PJ-Tertial Radiologie in Spital Grabs (12/2008 bis 3/2009)

Station(en)
Konventionelles Röntgen, CT, MRT, Mamma-Diagnostik
Einsatzbereiche
Diagnostik
Heimatuni
Halle
Kommentar
In der Abteilung der Diagnostischen Radiologie im Kantonalen Spital Grabs erwartet Euch ein herzliches, aufgewecktes und hilfsbereites Team an Radiologen und MTRAs, die ein spannendes und erfolgreiches PJ-Tertial ermöglichen.

Die Abteilung ist zwar klein, aber bestens ausgestattet (siehe Vorkitiker von 2008) und der Durchlauf an Patienten kann sich sehen lassen. Neben den konventionellen Röntgenaufnahmen (vor allem Knochen, Abdomen und Thoraces) steht die Schnittbilddiagnostik (MRI und CT) im Vordergrund. Sogar einige ziemlich seltene Sachen bekommt man schon mal zu Gesicht.
Auch Interventionen kommen nicht zu kurz – regelmäßig kommt ein „Gast-Angiograph“ für PTAs (inklusive Ballondilatationen und Stents) zu Besuch, der aktive Hilfe direkt am Tisch gern annimmt und mit ausführlichen Erklärungen belohnt. Des Weiteren werden zahlreiche CT-gestützte Punktionen und Infiltrationen durchgeführt, bei denen man assistieren kann.
Die Mamma-Diagnostik kommt ebenfalls nicht zu kurz. Ein Screening-orientiertes Diagnostikzentrum befindet sich im Aufbau und nähert sich der Fertigstellung. Ein modernes Ultraschallgerät und eine volldigitale Mammographieanlage stehen zur Verfügung. Hier werden routinemäßig zahlreiche Mammographien angefertigt, sowie Mammapunktionen und Feinnadelbiobsien durchgeführt und in der gynäkologisch-onkologischen Videokonferenz mit dem Kantonsspital werden Fälle diskutiert. Auch hier bekommt man eine erstklassige Betreuung mit Erklärungen und praktischen Übungen zum Beispiel zum Punktieren.

Für gewöhnlich beginnt der Tag um 8 Uhr. Um 8.30 Uhr findet der Medizinrapport statt. Jeden Tag gibt es eine kleine, aber feine Weiterbildung, in der einer der Radiologen einen interessanten Fall vorstellt oder praxisrelevante Tipps noch einmal vertieft. Toll ist, dass hierbei auch die Studenten nie vergessen wurden und die Themen auch im Hinblick auf das anstehende Examen ausgewählt wurden. Der chirurgische Rapport ist für 16 Uhr angesetzt. Danach ist in der Regel Feierabend. Dienste müssen in der Radiologie von Unterassistenten in Grabs nicht abgeleistet werden.

Toll war, dass der Chefarzt sich sehr viel Zeit für ein Einführungsgespräch mit uns nahm. Schon am ersten Tag war klar: Aus früheren Fehlern wurde hier gelernt! Beide „Parteien“ konnten ihre Erwartungen zum Ausdruck bringen und auch überhöhte Ziele konnten so realistischer gestaltet werden, so dass Missverständnisse und Frust keine Chance bekommen sollten. Perfekt befunden lernt man nicht in vier Monaten, aber das Rüstzeug dazu kann man hier wunderbar erwerben. Erwähnenswert ist deshalb das Lehrkonzept des Chefs, welches sich sehr stark an der Klinik orientiert. Man sollte versuchen, sich darauf einzulassen und die Betrachtung von Röntgenbildern nach seinem interessanten Schema zu versuchen. Es lohnt sich!
Besonders hervorzuheben sind auch die regelmäßigen Teaching-Runden, für die sich der Leitende Oberarzt sehr viel Zeit nimmt. Hier lernt man viel prüfungsrelevantes, aber auch einige Sachen fürs Leben (Stichwort: „Natürlich gibt es da Voraufnahmen!“). Auch die anderen Fach- und Assistenzärzte nehmen sich viel Zeit. So kann man gemeinsam mit Ihnen Bilder und Fälle besprechen und erhält stets wertvolle Informationen.
In dieser Abteilung gilt das Motto: „Geben und Nehmen!“. Und da man viel lernen kann, wenn man will, ist es auch kein Problem mal die eine oder andere administrative Aufgabe zu erledigen (wie z.B. Informationen aus dem Internet zu beschaffen).

Als günstig hat es sich erwiesen im ersten Monat vormittags abwechselnd im CT und MRI zu helfen. Hier erfährt man, wie eine Aufnahme entsteht und mit welchen Mühen die Anfertigung verbunden sein kann. Und selbst auf den Auslöser zu drücken, ist schon etwas anderes!
Danach haben wir uns viele Bilder aus der Sammlung des Leitenden Oberaztes angesehen und mit ihm besprochen. Am Anfang ist es besonders wichtig ein Schema zu entwickeln, wie man ein Bild anschaut und darauf sollte man sich zuerst konzentrieren. In den letzten beiden Monaten schließlich durften wir auch selbst Befunde diktieren, die nach Rücksprache und Korrektur auch so rausgegangen sind. Ein tolles Gefühl, wenn man den Chirurgierapport (fast) allein „wegbefundet“ ;0) Zwischendurch erhält man dann immerwieder interessante Aufgaben von den verschiedenen Arbeitsplätzen à la: „Schau dir mal Pat. X an und wir besprechen ihn in einer viertel Stunde.“ Sehr spannend und lehrreich!

Vielleicht noch kurz ein paar Worte zum Wohnheim. Die Zimmer sind nicht riesig aber neu möbliert und sauber. Es gibt Etagenduschen und WCs, die neu und sehr sauber sind. WICHTIG: Es gibt WLAN-Hotspots im Wohnheim für kostenloses Internet – Also WLAN-Karte nicht vergessen! Das Essen im Spital ist lecker und macht süchtig. Also Vorsicht! :0) Ach und habe ich die traumhaft schöne Bergkulisse dort im Rheintal bereits erwähnt!? Wer Mountainbike fährt – MITNEHMEN!

FAZIT:
Für mich ein rundum optimales PJ-Tertial. Alles tiptop!!! Ich kann Grabs uneingeschränkt weiterempfehlen. Mit ein bisschen Engagement und viel Interesse kann man sehr viel über die Radiologie sowie viele nette Leute kennen lernen und das Land hautnah erleben…Also, ab nach Grabs in die Radiologie! :0)
Bewerbung
Bewerbung ca. ein ahlbes Jahr früher, per Email an das Sekretariat.
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Bildgebung
Fallbesprechung
Sonst. Fortbildung
Tätigkeiten
Braunülen legen
Blut abnehmen
Patienten untersuchen
Punktionen
Botengänge (Nichtärztl.)
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Essen frei / billiger
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich
Unterkunft gestellt
Gehalt in EUR
700

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
2
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.27