PJ-Tertial Anästhesiologie in UniversitaetsSpital Zuerich (USZ) (10/2019 bis 12/2019)

Station(en)
Urologie, Gynäkologie
Einsatzbereiche
OP, Station
Heimatuni
Zuerich
Kommentar
Eine sehr durchmischte Stelle - einerseits unglaublich viel gelernt, andererseits permanenter Stress, klare Überforderung, und dadurch teilweise Gefährdung der Patienten. Am ersten Tag eine holprige Einleitung (schau, da sind die Kleider, so sind die Sääle nummeriert, das hier ist ein Beatmungsmonitor) und gleich im Anschluss grad selbst unter Anleitung die erste Larynxmaske gelegt, am zweiten Tag wollte der LA nach der Einleitung den Saal verlassen und mich allein mit dem Patienten lassen. Man wird innert kürzester Zeit eigentlich als AA eingesetzt, zu schwierigen Blutentnahmen geschickt nachdem man selbst grad mal vier Viggos selbst gelegt hat, macht Prämedikationen ohne Supervision und ist letztlich für einen Patienten von A bis Z verantwortlich. Mit Intubation, Medikation, alleine im Saal für die ganze Dauer der OP, sogar bei Laparoskopien, etc... für Abrechnen, Berichte schreiben, Postmedikationsvisiten. ist ja wunderbar, einerseits, aber oft ist man halt alleine damit, nachdem man es einmal in unglaublichem Tempo von irgendjemandem erklärt gekriegt hat. Oder auch alleine damit, ohne dass es einem jemand erklärt hat. Das ärztliche und pflegerische Personal ist teilweise sehr verständnisvoll, und versucht einem immer mal wieder zwischen Tür und Angel essentielle Dinge zu vermitteln, aber teilweise haben sie auch die Nase voll und lassen es sehr gern an einem aus, dass man ihnen teilweise praktisch überstellt ist, obwohl man keine Ahnung hat. Der LA der Urologie wird vom Team praktisch einstimmig als an der gefährlichen Grenze zu inkompetent angesehen, und als er mitkriegte dass ich am zweiten Tag sehr zu kämpfen hatte mit Aufgaben auf die ich nicht vorbereitet war, kam er zu mir um ein kurzes "Gespräch" mit mir zu führen, in dem er mir eigentlich vor allem zu verstehen gab, dass wenn ich nicht klärkäme, ich wohl einfach nicht zum Beruf der Ärztin tauge.
Insgesamt, ja, eine riesige Menge gelernt! Aber halt unter Druck und ständiger Angst davor, dass etwas Ernstes schiefgeht, denn, laut Pflege "wartet man nur darauf, dass durch irgendeinen UA mal was so richtig danebengeht, bevor sich etwas verändert."...
Bewerbung
1.5 Jahre
Unterricht
Kein Unterricht
Tätigkeiten
Eigene Patienten betreuen
Botengänge (Nichtärztl.)
Punktionen
Briefe schreiben
Braunülen legen
Patienten untersuchen
Dienstbeginn
Vor 7:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Gehalt in EUR
1000

Noten

Team/Station
2
Kontakt zur Pflege
2
Ansehen des PJlers
3
Klinik insgesamt
4
Unterricht
4
Betreuung
4
Freizeit
3
Station / Einrichtung
2
Gesamtnote
3

Durchschnitt 3.13