PJ-Tertial Allgemeinchirurgie in Krankenhaus Nord Wien (9/2021 bis 11/2021)

Station(en)
Allgemeinchirurgie
Einsatzbereiche
Station, OP, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde
Heimatuni
Wien
Kommentar
Insgesamt war ich leider sehr enttäuscht und es war eine meiner schlechteren Praktikumserfahrungen.
Der Tagesablauf sah so aus, dass man irgendwann gegen 8 Uhr gekommen ist. Man durfte als KPJ-Student nicht an der Morgenbesprechung teilnehmen, sodass man davor gewartet hat bis diese vorbei ist, um seine Anwesenheit mit einer Unterschrift zu bestätigen. Danach musste man sich mit den anderen KPJ-Studenten ausmachen, wohin man geht. Wir waren insgesamt 7 KPJ-Studenten, was einfach zu viel war. Es konnten 2 (max 3) auf die Station gehen. Nachdem die meiste Zeit nur 1 OP-Saal offen war, konnte auch hier nur einer zuschauen. Der Rest musste sich irgendwie auf Ambulanzen oder in die Endoskopie verteilen:

Station: Hier nahm man die Patienten auf, ging bei Visite mit, zog Drainagen und schrieb Briefe. Was besonders schade war, ist dass es bis auf wenige Ausnahmen keine Lehre gab. So wurde man die meiste Zeit bei der Visite ignoriert und es wurde nichts erklärt. Ich habe in den 8 Wochen kein einziges Mal Feedback zu den Briefen, die ich geschrieben habe, bekommen. Es gibt keine Einschulung und man wird auch nicht aktiv in die Behandlung der Patienten miteinbezogen.

OP: Hier steht man meistens nur daneben und es wird mal mehr und mal weniger erklärt. Ich war in den 8 Wochen insgesamt nur 5 mal aktiv im OP und durfte auch nur ein einziges Mal nähen. Das fand ich für ein chirurgisches Tertial sehr enttäuschend.

Ambulanzen: Hier ist man ausnahmslos nur Zuschauer. Da man aber hier viele unterschiedliche Krankheitsbilder sehen kann, fand ich es noch am interessantesten. Aber auch hier kann man bis auf Blutabnehmen nichts aktiv machen.

Positiv ist, dass man immer pünktlich gehen kann und bei Überstunden sich auch Zeitausgleich nehmen kann. Das war aber auch schon das einzig Positive. Insgesamt war ich sehr enttäuscht von diesem Praktikum und habe auch kaum etwas gelernt. Obwohl mich die Allgemeinchirurgie interessiert, war sehr schwer überhaupt irgendetwas zu lernen. Das kannte ich bisher so aus anderen Famulaturen/KPJs nicht. Es gibt kaum jemand, der sich um Lehre bemüht und man wird auch nicht miteingebunden. Es gab einen Mentor für alle 7 Studenten, bis auf die Unterschriften hat man aber eigentlich nichts mit ihm zu tun. Er kümmert sich auch nicht um Lehre und schien nicht sonderlich motiviert. Selbst nach mehreren Gesprächen hat sich nichts an der Situation geändert. Es sind auch keine Spinde und Umkleiden für KPJ-Studenten vorgesehen, sodass man sich selbst einen Platz zum Umziehen suchen muss und seine Sachen dann irgendwo unversperrt ablegen muss. Insgesamt kann ich leider keinem das KPJ hier empfehlen und hätte ich die Umstände vorher gewusst, hätte ich mich auf jeden Fall für ein anderes Krankenhaus entschieden.
Bewerbung
Ca 1 Jahr im Vorraus
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Nahtkurs
Sonst. Fortbildung
Tätigkeiten
Briefe schreiben
Braunülen legen
Mitoperieren
Patienten untersuchen
Patienten aufnehmen
Blut abnehmen
Untersuchungen anmelden
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
Vor 15:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Mittagessen regelmässig möglich
Essen frei / billiger
Kleidung gestellt
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Gehalt in EUR
650

Noten

Team/Station
4
Kontakt zur Pflege
4
Ansehen des PJlers
5
Klinik insgesamt
5
Unterricht
5
Betreuung
6
Freizeit
1
Station / Einrichtung
5
Gesamtnote
5

Durchschnitt 4.67