PJ-Tertial Allgemeinchirurgie in Kantonsspital St. Gallen (3/2022 bis 5/2022)

Station(en)
Station 9
Einsatzbereiche
OP, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Diagnostik, Station
Heimatuni
Berlin
Kommentar
Pro:
- viel im OP, am Tisch stehen, namentliche Einteilung für OPs (v.a. Haken halten, gelegentlich zunähen. für mich als nicht besonders Chirurgie-Begeisterte war das gut so. Kommiliton*innen, die Chirurgie machen wollen, fanden es zu langweilig)
- im OP wird viel erklärt, nette Stimmung eigentlich überall
- entspanntes Arbeitsklima, viele Kaffeepausen möglich, wenn nicht im OP eingeteilt
- Bezahlung (reduziert sich aber deutlich bei Kosten für Mittagessen um 10 CHF und doppelt so teuren Lebensmitteln), auch Pickett wird zusätzlich vergütet (2-6 CHF/ h)
- Unterkunft direkt auf dem Krankenhausgelände, sehr unkompliziert, sauber und mit anderen Unterassistent*innen
- eine Woche in der prä-OP Ambulanz nur Briefe vorbereiten , einerseits sehr entspannt, andererseits recht langweilig
- vielseitige OPs: Allgemein/ Viszeral, Endokrin, Gefäßchirurgie

Contra:
- man wird für Dienste (Pickett) auch an Wochenenden und nachts eingeteilt, bekommt die Zeiten dafür erst am ersten Tag (ca. 2 WE und 1 Woche Nacht pro Monat), nicht immer gibt es dafür Ausgleichsfrei, Einteilung für Dienste auch an Feiertagen, bei Krankheit müssen Dienste nachgearbeitet werden
- Wochenarbeitszeit für Ärzt*innen und UAs in der Schweiz standardmäßig 50h. Ich war auch mal 11h im Spital
- wenig einzelne (Ober-)ärzte gehen schlecht mit den Unterassistenten um
- quasi kein Patientenkontakt, keine selbst betreuten Patienten
- keine Möglichkeit in die Rettungsstelle zu gehen

Fazit: Mir hat das halbe Tertial gefallen, ich stand quasi jeden Tag im OP, dadurch ging die Zeit schnell herum und man hat vieles gesehen. Auch durch die Dienste konnte man OPs sehen, die man in Dtl. wahrscheinlich eher nicht sieht (Aortenruptur zB) und kennenlernen wie Dienste und Notfall-OPs ablaufen. Man ist durch Dienstplan und eigenes Telefon fest eingeplant, was einerseits angenehm ist, da man selten herumsitzt, andererseits auch stressig durch die vielen Dienste, man sollte vorher nicht zu viele Pläne machen, was man an Wochenenden unternehmen möchte. Trotzdem konnte man an seinen freien Tagen viel unternehmen, es gibt tolle Wanderrouten in der Gegend, man ist super schnell am Bodensee, in Österreich, in den Bergen.
Bewerbung
ca. 5 Monate (immer wieder rein schauen, Liste freier Plätze ist online)
Unterricht
2x / Woche
Inhalte
Repetitorien
Bildgebung
Nahtkurs
Fallbesprechung
Sonst. Fortbildung
Tätigkeiten
Briefe schreiben
Mitoperieren
Röntgenbesprechung
Chirurgische Wundversorgung
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Gehalt in EUR
ca. 1000 CHF

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
3
Klinik insgesamt
1
Unterricht
2
Betreuung
2
Freizeit
4
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
2

Durchschnitt 1.87