PJ-Tertial Visceralchirurgie in Inselspital Bern (11/2019 bis 2/2020)

Station(en)
Viszeralchirurgie (Station H/Q)
Einsatzbereiche
Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Station, OP
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Ich war insgesamt 3 Monate in der Viszeralchirurgie am Inselspital Bern und kann schlussendlich ein positives Fazit ziehen:
Bewerbung und Organisation rund um das Praktikum lief super, man wird anfangs von anderen Studenten eingeführt und hat immer einen Arzt als Ansprechpartner. Dieser gibt sich große Mühe, den Studenten ein lehrreiches Praktikum zu ermöglichen, Ferienwünsche zu erfüllen oder bei Anliegen da zu sein.
Es gibt verschiedene Teams, denen man zugeteilt wird und durch diese rotiert man dann alle 2-3 Wochen. Während meiner Zeit waren wir höchstens drei PJler und manchmal waren noch Berner Blockstudenten mit dabei.
Team Blau (oberer GI-Trakt + Schilddrüse), Team Purpur (kolorektal), Team Grün (Pankreas), Team Rot (Leber + Transplantationen) und Team Orange (Notfälle)
Je nach Team ist man mal mehr und mal weniger häufig im OP, da es für bestimmt OPs immer fix einen Studenten als Assistenz braucht. So kann es sein, dass man an einigen Tagen nur im OP ist und an anderen Tagen nur in der Sprechstunde.
Nach dem Morgenrapport um 7:40 gibt es je nach Tag noch eine Fortbildung, Journal Club oder eine Momo-Konferenz. Danach geht man mit seinem Team auf Visite, in den OP oder eben in die Sprechstunde. Auf Station gibt es als Student leider nicht so viel zu tun, da die Aufnahmen und Entlassungen von den Assistenzärzten gemacht werden und während der Visite die Ärzte mit der elektronischen Patientenakten auf dem Laptop rumlaufen. Dadurch bekommt man häufig die Vorgeschichte, Diagnosen, Verlauf etc. des Patienten nicht richtig mit. Möchte man Patientenfälle recherchieren gibt es ein Büro mit Computern, das man sich mit den Studenten aus der Hepatologie teilt. Die Sprechstunden finden im Bauchzentrum statt, wo man viele verschiedene und interessante Fälle sieht. Bringt man sich gut ein, kann man eigene Patienten sehen, vorstellen und den Bericht diktieren. Zudem bemühen sich viele Ärzte, einem viel zu zeigen und zu erklären.
Im OP herrscht ingesamt eine angenehme Atmosphäre, es gibt viele interessante Operationen zu sehen und wenn es einen Studenten braucht, ist man mit am Tisch. Es gibt einen Studentensucher, auf dem man angefunkt wird, wenn ein Student in den OP kommen soll und über diesen muss man bis 17 Uhr erreichbar sein.
Sehr angenehm ist zudem, dass die Pickettdienste in der Viszeralchirurgie von Berner Studenten übernommen wird. So hat man (nicht wie viele andere Wahljahrstudenten) nachts und an den Wochenenden frei und muss höchstens mal einspringen, wenn Not am Mann ist oder man sich freiwillig einträgt.
Es gibt zwei mal die Woche ein Teaching: montags mit anderen Studenten aus der Herzchirurgie und donnerstags ein Bedsite Teaching auf Station. Diese waren lehrreich und haben Spaß gemacht. Zudem wird einmal im Monat ein Nahtkurs angeboten.
Fazit: Insgesamt kann man vielleicht nicht so eigenständig arbeiten wie an kleineren Spitälern, dafür kann man viele interessante OPs sehen, hat viele Freiheiten und ist in seinen kleinen Teams gut aufgehoben. Bringt man sich gut ein, wird einem viel gezeigt und man lernt viel!
Drei Monate waren vielleicht etwas lange, aber das ist mein persönliches Empfinden. Auch zwei Monate hätten gereicht, um einen guten Einblick in das Fach zu kriegen und das Meiste mal gesehen zu haben.
Bewerbung
Bewerbung ca. 1 Jahr im vorraus
Unterricht
2x / Woche
Inhalte
Nahtkurs
Patientenvorstellung
Fallbesprechung
Sonst. Fortbildung
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
17:00 bis 18:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Gehalt in EUR
1200 CHF

Noten

Stimmung Station
2
Kontakt zur Pflege
2
PJler-Ansehen
2
Stimmung Klinik
1
Unterricht
2
Betreuung
2
Freizeit
1
Lehre auf Station
3
Insgesamt
2

Durchschnitt 1.80