PJ-Tertial Unfallchirurgie in Bundeswehrkrankenhaus Hamburg (11/2019 bis 1/2020)

Station(en)
O oder 1.3
Einsatzbereiche
Station, OP, Notaufnahme, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde
Heimatuni
Hamburg
Kommentar
Vorweg würde ich gern anmerken, dass diese zwei Monate die ersten meines gesamten PJs waren. Dadurch waren meine Erwartungen sehr hoch, ich hoffte auf eine Zeit in der ich täglich sehr viel lernen würde und meine Hilfe benötigt würde. Stattdessen fühlte ich mich, abgesehen von täglichen Blutabnahmen, eher nutzlos. Erst in den letzten zwei Wochen war ich 1. Assistent im OP und konnte den Operateuren tatsächlich zur Hand gehen. So viel zu mir, jetzt zur Abteilung und dem Team:
Der Tagesablauf sah um 7 Uhr die Visite vor, um 7:45 Uhr die Übergabe und Frühbesprechung. Nur am Donnerstag war es umgekehrt, da nach der Frühbesprechung die Chefvisite stattfand. Danach die Blutentnahmen und Entlassungen. Um 11 Uhr (außer freitags) traf man sich zur Indikationsvisite, um die Patienten für den folgenden OP-Tag zu sehen. Eine Pause für das Mittagessen gab es nur für PJ-Studenten, die Ärzte arbeiteten alle durch und aßen nebenbei. Um 14:30 Uhr (freitags 12:30 Uhr) trafen sich die Orthopädie-Unfallchirurgie und die Allgemeinchirurgie zur Röntgenbesprechung. Danach ging die Abteilung zur Chefbesprechung. Sobald diese fertig und es keine Aufgaben mehr für PJ-Studenten gibt, kann man gehen.

TOP:
- Das komplette Team ist super freundlich und wohlwollend gewesen, man fühlt sich willkommen und nicht ausgenutzt. Besonders die Assistenzärzte, welche sich noch an ihr eigenes PJ erinnerten, gaben sich große Mühe neben ihren eigenen Aufgaben viel zu erklären. Auch ein Oberarzt hat sich nach den Chefbesprechungen und im OP Zeit genommen zu erklären.
- Je nach Interesse war man frei zu wählen, ob man in den OP, in die Ambulanz, zur Aufnahme gehen oder auf Station bleiben wollte.
- Der PJ-Unterricht (jeden Dienstag 9:00 Uhr) und die Lehrvisiten (jeden Donnerstag 14:00 Uhr) waren, wenn sie denn stattfanden, spannend.
- Studientage waren freitags alle 14 Tagen.

TIP:
- Die Personalsituation dieser Abteilung ist teilweise kritisch gewesen, denn es gab zu wenige erfahrene Oberärzte (oder Fachärzte) auf zu viele junge Assistenzärzte. Dadurch war die Stimmung zwischen den Kollegen teilweise unangenehm.
- Die Lehr- und Lernkultur ist noch nicht komplett etabliert. Ich habe die Lehrbeauftragten der Abteilung darauf aufmerksam gemacht und hoffe, dass es sich für die nächsten Studierenden verbessern wird.
- Der Wertschätzung der Pflege gegenüber und die Kommunikation bietet noch Luft nach oben.

Zusammenfassend eine gute Erfahrung mit ein wenig Verbesserungspotenzial.
Unterricht
2x / Woche
Inhalte
Prüfungsvorbereitung
Fallbesprechung
Patientenvorstellung
Sonst. Fortbildung
Repetitorien
Bildgebung
Tätigkeiten
Chirurgische Wundversorgung
Braunülen legen
Botengänge (Nichtärztl.)
Notaufnahme
Rehas anmelden
Mitoperieren
Blut abnehmen
Untersuchungen anmelden
Briefe schreiben
Röntgenbesprechung
Patienten untersuchen
Dienstbeginn
Vor 7:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
1x / Woche fest
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Gehalt in EUR
399,00
Gebühren in EUR
Das Mittagessen in der Kantine kostet 3,30 Euro, aber man kann sich natürlich selbst versorgen.

Noten

Stimmung Station
2
Kontakt zur Pflege
2
PJler-Ansehen
1
Stimmung Klinik
3
Unterricht
4
Betreuung
1
Freizeit
2
Lehre auf Station
2
Insgesamt
2

Durchschnitt 2.20