PJ-Tertial Allgemeinchirurgie in Krankenhaus Freudenstadt (3/2020 bis 6/2020)

Station(en)
Viszeral und Unfallchirugie
Einsatzbereiche
Notaufnahme, Station, OP
Heimatuni
Berlin
Kommentar
Dieses Tertial war eine absolute Katastrophe. Menschlich und fachlich gesehen. Als PJler wird man konsequent ignoriert (Zitat von dem einen Oberarzt "um PJler braucht man sich nicht zu kümmern, die bleiben sowieso nicht"), darf nicht einmal mit an en Tisch zum Haken halten, die Visite wird absichtlich so begonnen, dass man es nicht mitbekommt, auch wenn man mehrmals ausdrücklich darum bittet Bescheid zu bekommen wenn sie losgeht. Die Stimmung zwischen den Ärzten ist wirklich schlecht und ich war mehrmals Zeugin lautstarker Auseinandersetzungen zwischen Kollegen, zum Teil waren sie kurz davor handgreiflich zu werden. Fragen werden nicht beantwortet (weiteres Zitat eines anderen Oberarztes als Antwort auf die Frage einen Assistentin "nie und nimmer hätte ich mir angemaßt meinen Oberarzt ein solche Frage zu stellen, das könne sie selber nachlesen"), Assistenten werden vor dem Patienten runter gemacht und als "unfähig, inkompetent und planlos " betitelt. Als ich eines Tages fragte, ob es vielleicht eine Aufgabe für mich gäbe wurde mir geantwortet "ja, du kannst die Klappe halten", obwohl ich mich wirklich bemüht habe hilfsbereit und bemüht zu sein und bis zu letzt die Hoffnung nicht aufgeben wollte doch noch etwas zu lernen. Der einzige Kommentar zu dem Kuchen, den ich mitgebracht habe war "das müssen sie mit dem Backen aber nochmal üben". Fachlich waren viele Dinge sehr fragwürdig, unter anderem wurden Frakturrepositionen bei Kindern ohne Analgesie durchgeführt, auf mein entsetztes Nachfragen warum dies so sei bekam ich die Antwort "Kinder haben keinen Schmerzen, sie haben nur Angst"...willkommen im 21. Jahrhundert. Es sind viel zu viele PJler für das kleine Haus da, es gibt gar nicht genügend Kapazitäten für so viele, zumal das Haus überfüllt von Physician-Assistant Auszubildende sind (eine Zwischenstufe zwischen Arzt und Pflege), die eindeutig in der Lehre bevorzugt werden, weil diese direkt am Haus angestellt sind.

Das einzige wirklich sehr Positive ist die Betreuung seitens der Sekretärin und der PJ-Verantwortlichen Ärztin aus der Pädiatrie. Beide waren konstant bemüht die Bedingungen zu verbessern und für uns da zu sein, leider hat dies an der Situation auf Station nichts geändert. Dennoch kann ich nur größtes Lob für diese beiden Frauen aussprechen. Das Personalwohnhaus ist ebenfalls in Ordnung. Wenn nur irgendwie möglich, sollte man dieses Haus aber meiden. Ich habe nichts gelernt und habe es einfach nur noch über mich ergehen lassen. PJ Unterricht hat nur 2 Mal stattgefunden, entweder war er wegen Corona annuliert oder der Dozent hatte uns vergessen.
Unterricht
Kein Unterricht
Tätigkeiten
Blut abnehmen
Braunülen legen
Notaufnahme
Briefe schreiben
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Essen frei / billiger
Mittagessen regelmässig möglich
Unterkunft gestellt
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Gehalt in EUR
400

Noten

Team/Station
6
Kontakt zur Pflege
4
Ansehen des PJlers
6
Klinik insgesamt
6
Unterricht
3
Betreuung
3
Freizeit
3
Station / Einrichtung
4
Gesamtnote
5

Durchschnitt 4.8