PJ-Tertial Allgemeinchirurgie in Robert-Koch-Klinik, Klinikum St. Georg (11/2021 bis 3/2022)

Station(en)
Gefäßchirurgie, Kinderchirurgie
Einsatzbereiche
Station, OP
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Im Georg darf man recht frei entscheiden, wo man hinrotiert. Es sind 2 Blöcke à 8 Wochen vorgesehen.
Außerdem hat man ein mal im Monat 2 Seminartage "2days4you", die waren als ich da war wegen Corona noch online.
4 Studientage hat man zur freien verfügung.

Gefäßchirurgie
Pros:
- Man darf wirklich früh gehen. Habe nur ein einziges mal bis 15 Uhr dableiben müssen, sonst eher bis 12
- Wenn man motiviert ist, darf man auch mitoperieren (Hautnähte ect.)
- Man lernt die Basics der Wundversorgung
- Man macht die Aufnahmen selber
- Es sind nur wenig Blutentnahmen
- Man muss keine Arztbriefe schreiben
- Insgesamt chillig

Contra:
- Die ganze Abteilung scheint einfach demotiviert. Es gab ein Strukturwechsel, mit dem alle nicht so zufrieden sind, und das strahlen die auch aus.
- Es findet wenig Lehre statt.
- Da die Patient*innen immer zum 100sten mal da sind, sind die Aufnahmen mäßig spannend. Man schreibt auch nur alles auf den Aufnahmebogen auf und muss nichts übergeben, so dass sich der Lernerfolg in Grenzen hält.
- Die OPs sind gefühlt immer gleich. Wegen Corona wird dazu noch wenig operiert.
- Es ist ingesamt super wenig zu tun.

Also eine gute Wahl, wenn man ein entspanntes Tertial haben will. Ich fand allerdings, dass die Zeit gar nicht vergangen ist, und ich außer ABI messen nichts mitgenommen habe.

Kinderchirurgie:
Pros:
- Viele Aufnahmen, die man alle selber machen darf (/soll)
- Sehr viele Untersuchungen
- Spannende Fälle
- Die Frühbesprechung morgens ist ganz interessant, alle radiologischen Befunde des Vortags werden besprochen und gezeigt
- Man lernt wirklich gut: körperliche Untersuchung inkl. Orthoskopie, Blutabnehmen und Vigos legen bei Kindern

Contra:
- Es wird recht viel von einem erwartet, auch Sachen, die einem nie jemand gezeigt hat.
- Stimmung auf der Station ist echt nur so geht so. Die Kinderchirurgische Station wird von Pädiater*innen betreut, so dass die eigentlich wie Sekretär*innen zuarbeiten. Ganz komisch alles. Die Pflegekräfte sind sehr skeptische PJlern gegenüber. Der Chef ist ein sexistisches Arschloch. Der eine Oberarzt auch.
- Es werden wirklich schlimme Sprüche gebracht ("Frauen gehören nicht in OP, weil sie nicht von klein auf gelernt haben, mit links zu bohren.", "Jetzt lassen Sie die Studentin in Ruhe, sie ruft gleich noch die Frauenbeauftragte." etc.)
- Früher Gehen ist eigentlich nie möglich, auch wenn nichts mehr zu tun ist
- Es wird eigentlich von einem erwartet, dass man länger bleibt (sonst sei man selber Schuld, wenn man nichts lernt)
Unterricht
Kein Unterricht
Tätigkeiten
Untersuchungen anmelden
Briefe schreiben
Blut abnehmen
Braunülen legen
Patienten untersuchen
Patienten aufnehmen
Röntgenbesprechung
Botengänge (Nichtärztl.)
Gipsanlage
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Essen frei / billiger
Mittagessen regelmässig möglich
Kleidung gestellt
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Gehalt in EUR
200

Noten

Team/Station
3
Kontakt zur Pflege
3
Ansehen des PJlers
3
Klinik insgesamt
3
Unterricht
6
Betreuung
3
Freizeit
2
Station / Einrichtung
3
Gesamtnote
3

Durchschnitt 3.13