme
Heimatuni
Muenster
Kommentar
Das Uro-Tertial im Vivantes AVK hat mir ziemlich gut gefallen!

1) Was gibt es zu sehen/lernen/machen:
Endourologie: Hier ist einer der Assistenzärzte zuständig und es werden Cystoskopien, MJ-/DJ-Anlagen und NFK-Anlagen durchgeführt. Da kann man viel bei zuschauen und nach kurzer Zeit die einfacheren Eingriffe selber unter Supervision durchführen. Wenn es hier zu einseitig wurde konnte man jederzeit in die Rettungsstelle gehen.

Rettungsstelle: Hier kommen täglich die urologischen Notfall-Klassiker: Harnverhalt, Nierenkolik, Makrohämaturie, etc.... Man kann komplett eigentständig die Patienten aufnehmen, untersuchen, schallen und schonmal Zugang legen/Labor anfordern. Das kann man dann mit dem dort zuständigen Assistenzarzt besprechen. Hier hat es mir am meisten Spaß gemacht, da man die Patienten von Anfang an sieht, sehr gut Anamnese und Untersuchung üben kann und ins differentialdiagnostische Denken kommt. Leider ist es in diesem Haus so, dass auch die Katheterwechsel (Patienten mit verstopften DKs aus den umliegenden Heimen) von den Uro-Assistenten gemacht werden. Das kommt täglich oft vor und ist irgendwann etwas lästig, aber das Katheter-Legen kann man so 1A trainieren.

Station: Es gibt die Hauptstation, sowie eine Privatstation und die gynäkologische Station, wo einige urogynäkologische Patientinnen liegen. Auf Station macht man die Visite mit, kann Verlaus-Sonos durchführen und den Assistenten bei den Arztbriefen und GeriAnträgen helfen. Immer wieder kommen BEs oder Vigos, die man dann zwischendurch übermimmt.

OP: Häufig stehen größere OPs an (Cystektomie, Nephrektomien, Prostatektomie), bei denen man als erste Assistenz dabei sein kann, wenn man möchte. Hier wird extrem viel erklärt und es war meist sehr angenehme Stimmung im OP. Bei den kleineren OPs ist meist keine Assitenz eingeplant, aber wenn man nachfragt darf man auf jeden Fall steril mitmachen. Gut zum anschauen eignen sich im OP die URS, TUR-B und HoLEP.
Jeden zweiten Monat ist der DaVinci-Roboter da. Auch hier konnten wir zeitweise die instrumentierende Assitenz machen. War ne coole Herausforderung und beeindruckend.

Dienste kann man natürlich auch mitmachen (12:00 Beginn, und gehen kann man dann gegen Abend irgendwann, je nachdem wieviel los ist) und das würde ich auch empfehlen :) hat spaß gemacht.

2) Wie ist der Tagesablauf?
Wir waren dort zwei PJler*innen und wurden zunächst in einer Art Rotationsplan aufgeteilt: Eine/r war routinemäßig in der Endourologie+Rettungsstelle, der/die andere Station+OP.
Beginn ist morgens um 7:00 auf Station, wo man zusammen mit den Assistent*innen die Blutentnahmen macht. Als Team ist man dann meistens bis 7:30, also pünktlich zur Frühbesprechung fertig. Hier erfolgt die Nachtdienst-Übergabe und die Vorstellung der Patienten für den nächsten OP-Tag. Danach geht jeder dann in seinen Bereich.
Mittagessen konnte man immer gehen, das war sehr entspannt. Man konnte allgemein immer dahin rotieren, wo man gerade Lust zu hatte, oder wo es etwas spannendes gab. Die Nachmittagsbesprechung war gegen 15:00/15:30. Wenn man dort nicht erschien, hat einem das auch keiner übel genommen. Ich war z.B. eher selten da.

3) Wie war das Team?
Super nett. Da lange keine PJler*innen mehr in dem Haus waren, haben sich alle sehr über unsere Unterstützung gefreut, waren höchst motiviert, einem was zu zeigen und würden sich sicherlich über weitere PJler*innen in der Zukunft freuen.

4) Fazit:
Breites Spektrum an urologischer Diagnostik/Therapie. Hier kann man alles lernen und sehen, was relevant ist. Das Team ist nett, engagiert, motiviert aber auch absolut entspannt und schickt euch auch mal früher heim. Mit der Pflege kam ich auch super aus. Kann es hier nur empfehlen!!

PJ- Unterricht gibts auch fast täglich (aber meistens erst um 15:30-16:30). Das Essen ist so lala, aber bis 4,10€ (und keinen Cent mehr) umsonst.


Bewerbung
PJ-Portal
Unterricht
4x / Woche
Inhalte
Bildgebung
Sonst. Fortbildung
Fallbesprechung
Patientenvorstellung
Tätigkeiten
Patienten untersuchen
Braunülen legen
Röntgenbesprechung
Briefe schreiben
Patienten aufnehmen
Chirurgische Wundversorgung
Notaufnahme
Poliklinik
Rehas anmelden
Mitoperieren
Blut abnehmen
Eigene Patienten betreuen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Essen frei / billiger
Mittagessen regelmässig möglich
Kleidung gestellt
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Gehalt in EUR
375

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
2
Unterricht
2
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
2
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.33