PJ-Tertial Orthopädie in Schulthess Klinik (4/2021 bis 8/2021)

Station(en)
Ortho
Einsatzbereiche
OP
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Das war ein Tertial ähnlich Klappe und Haken halten.

Keine Stationsarbeit (Klingt erstmal cool, aber wer was lernen will eher ungünstig)
Keine feste Einteilung zu einer Station oder einem Assistenzarzt (klingt erstmal cool, aber wenn man was lernen will eher ungünstig)

Der Ablauf bei Beginn des PJs ist sehr gut organisiert. Einem wird eine Schlüsselkarte mit Foto, sowie Kittel zu Verfügung gestellt. Man bekommt Spind Schlüssel für den OP Bereich und eine Einführung in den OP am ersten Tag. Zudem hat man sein eigenes Unterassistentenbüro, in dem alle Unterassistenten zusammen sitzen und jeder seinen Computer und Platz mit Schrank zu Verfügung hat. Nebenan ist noch ein grosses Büro in dem alle Assistenzärzte sitzen.

Soweit so gut. Problem ist nur, dass unsere Hauptaufgabe ist im OP Haken zu halten, zu Lagern, das PostOP Röntgen zu machen und mit Auszuleiten. Klingt zuerst gut, doch wird einem eher weniger erklärt. Man hat zwischen den OPs kaum bis keine Pause, bei einer Woche mit vielen OP Tagen von 7 bis mindestens 17 Uhr und länger ohne Essen und Trinken ist man da schnell an der körperlichen Grenze. Als "Ausgleich" stehen einem Stationstage zu Verfügung an denen man eigentlich nichts machen muss, anstatt überflüssige Arbeiten die sich eher wie eine Beschäftigungstherapie anfühlen. Damit also ein stetiger Wechsel zwischen Vollgas oder Chillen. Durch die Abgrenzung von den Assistenten kommt es kaum bis gar nicht zum fachlichen Austausch. Desto länger man da ist desto eher entwickelt sich dies, doch dauert dies mindestens 2 Monate, damit ist die Hälfte der Zeit eher verschenkt.
Hier wird immer gesagt, unserer Unterassistenten können sich hier selbst organisieren und eigenverantwortlich arbeiten und dass das ja ein grosser Vorteil wäre: Ja ist es sicherlich! Der nächste Teil ist dann meistens: Ihr könnt alles mitmachen, ihr müsst euch nur darum kümmern und die entsprechenden Assistenten und Oberärzte fragen. Ja sicherlich, aber wie wahrscheinlich die meisten, hat man nach einer Weile als PJler auch keine Energie mehr immer jemanden auf die Nerven zu gehen und BitteBitte bringen sie mir etwas bei zu sagen. Wer die Energie aber definitiv über hat ist hier an der richtigen Adresse da es hier alles gibt was das orthopädische Herz begehrt. Doch in den Sprechstunden steht man ehere daneben und schaut zu, da dies hier ein elektives Haus ist, da geht es um Zeit und Geld.

Stationsarbeit, visitieren, Prä Op und Post OP Kontrollen gehören alle zum Aufgabenbereich, wenn man mit dem Studium fertig ist. Davon gelernt habe ich hier eher nichts. Wer sich also auf eine Zeit für nach dem Studium als Assistenzarzt vorbereiten will sollte eher ein anderes Haus nehmen. Wer einfach nur im OP stehen will und sonst machen was er will, ob Freizeit oder anderes ist hier gut aufgehoben.

Das Wohnheim sollte nicht bezogen werden. Es ist dreckig und eine Sozialbauwohnung. Für so ein doch nobles Haus eher fragwürdig seine Unterassistenten dort unterzubringen. Vor Allem wenn andere Wohnheime zur Verfügung stehen, die aber anderen Freigehalten werden und es daher bei Anfrage heisst es gäbe kein anderes Wohnheim. Geteiltes Bad, dreckig, kein Internet, kein Parkplatz, komische Leute auf den Fluren. Zwar sehr sehr günstig für Züricher Verhältnisse, aber das sollte man sich sehr gut überlegen!!! (Züricher Wohnungspreise um 900 Franken im Monat für ein Zimmer, wenn man Glück hat).

Dies spiegelt mein Allgemeines Bild des Hauses wieder, hier gibt es aber defintiv Ausnahmen. Denn in zwei der Fachbereiche ist man hier sehr gut aufgehoben, was Erklärungen, Freundlichkeiten und Erklärungen mit Teaching angeht. Da man aber dafür verantwortlich ist das der OP Betrieb läuft und man meist mit mindestens 10 Unterassistenten arbeiten, wechseln die Bereiche viel und man kann sich nicht einfach einem Fachbereich zuteilen lassen, sodass das ehe die Minderheit der Zeit ist.
Bewerbung
1 Jahr
Unterricht
Kein Unterricht
Dienstbeginn
Vor 7:00 Uhr
Dienstende
17:00 bis 18:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Gehalt in EUR
circa 1200 Franken

Noten

Team/Station
3
Kontakt zur Pflege
5
Ansehen des PJlers
5
Klinik insgesamt
4
Unterricht
1
Betreuung
5
Freizeit
2
Station / Einrichtung
4
Gesamtnote
4

Durchschnitt 3.8