PJ-Tertial Innere in Robert-Koch-Krankenhaus (9/2019 bis 12/2019)

Station(en)
Station 02, 16, 18, Funktion
Einsatzbereiche
Station, Notaufnahme, Diagnostik
Heimatuni
Hannover
Kommentar
Bewertung des PJ Tertials in der Medizinischen Klinik des RKH Gehrden Robert Koch.

Bevor das PJ Tertial anfing, hatte ich frühzeitig sehr netten Kontakt mit der Chefsekretärin, welche mich über den Ablauf meines Dienstbeginnes informierte. Es war direkt klar geregelt wann ich mich wo einfinden sollte und was ich mitbringen sollte.

Wir (eine weitere PJ'lerin und ich) wurden am ersten Tag morgens direkt sehr herzlich vom Chef empfangen und haben direkt eine kleine Führung durchs Haus bekommen. Es war von Beginn an eine sehr angenehme und kollegiale Stimmung. Im Gespräch stellte er uns die einzelnen Bereiche der Medizinischen Klinik vor und schlug uns einen Rotationsplan vor, welcher seiner Meinung nach sinnig erschien, damit wir möglichst viel in den 4 Monaten mitnehmen würden an Informationen. Es war uns aber komplett freigestellt wie wir die Zeit aufteilten. Wenn jemand zB gerne nur in der Notaufnahme sein wollte war dies möglich.

Ich für meinen Teil habe die ersten Monate auf Stationen verbracht. Hier ist man i.d.R. mit 2 Assistensärzten zusammen für ca. 30 Patienten zuständig. Ich durfte von Tag 1 an direkt eigene Zimmer/Patienten betreuen. Der Alltag stellt sich dann in etwa wie folgt dar:

08:00 Dienstbeginn mit einer Frühbesprechung (Chef+OÄ+AA), wo vom Diensthabendenen kurz berichtet wurde was angefallen ist. Im Anschluss Röntgendemo, wo Befunde seitens der Radiologen vorgestellt wurden. Durchweg eine sehr angenehme Atmosphäre, wo sehr viel gelacht wurde :)
08:30 Mit den Kollegen auf Station gehen, wahlweise mit einem leckeren Käffchen (kostenlos) aus einem Vollautomaten mit frisch gemahlenen Bohnen ;)

Man hatte nun die Möglichkeit komplett selbstständig, wenn man wollte, Patienten zu betreuen. Man hatte zu jederzeit einen Oberarzt, der für einen zuständig war, welchen man zu jeder Sekunde anrufen konnte. Man konnte somit alle Therapie und Diagnostikschritte selbstständig entscheiden und anmelden und mit dem OA besprechen. Angefangen von Laboruntersuchungen/Kontrollen über Sonographieuntersuchungen bis hin zu Koloskopien etc.
Ich habe mich von Tag 1 an als vollwertiges Mitglied gefühlt und man wurde auch von allen so behandelt. Einfach klasse.

Gegen 15:00 war jeden Tag eine Oberarztbesprechung wo man seine Patientenfälle alle diskutiert hat. Dies fand ich persönlich sehr sehr hilfreich und auch beruhigend. Es gab auch nie die Situation, dass man durch Fragen bloßgestellt wurde oder dergleichen.

PJ Unterricht war auch klasse organisiert. Man hatte an sich jederzeit die Möglichkeit "nein" zu sagen und die Zeit mit Büchern zu verbringen, aber das wollte man gar nicht, weil man überall aktiv selber mitarbeiten konnte.

Montags: freie Verfügung
Dienstags: Unterricht bei den Allg. Chirurgen (Nahtkurs, Akutes Abdomen Fallbeispiele, FAST Sono... ) sehr Prüfungsnah gestaltet!
Mittwochs: Sonographiekurs (einfach klasse! Bei einem der OÄ, der einen besonderen Ruf auf diesem Gebiet genießt und sein Wissen super gerne weitergibt!)
Donnerstags: Radiologie (je nach PJ Wunsch, klassische RöTh 2E, CTs..MRTs...immer "klassische" Fälle... Prüfungsnah...super gut gemacht!! )
Freitags: Innere (im Wechsel beim Kardiochef und Chef der Med. Klinik) meist mit Fallvorstellung in Gruppen und Besprechung wie in der M3 Prüfung später.

Zusammenfassend war die Woche immer super gut durchgeplant und strukturiert. Gegen 12:30 haben sich alle immer zum Mittagessen getroffen.

Die Diagnostikabteilung, sprich Sonographie, Gastro/Koloskopie, PEG Anlagen, Knochenmarkspunktionen, ERCP etc. steht einem JEDERZEIT offen. Ich kann nur jedem empfehlen freie Zeit (zB nach Stationsarbeit) dort zu verbringen. Mir persönlich hat die Sonographie besonders Spaß gemacht und auch viel gebracht, weil ich denke, dass man später nicht mehr all zuviel Zeit dort verbringen kann. Aber auch die Gastros/Kolos waren einem jederzeit zugänglich.

Ebenso kann man jederzeit in die Notaufnahme gehen und ist dort nicht nur ein gern gesehener Gast, sondern kann auch hier genau wie die anderen AA Patienten aufnehmen, ein Therapie und Diagnostikkonzept entwickeln und mit einem der Kollegen besprechen.

Ich würde das PJ Tertial hier im Haus jedem vorbehaltlos empfehlen! Viel Freude :) *Weihnachtsfeier war übrigens auch klasse*
Unterricht
4x / Woche
Inhalte
Patientenvorstellung
Sonst. Fortbildung
Prüfungsvorbereitung
EKG
Nahtkurs
Repetitorien
Fallbesprechung
Bildgebung
Tätigkeiten
Punktionen
Röntgenbesprechung
Eigene Patienten betreuen
Blut abnehmen
Untersuchungen anmelden
Patienten aufnehmen
Braunülen legen
Notaufnahme
Rehas anmelden
EKGs
Briefe schreiben
Patienten untersuchen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Frei verfügbar
Tätigkeiten
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Mittagessen regelmässig möglich
Kleidung gestellt
Gehalt in EUR
650

Noten

Stimmung Station
1
Kontakt zur Pflege
1
PJler-Ansehen
1
Stimmung Klinik
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
1
Lehre auf Station
1
Insgesamt
1

Durchschnitt 1.00