PJ-Tertial Innere in Krankenhaus Dueren (3/2021 bis 6/2021)

Station(en)
4, 7, 8
Einsatzbereiche
Notaufnahme, Station, Diagnostik
Heimatuni
Aachen
Kommentar
Im Krankenhaus Düren rotiert man in die Fachbereiche Kardiologie, Gastroenterologie und Hämatoonkologie für jeweils 5-6 Wochen.

Kardiologie:
Man kann auf Normalstation, Überwachuchungsstation und Intensiv eingeteilt werden. Meistens erstmal auf Normalstation und der Rest nach Absprache. Die Ärzte hier sind super nett. Morgens hat man meistens die Blutabnahmen gemacht. Als selbstverständlich wurde das aber nicht angesehen. Die Ärzte haben sich immer dafür bedankt. Im Anschluss ist man mit auf Visite gegangen. Man wurde auch extra dazu geholt, auch wenn die Blutabnahmen noch nicht fertig waren. Die hat man dann entweder später oder während Visite gemacht. Mittags gab es immer eine Besprechung, wo die Neuaufnahmen dem Chef vorgestellt wurden. Das durfte man dann auch mal übernehmen. Es kam auch täglich ein Oberarzt rum, um die Patienten zu besprechen. Die waren auch alle sehr nett und haben viel erklärt. Ansonsten schreibt man Arztbriefe, darf Sonos machen, Zugänge legen u.ä. In der Diagnostik war ich nicht.

Gastroenterologie:
Auch hier nette Ärzte, aber gestresster als anderswo. Lag vielleicht auch daran, dass sie zum Teil noch neu waren und es gerade keinen Chefarzt gab. Hier hab ich die meisten Blutabnahmen des Tertials machen müssen. Die Stationen haben alle eine A- und B-Seite. Ich war insgesamt alleine, also hab ich die Abnahmen auf meiner Seite gemacht. Je nach Bedarf aber auch welche auf der anderen Seite. Leider habe ich dadurch manchmal die Visiten verpasst oder nur zum Teil mitbekommen. Dafür durfte ich unter Anleitung Aszitespunktionen oder Pleurapunktionen machen. In der Diagnostik war man auch gerne gesehen und durfte sich jederzeit alles angucken. Ich hab mir Sonos, sonographiegesteuerte Leberpunktionen, EUS, Colos, ÖGDs und ERCPs angeguckt. Die Oberärzte haben einen auch dazu animiert, selber Patienten auf Station zu übernehmen. Mittags gab's auch hier eine Besprechung, in der man Patienten vorstellen durfte.

Hämatoonkologie:
Sehr nettes Team. Man macht viele Aufnahmeuntersuchungen, darf alleine Ports anstechen, Chemopläne erstellen, evtl. auch mal eine Knochenmarkspunktion durchführen, zumindest aber dabei zugucken. Auch die Pflege war sehr nett und hat einen gut integriert. Auf der Station gibt's einen Blutabnahmedienst, außer dienstags. Nach Visite kam immer ein Oberarzt vorbei, hat die Patienten besprochen und die Chemopläne kontrolliert bzw. unterschrieben. An manchen Tagen gab es auch noch eine Röntgendemo.

Notaufnahme:
Die Notaufnahme ist optional. Hierfür muss man sich frühzeitig bei der leitenden Ärztin melden und das zeitlich absprechen. Dort darf man dann die Patienten untersuchen, Anamnese machen und anschließend mit einem der Ärzte besprechen.

Insgesamt waren ärztlicherseits sowie pflegerischerseits alle sehr nett. Ich bin von keinem abfällig behandelt worden. Man war immer dankbar für die Blutabnahmen und Briefe, wurde aber auch immer gefragt, ob es ok sei dies zu machen. Ich bin in der Inneren ziemlich fit darin geworden, schwierige Blutabnahmen zu machen. Auch arterielle BGAs hab ich häufig geübt. In der Hänatoonko kann man vor allem super Untersuchungen üben, weil diese sehr umfangreich sind. Arztbriefe schreibt man auch zu genüge und wird fit.
Ich konnte jeden Mittag essen gehen. Meistens hab ich das mit den Assistenzärzten zusammen gemacht. Das Essen war kostenlos (ein Tagesmenü, keine Extras, kein Getränk). Fortbildungen waren anfangs wegen Corona sehr sporadisch, wurden aber gegen Ende des Tertials wieder mehr.
Dienstkleidung wurde komplett gestellt und man konnte sich je nach Bedarf frische Kleidung in der Wäscherei holen.
Die PJ-Beauftragte war auch sehr nett. Die Tertialbescheinigung haben wir alle am letzten Tertialtag bzw. bei Bedarf postalisch in der Folgewoche sogar in doppelter Ausführung bekommen. Das war völlig problemlos.
Das Krankenhaus als solches ist noch ein bisschen altmodisch. Nur die Privatstation ist ziemlich schick und modern. Dokumentiert und angeordnet wird noch auf Papier. Die Digitalisierung ist hier noch nicht sehr weit. Das hat mich manchmal ein bisschen genervt, weil man noch alte Akten raussuchen musste.

Alles in allem kann man in der Inneren durchaus ein gutes und angenehmes Tertial verbringen.
Bewerbung
Ãœber das PJ-Portal
Unterricht
Kein Unterricht
Inhalte
EKG
Tätigkeiten
Botengänge (Nichtärztl.)
Punktionen
Briefe schreiben
Patienten untersuchen
Braunülen legen
Rehas anmelden
Untersuchungen anmelden
Blut abnehmen
Patienten aufnehmen
Notaufnahme
Eigene Patienten betreuen
Röntgenbesprechung
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Essen frei / billiger
Mittagessen regelmässig möglich
Kleidung gestellt
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Gehalt in EUR
225

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
2
Unterricht
2
Betreuung
2
Freizeit
2
Station / Einrichtung
3
Gesamtnote
2

Durchschnitt 1.87