PJ-Tertial Augenheilkunde in Klinikum Chemnitz (6/2022 bis 10/2022)

Station(en)
Augenheilkunde
Einsatzbereiche
OP, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Station, Diagnostik
Heimatuni
Dresden
Kommentar
Insgesamt ein sehr gutes und lehrreiches Tertial, ich habe viele Aspekte der Augenheilkunde kennengelernt und würde es für jemanden, der an Augenheilkunde interessiert ist, weiterempfehlen.

Organisation
... läuft reibungslos. Einige Wochen vor Beginn des PJs kam eine Mail mit allen benötigten Infos. Der 1. PJ-Tag war zur Erledigung aller organisatorischen Sachen (Treffen mit PJ-Koordinatorin, Schlüssel & Wäsche holen, Hygieneschulung, IT-Schulung) reserviert. Am 2. Tag ging das eigentliche PJ in der Klinik los. Bei Fragen war die PJ-Koordinatorin immer per Mail erreichbar. Am Ende gab es ein Abschlussgespräch, in dem die Daten der PJ-Bescheinigung überprüft und generell vonseiten der Klinik Feedback zum PJ eingeholt wurde.

Arbeit
Zeitnah zu Beginn fand ein Einführungsgespräch mit der leitenden Oberärztin statt, die mit mir den Rotationsplan und das PJ-Logbuch kurz durchgesprochen hat. Generell waren 3 Wochen Station, 2 Wochen Diagnostik, 2 Wochen Ambulanz, 2 Wochen Sehschule und 3 Wochen OP geplant; in der letzten Woche durfte ich mir aussuchen, wo ich hinwollte.

• Station: Vormittags aktive Teilnahme an der Visite (Untersuchung an der Spaltlampe, appl. Druckmessung, mitschreiben), auf Nachfrage wurde viel und gern erklärt. Nach dem Mittag kamen 2-3 Pat. zur poststationären Kontrolle, bei denen man Visus gemacht, Tensio gemessen und den Befund kontrolliert hat, ab und an eine Fadenentfernung. Am Nachmittag habe ich mir die Patienten selbst weitgetropft und habe fundoskopieren geübt und mir Befunde nochmal in Ruhe angeschaut. Weitere Aufgaben: Entlassbriefe diktieren, Aufklärungen für FAGs, Flexülen legen, Injektion von Dexa parabulbär.
• Diagnostik: Es gab ein Diagnostikzimmer mit OCT-Gerät und Funduskamera, in der hauptsächlich ein Optiker die Untersuchungen für die Sprechstunden macht. Hier erlernt man schnell selbstständig Makula- und Papillen-OCTs, FAGs, Fundusfotos und Gesichtsfelduntersuchungen zu machen. Ab und an sind spannende Befunde dabei, leider ist oft keine Zeit, um noch nebenbei in die Sprechstunde zu gehen und sich die Pat. mit anzuschauen, insbesondere wenn man allein in der Diagnostik ist. An einigen Tagen habe ich aufgrund von Personalmangel oder Krankheitsausfall die Diagnostik komplett alleine übernommen, auch wenn ich eigentlich woanders eingeteilt war.
• Ambulanz: Hier hat man gemeinsam mit den Assistenzärzten Pat. gemeinsam zu den Sprechstunden angeschaut. Es gibt unterschiedliche Sprechstunden, z.B. Glaukom, Hornhaut, Netzhaut.
• Sehschule: War ich leider nur kurz, hauptsächlich Schielkinder. Ziemlich spannend mit anzuschauen.
• OP: Breites Spektrum anzuschauen, von ppVs über Lid-Operationen bis hin zu Keratoplastiken, Enukleationen und Schieloperationen. Bei Lid-OPs habe ich immer wieder mal assistiert, wenn kein Assistenzarzt mit auf dem Plan stand. Bei den ppVs durfte ich dellen, ansonsten bei einigen OPs mal tupfen und Fäden schneiden. Einmal durfte ich Bindehautnähte entfernen und Amnionreste abschneiden. Generell war man im OP gern gesehen, durfte sich immer mit einwaschen und ans Mikroskop setzen und die Operateure haben gern auch ausführlich erklärt.

Team
Unglaublich nettes Team; alle sind motiviert, einem etwas beizubringen. Fragen werden gern beantwortet. Ich habe mich sehr gut ins Team integriert gefühlt. Demnächst gibt es einige Änderungen im Personal, es bleibt abzuwarten, ob dies etwas am PJ ändert.

PJ – Rahmenbedingungen
Sind am Klinikum Chemnitz sehr gut. Eine Personalunterkunft (2 Min. vom Klinikum entfernt) wird kostenlos gestellt oder Fahrtkosten erstattet. Im Personalwohnheim gibt es leider kein WLAN (nur auf den Gängen Klinikums-WLAN und in den oberen Stockwerken Eduroam), ansonsten sind die Zimmer einfach (möbliert) und ausreichend (eigenes Bad, eigene kleine Küche, Balkon). Pro Tag hat man 12 € Essensbudget zur Verfügung, das reicht für ein ausgiebiges Mittagessen in der Cafeteria + Abendessen zum Mitnehmen. Zudem 10 frei wählbare Studientage (die nicht auf der PJ Bescheinigung erscheinen) und 373 € Bruttogehalt. Außerdem gibt es auch die Möglichkeit, für eine Woche in PJ-fachfremden Fachgebieten in der Klinik zu hospitieren.

PJ - Fortbildungen
... fanden normalerweise jeden Donnerstag statt und waren klinikübergreifend für alle Pjler. Man konnte sich dafür anmelden, waren also nicht obligatorisch. Wenn man an einer Fortbildung zu einem bestimmten Thema Interesse hatte, konnte man der PJ-Koordinatorin schreiben und sie hat versucht explizit eine Fortbildung zu dem Thema zu organisieren. Bsp.: Lungenfunktion, Abdomensonografie, Nahtkurs, Notfälle bei Neugeborenen, Notfälle im Kindesalter etc.
Einmal im Tertial gibt es einen Weiterbildungstag im SkillsLab. In der Augenklinik gab es an Fortbildungen bei der Morgenbesprechung einmal wöchentlich einen Vortrag, eine Fallvorstellung und ein internes Tumorboard.
Bewerbung
über PJ-Portal
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Sonst. Fortbildung
Bildgebung
Nahtkurs
EKG
Tätigkeiten
Briefe schreiben
Patienten aufnehmen
Untersuchungen anmelden
Punktionen
Patienten untersuchen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Frei verfügbar
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Essen frei / billiger
Mittagessen regelmässig möglich
Unterkunft gestellt
Gehalt in EUR
373 € Brutto
Gebühren in EUR
keine

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
2
Klinik insgesamt
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.07