PJ-Tertial Innere in Klinikum Ernst von Bergmann (4/2020 bis 8/2020)

Station(en)
Onkologie, ZNA, Internistische Intensivstation (MIT)
Einsatzbereiche
Notaufnahme, Station
Heimatuni
Berlin
Kommentar
Ich habe kein M2 vor dem Stex geschrieben -> Covid bedingt hatte ich die Wahl das M2 vor oder nach dem PJ zu schreiben. Ich entschied mich für die Hammerexamen Version.

Mein PJ dauerte 15 Woche, wovon ich wie folgt rotierte:
- 5 Wochen Onkologie
- 5 Wochen ZNA
- 5 Wochen Internistische Intensivstation

Rahmenbedingungen:
- 300€ PJ Vergütung pro Monat
- Kleidung in der Zentralen Wäscheausgabe, Funktionskleidung dezentral auf Station
- Fürs Essen gibt es PJ Essensmarken
- Man erhält einen "General"Schlüssel, einen Transponder, einen Mitarbeiterausweis, einen Spind in einem Umkleideraum

Ich bin sehr Innere begeistert, dies möge man beim lesen der Rezensionen bedenken.

Onko:
Nettes Team -> Pflege, AssiÄrzte und Oberarzt
Man darf so gut wie täglich Ports anstechen und nimmt Blut überwiegend aus ZVK und Ports ab, was Zeit sparend ist und frustrane Punktionen ausbleiben lässt. Dafür übt man weniger als auf anderen Stationen.
Man lernt die über Chemos und sieht viele z.T. auch seltene Tumoren.
Zuschauen/Assistieren bei ZVK Anlagen, KM Punktionen, Stammzellrückgaben war möglich.
Ich durfte einmal eine Aszitespunktion eigenständig vornehmen.

ZNA:
Freie Einteilung in FD, SD, ND oder ZD.
Es gibt 3 Ärzte pro Schicht -> 2 Internisten und 1 Unfallchirurg
Man arbeitet immer mit einem Arzt und läuft mit oder geht vor und untersucht schon mal den Patienten.
Buntes Spektrum an Krankheitsbildern und Beratungsanlässen.
Oft Patienten im Schockraum -> durfte selbst Reanimieren.
Die Unfallchirurgen lassen einen auch nähen.
Ich habe dort nähen gelernt und ca. 8-10 Wunden (Kopf, Hand) Nähen dürfen.
Man sieht viele EKGs und darf nach Rücksprache mit der Pflege auch Flexülen legen und Blut abnehmen.
Der Großteil der Pflege ist nett, 2-3 waren ruppig und stressig.
Die Ärzte waren jung, nett und freundlich.
Manche haben einen sehr an die Hand genommen, andere wollten einen nur ungern betreuen, bei Eingen musste man sich sehr aktiv um Einbeziehung bemühen.

Internistische Intensivstation:
FD 7-16 Uhr
Theoretisch auch SD und ND möglich, bin aber irgendwie nicht dazu gekommen.
Immer 3 Ärzte und dazu ein Oberarzt im Frühdienst für maximal 18 Patienten.
Im SD 2 Ärzte und im ND 2 oder auch nur 1 Arzt im Dienst.
Hier habe ich am meisten gelernt.
Suuuuper nettes und lustiges und eingespieltes Team.
Die Pflege ist top, die Ärzte sind Top, die Oberärzte sind Top.
Ich bin immer einem Arzt hinterhergedackelt und durfte auch mal 1 Patienten pro Schicht A-Z betreuen.
Von den "besonderen" Sachen durfte ich:
- Kardiovertieren
- 5-6 Arterielle Kanülen legen
- 3-4 Pleurapunktionen machen
- bei sehr vielen Bronchoskopien zuschauen und bei einer auch mal selbst eine Runde drehen
- Viel Ultraschall machen -> vor allem Abdomen aber auch orientierend Gefäße, Herz und Plura

Alles in allem war die Zeit auf der MIT die beste und ich habe dort unglaublich viel gelernt.
Bewerbung
Ãœber das PJ-Portal.
Ab November 2020 soll das EvB kein Lehrkrankenhaus der Charité mehr sein!
Die jetzigen PJler dürfen noch ihre Tertiale zu Ende machen, neue PJler (Beginn November 2020) sollen nicht mehr angenommen werden.
Die Zusammenarbeit wurde auf Initiative der Charite, nicht des EvB beendet.
Unterricht
3 x / Woche
Inhalte
Patientenvorstellung
Prüfungsvorbereitung
Fallbesprechung
Bildgebung
Tätigkeiten
Patienten aufnehmen
Eigene Patienten betreuen
Briefe schreiben
Braunülen legen
Punktionen
EKGs
Notaufnahme
Blut abnehmen
Untersuchungen anmelden
Chirurgische Wundversorgung
Patienten untersuchen
Dienstbeginn
Vor 7:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Essen frei / billiger
Mittagessen regelmässig möglich
Gehalt in EUR
300

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
1
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
1
Station / Einrichtung
1
Gesamtnote
1

Durchschnitt 1