PJ-Tertial Neurochirurgie in Allgemeines Krankenhaus Wien (11/2020 bis 3/2021)

Station(en)
Station 9, 10 & ICU (Station 11)
Einsatzbereiche
OP, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Diagnostik, Station
Heimatuni
Wien
Kommentar
das (K-)PJ auf der AKH NCH ist sehr gut strukturiert, man ist fix mit 5 anderen (K)PJlern einem rotationsplan zugeordnet und zwar folgendermaßen:

- 6 wochen auf der Station: neben durchschnittlich 3-4 geplante aufnahmen am tag sowie ca. 2 intensivübernahmen ist der (K)PJler für folgendes zuständig: nähte entfernen, drains entfernen, Blutabnahmen und venflons bei aufnahmen und "schwierigen" Patienten, CCTs/cMRTs anmelden, Konsile (zb augen, hno, Strahlentherapie, onko etc.) anmelden, für transfers in andere Abteilungen telefonieren, ZVK entfernen; man ist manchmal ganz alleine auf der station und zielmlich selbstständig (kann man positiv & negativ sehen);
morgenvisite startet um 7:15; 7:45 ist die morgenbesprechung, danach erledigt man die anstehende stationsarbeit, um ca. 10-11:00 kommen die 3-4 neuaufnahmen sowie ca. 2 intensivübernahmen, die man bis zur nachmittagsvisite (14-15:00) erledigt haben soll. wenn man alle vereinbarten sachen (anmeldungen für CT/MRT etc.) und die aufnahmen erledigt hat, darf man nach der nachmittagsvisite nach hause. auf der station ist man wirklich teil des teams, man ist hier auf die PJler angewiesen wegen der stationsarbeit und den aufnahmen

-6 Wochen OP: man wird fix im OP Programm eingeteilt (niemals 1. assistenz, nur 2. assistenz): man ist im OP nur observierer, man darf sich nur extrem selten waschen bzw. noch seltener nähen und das nur wenn man ständig nachfragt. viele OÄ wollen keinen studenten assistieren lassen. man schaut meistens nur von weitem zu, sehr frustrierend wenn man die chirurgischen skills aufbauen möchte und an der NCH interessiert ist; man macht als PJler im OP im wahrsten sinne des wortes nichts als in die luft schauen und im weg stehen, wenn man nicht erscheint kümmerts keinen, erklärt wurde nie was während einer OP

- 2 Wochen Intensivstation: morgenbesprechung, CT transfers begleiten, liquorabnahmen, TCD messungen, visite (ca. um 10:00) röntgen etc. anmelden; auf der intensiv hat man sehr viel zeit abzusitzen und als student wenige aufgaben, man ist oft unterbeschäftigt; die assistenzärzte sind oft bereit einiges zu erklären; nach der dienstübergabe (14:45-15:15) darf man nach hause

- 2 Wochen Ambulanz: man ist zu 95% der zeit als student observierer, die restlichen 5% macht man neurostatus, Blutabnahmen (wenn schwester nicht da ist bzw. "schwieriger" patient), zuweisungen; es kommen ab und zu spannende fälle;
in der ambulanz ist man als student meist extrem unterbeschäftigt; manche OÄ wollen keine studenten bei sich haben, sie schicken einen weg;
dienstende 15:00

Arbeitsklima: die jungen ärzte sind sehr nett und die meisten erklären gerne wenn zeit ist, sie verstehen sich auch untereinander gut. die meisten OÄ sind sehr unfreundlich und heißen einen nicht willkommen, grüßen auch nicht zurück, erklären nie etwas.
station 9 hat permanent wegen personalmangel in der pflege eine bettensperre und es können nicht alle OP räume gleichzeitig betrieben werden weil es nicht genug OP schwestern gibt, vormittags steht also mindestens 1 OP immer leer, weil es nicht genug OP pflegepersonal gibt (!); es gibt im vergleich dazu verhälnismäßig viel zu viele junge assistenzärzte bei riesigem pflegepersonalmangel (v.a. OP schwestern) - die assistenzärzte kommen relativ wenig selbst zum zug im OP, deshalb hat man als PJler erst recht keine chance im OP was zu machen

es gibt regelmäßig fortbildungen bzw. patientenvorstellungen, die meisten allerdings nicht jede woche
-montags: vascular board
-dienstags: assistentenfortbildung (nicht wöchentlich)
-mittwochs: morbidity&mortality, webbasierte fortbildungen, online vorträge etc. (nicht wöchentlich)
-donnerstags tumor board
-freitags (grand rounds=patientenvorstellungen; nicht wöchentlich)

Zum Gebäude: die einrichtung der uniklinik für NCH ist sehr veraltet, düster und extrem unfreundlich. nur ebene 8 ist die einzige ausnahme, diese wurde neu renoviert und verfügt über eine hochmoderne ausstattung (intraoperatives MRT und neuer Angio-OP)

Zur Arbeitszeit: dienstbeginn um 7:15; dienstende: meist 15-16:30; mindestens zwei und maximal vier 25 stundendienste im KPJ (nur 16 wochen möglich) sind zu absolvieren (man kriegt für 1 dienst einen schlaftag und einen ausgleichstag unter der woche frei); Überstunden werden nicht als freizeit abgegolten; bis zu 10 freie tage kann man ansuchen, allerdings nur wenn diese nicht mit den stationstagen zusammenfallen bzw. wenn man eine stationsersatzkraft findet

Mittagspausen/Essen: immer möglich, essen ist gratis in der AKH mensa
Bewerbung
2 Jahre im Voraus bei der Personal-OÄ
(K-)PJler die nicht an der Meduni Wien studieren müssen die Einstiegstermine der Meduni Wien beachten, ansonsten kann es sehr schwierig werden als Free Mover (verzicht auf aufwandsentschädigung, bezahlen für mensa-essen etc.)
Unterricht
3 x / Woche
Inhalte
Sonst. Fortbildung
Patientenvorstellung
Fallbesprechung
Tätigkeiten
Braunülen legen
Patienten aufnehmen
Untersuchungen anmelden
Blut abnehmen
Patienten untersuchen
Poliklinik
Punktionen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich
Essen frei / billiger
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Gehalt in EUR
600

Noten

Team/Station
2
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
2
Klinik insgesamt
3
Unterricht
1
Betreuung
2
Freizeit
2
Station / Einrichtung
2
Gesamtnote
3

Durchschnitt 2.4