PJ-Tertial Chirurgie in Rems-Murr-Klinikum Winnenden (6/2021 bis 9/2021)

Station(en)
Allgemeinchirurgie, Unfallchirurgie, Gefäßchirurgie, Thoraxchirurgie
Einsatzbereiche
OP, Station, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Notaufnahme
Heimatuni
Tuebingen
Kommentar
Insgesamt hat mir das Tertial sehr gut gefallen, vor allem da ich an die Chirurgie nicht besonders hohe Erwartungen hatte.

Allgemein fühlt man sich im RMK als PJler sehr willkommen und geschätzt. Fast alle sind unfassbar nett, auch die Oberärzte in der Chirurgie, und von den Leistungen ist es ebenfalls sehr attraktiv. Man bekommt eine Wohnung bzw. ein WG-Zimmer gestellt (hierfür nach der Zusage an Frau Knöpfle wenden), Märkchen für Frühstück (Kaffee und belegtes Brötchen o.ä.) und Mittagessen (mit Nachtisch und Getränk) und 400€ pro Monat. Die Wohnheime sind super neu und pro WG wohnen maximal 3 Leute. Um Internet muss man sich jedoch selbst kümmern. Man hat auch Anrecht auf einen halben Studientag pro Woche, den man nur in der Chirurgie zu einem Tag alle zwei Wochen zusammenlegen darf. Fehlzeiten z.B. durch Krankheit werden übrigens relativ streng gesehen und immer vermerkt.
Leider ist Winnenden eine sehr kleine Stadt und hat dementsprechend auch nicht viel zu bieten. Da muss man schon nach Stuttgart fahren (15min zu Fuß zum Bahnhof, 25min mit der S-Bahn). Zu meiner Zeit sind die meisten PJler übers Wochenende immer nach Hause oder nach Tübingen gefahren . Das war sehr schade. Ich bin dann auch meistens nicht dort geblieben. Mit Auto hat man hier also einen großen Vorteil ;)
Morgens musste ich je nach Abteilung zwischen 7:30Uhr und 7:45Uhr da sein und konnte meistens um 16Uhr pünktlich nach Hause gehen. Im OP wird man dann meistens gefragt, ob man abgelöst werden möchte. Zum Teil war ich aber auch eine halbe Stunde länger da.
PJ Unterricht fand im Schnitt ca. zwei Mal pro Woche statt. Immer Dienstags von 15-16Uhr alle Fächer im Wechsel. Nach ein paar Wochen des Tertials gab es dann auch Montags einen sehr guten Sono-Unterricht von 12:30Uhr bis ca. 14Uhr und ca. alle zwei Wochen gab es Donnerstags noch einen zusätzlichen Unterrichtstermin zu verschiedenen Themen (z.B. EKG, Lungenfunnktion etc.). Für den Unterricht wurde ich mit einer Ausnahme im OP dann auch immer ausgelöst, man muss jedoch vorher Bescheid geben.

Nun endlich zu meinem Tertial an sich. Zu Beginn kann man sich relativ frei einteilen, wie lange man in welche Abteilung möchte. Am besten sollte man jedoch alle durchlaufen. Wenn man in die Notaufnahme will, muss man das mit den einzelnen Fachbereichen, die dort vertreten sind absprechen. Die täglichen Blutentnahmen sind nicht Aufgabe des PJlers, allein solche, die im Laufe des Tages nachträglich noch hinzu kommen.

In der Allgemeinchirurgie war ich morgens meistens auf Intensiv-Visite mit dem PJ Beauftragten (sehr zu empfehlen!), dann war ich die meiste Zeit des Tages im OP eingeteilt. Leider konnte ich dadurch nur selten auf Stationsvisite dabei sein. Im OP hat es mir entgegen meiner Erwartung jedoch sehr gut gefallen. Alle waren unglaublich freundlich und sehr geduldig. Bei kleineren Eingriffen war man auch oft die erste Assistenz. Größere Eingriffe haben mir gegen Ende eher nicht mehr so viel Spaß gemacht, da man einen großen Teil der Zeit nicht wirklich gebraucht wurde. Insgesamt konnte ich jedoch fast alle Eingriffe miterleben, die in der Abteilung regelmäßig durchgeführt werden. Einige Tage war ich in der Sprechstunde dabei. Hier wird einem auch viel gezeigt und erklärt. Leider musste ich meistens nach ein paar Stunden wieder in den OP, sodass es immer nur kurze Abschnitte waren. Arztbriefe haben die Assistenzärzte in der AC nicht delegiert, man hätte jedoch bestimmt noch ein paarmal nachfragen können.

Die Unfallchirurgie hat mir am besten gefallen. Hier war es einem mehr freigestellt, ob man seine Zeit auf Station oder im OP verbringen will, bzw. welche Eingriffe man sich anschauen möchte. Nach der Frühbesprechung war ich immer auf Visite dabei und habe dann die Ärzte mit Stationsarbeit unterstützt (Briefe schreiben etc.) oder bin in den OP gegangen. Außerdem hatte ich die Möglichkeit zwei Wochen in der Notaufnahme zu sein. Hier habe ich mit Abstand am meisten gelernt und selbst machen dürfen.

In den anderen beiden Abteilungen war ich nur jeweils eine Woche. Trotz der kurzen Zeit konnte ich jedoch einiges sehen und mitnehmen.

Insgesamt würde ich das Chirurgie-Tertial auf jeden Fall wieder in Winnenden machen!
Bewerbung
Die Bewerbung wurde von der Universität organisiert.
Unterricht
2x / Woche
Inhalte
Nahtkurs
EKG
Bildgebung
Sonst. Fortbildung
Tätigkeiten
Notaufnahme
Braunülen legen
Blut abnehmen
Eigene Patienten betreuen
Chirurgische Wundversorgung
Patienten untersuchen
Mitoperieren
Untersuchungen anmelden
Röntgenbesprechung
Briefe schreiben
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Essen frei / billiger
Unterkunft gestellt
Mittagessen regelmässig möglich
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Kleidung gestellt
Gehalt in EUR
400

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
2
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1.07