PJ-Tertial Radiologie in Marienkrankenhaus (7/2022 bis 9/2022)

Station(en)
Diagnostik RÖ/CT/MRT, CT-gesteuerte Interventionen, Angiographie
Einsatzbereiche
Diagnostik, OP, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde
Heimatuni
Wien
Kommentar
Ich war im Sommer 2 Monate in Hamburg an der Radiologischen Abteilung im Marienkrankenhaus und kann diess Abteilung von ganzem Herzen jeder/jedem empfehlen, die/der sich für die Radiologie interessiert! Es gibt viele extrem junge Assistenzärzt:innen, die alle ausnahmlos extrem lieb und kompetent sind und teilweise selbst gerade erst aus dem PJ kommen und sich mega viel Zeit für einen nehmen und mit einem die Befundung durchgehen. Grundsätzlich kann man sich hier fast komplett selbst aussuchen, wo man seine Zeit verbringen möchte, sei es hinter dem Bildschirm oder im OP.

Morgenbesprechung:
Jeden Morgen um 8 Uhr gibt es eine gemeinsame Morgenbesprechung wo nach dem Dienstplan auch immer ein interessanter Fall von Assistenzärzt:innen und manchmal auch von uns Student:innen befundet werden musste. Dabei geht es aber überhaupt nicht darum jemanden bloßzustellen sondern eher gemeinsam anhand von spannenden Fällen etwas zu lernen. Meistens auch sehr sehr lehrreich! Am Donnerstag findet dann statt der Fallbesprechung immer eine kleine Fortbildung inklusive der MT(R)As statt.

PJ-Unterricht:
Es findet mehrere Male in der Woche PJ-Unterricht statt z.B. Innere und Chirugie und jeden Donnerstag um 12:30 der radiologische PJ-Unterricht. Dieser findet auf jeden Fall am regelmäßigsten statt und wird soweit möglich von Prof. Habermann selbst gehalten und ist dann immer ein absolutes Highlight! Der Chef ist ein wahnsinnig unterhaltsamer Lehrer und hat ein Talent dafür die wesentlichen Sachen so rüberzubringen, dass die auch hängen bleiben. Das ganze läuft dann sehr interaktiv ab und war mit Abstand immer der bestbesuchte PJ-Unterricht.

Befundung:
Man wird hier grundsätzlich zu gar nichts gezwungen, darf aber alles machen! Wer es sich zutraut darf hier alles befunden und das ganze dann - je nach Zeit - im Nachhinein mit den Oberärzt:innen nachbesprechen. Hier kann man wirklich Erfahrung sammeln wenn man motiviert ist!

OP:
In der interventionelle Angiographie ist man im Durchschnitt einen Tag pro Woche fix eingeplant. An diesen Tag ist man dann aber nicht nur 1. Assistenz sondern übernimmt auch die Aufgaben, die in anderen Fachgebieten/Häusern MT(R)As/OTAs übernehmen, das heißt man ist alleine für den Tisch zuständig. Das ganze ist am Anfang vielleicht ein wenig einschüchternd, macht aber wahnsinnig viel Spaß, da man hier wirklich das Gefühl hat gebraucht zu werden und auf keinen Fall nur Haken (dies hier sowieso nicht gibt) hält. Die MT(R)A helfen einem immer auch von außen, wenn sie merken, dass man gerade überfordert ist und man kann sich an den anderen Tagen auch jederzeit bei den Assistenzärzt:innen dazuwaschen um Erfahrung am Tisch zu sammeln! Je nach Operateur:in ist das auch immer extrem lehrreich und immer doch ein wenig unterschiedlich! Die Stimmung ist meistens sehr gut, beim Chef kann man mit Sicherheit am meisten mitnehmen, dafür kanns auch mal vorübergehend sehr hektisch und ein wenig unentspannt werden, wobei jede Kritik in der Hitze des Gefechts im Nachhinein dann doch immer vergeben und vergessen scheint und man jedes Mal ein Dankeschön für seine Hilfe bekommmt. Die interventionelle Angiographie ist ein extrem spannendes und elegantes OP-Gebiet und jede/r die/der hier ein wenig interessiert ist wird hier voll auf ihre/seine Kosten kommen! Für mich auf jeden Fall das Highlight dieses PJs!

MT(R)As:
Es gibt hier keine Pflege, sondern die MTAs, die teilweise recht dünn besetzt sind und deswegen oft auch mal gestresst sind. Hier gilt das Prinzip "wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus". Grundsätzlich sind aber alle sehr nett, vor allem wenn sie einen dann besser kennen (ich hatte das Glück beim KH-internen Fußballturnier mitspielen zu dürfen, wo es dann extrem lustig war), und helfen einem im OP und es ist auch wirklich empfehlenswert sich mal eine ganzen Tag zum CT/MRT zu setzen um mehr über die technischen Aspekte und die Entstehung der Bilder zu lernen!

Es gibt jeden Tag auch einen sogenannten Fahrer, der/die die Aufklärungen für CTs und MRTs mit KM macht und die Braunülen dafür legt/kontrolliert! Hier kann man sich auf jeden Fall sehr beliebt machen, wenn man ab und an ein wenig aushilft.

Einziger Minuspunkt: Es gibt hier keine Möglichkeit am Ultraschall Erfahrung zu sammeln, da die Standarduntersuchungen wie Sono Abdomen hier z.B. von den Internisten selbst übernommen werden.

Es ist hier auch jeder/jedem bewusst, das man als PJler nichts bezahlt bekommt und man wird dementsprechend wirklich zu nichts gezwungen und es wird auch immer dafür geachtet, dass man früh nach Hause gehen darf! Insgesamt eine wirklich tolle Erfahrung! Im Nachhinein hätte ich auch gern 4 Monate gemacht!
Bewerbung
Über das Platzvergabesystem des UKE (Achtung: Fristen beachten)
Unterricht
3 x / Woche
Inhalte
Bildgebung
Sonst. Fortbildung
Fallbesprechung
Tätigkeiten
Briefe schreiben
Röntgenbesprechung
Punktionen
Braunülen legen
Mitoperieren
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
Vor 15:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Essen frei / billiger
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1