PJ-Tertial Chirurgie in Diakoniekrankenhaus Freiburg (6/2019 bis 10/2019)

Station(en)
C2a, C2b, C1a
Einsatzbereiche
OP, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Station
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Ich kann die Chirurgie an der Diakonie allen nur weiterempfehlen. Zu den anderen Abteilungen kann ich nichts sagen, da ich nur die Chirurgie hier gemacht habe. Hier sieht man das gesamte Spektrum der Viszeralchirurgie: Gallen, Darmchirurgie, Gallen, Hernien, Schilddrüse, Gallen bis hin zu großen Magen-, Ösophagus-, Whipple- und Leber-OPs...
Und Gallen. Der einzige Nachteil für Chirurgie-interessierte könnte sein, dass andere chirurgische Teilgebiete nicht vertreten sind (Es gibt allerdings die Möglichkeit (oder Fron, wie man es nimmt), ab und zu bei Hüft- und Gyn-OPs auszuhelfen, wenn dort Not am Mann ist). Wer Spaß an Bauchchirurgie hat, kommt auf jeden Fall auf seine Kosten. Einige PJler wurden hier sogar erstmals zur Chirurgie bekehrt. Die Arbeit im OP macht viel Spaß, es herrscht nie schlechte Stimmung. Die Aufgaben der PJler halten sich in Grenzen. Da vieles laparoskopisch operiert wird, hat man meist nur die Kamera zu führen. Viele OPs sind standard-OPs, aber wenn man sich gut abspricht, kommt jeder dazu, auch mal was größeres, spannendes zu sehen.
Der Chef ist ein einmalig guter Chirurg. Es gibt nichts was er nicht kann. Allein um ihm beim operieren zuzusehen, lohnt es sich, hierher zu kommen. Außerdem ist er sehr freundlich und als gesamte Person sehr inspirierend. Das gesamte Ärzte-Team ist, bis auf wenige Ausnahmen (und auch die sind erträglich, es gibt keine Choleriker, die einem das Leben schwer machen) außergewöhnlich nett. Der leitende Oberarzt hat immer ein paar gute Storys von Spirilli, von A-nus und B-nus und von der Bundesstraße 3 auf Lager und erklärt alles sehr anschaulich. Ich schätze, es gibt wenige chirurgische Abteilungen mit so einem angenehmen Arbeitsklima. Alle sind sich dessen bewusst und legen Wert darauf. Mit der Pflege kommt man im Großen und Ganzen zurecht.
Der Arbeitsalltag auf Station ist wie immer etwas lästig, Blutabnehmen, Viggos legen, Drainagen ziehen, Spülmaschine ausräumen, Verbände wechseln, MCP verteilen. Man ist auf sich gestellt und hat mit den Ärzten auf Station wenig zu tun. Wenn man etwas lernen will, muss man sich selbst drum kümmern. In der Ambulanz kann man dafür einiges lernen.
Der einzige echte Minuspunkt den ich der Diakonie geben würde, ist die Lehre. Die einzige Lehrveranstaltung, um die sich bemüht wird und die regelmäßig stattfindet, ist die chirurgische Lehrvisite am Freitag. Die ist jedes Mal super interessant. Von den anderen Fächern kommt hingegen sehr wenig. Man munkelt, es gäbe einen Lehrplan und Mittwochs Seminar, aber das ist wohl nur eine Erzählung.
Mit zeitweise 9 PJlern (+ Famulanten) waren wir deutlich überbesetzt, weshalb es anfangs oft Lehrläufe gab. Wir haben uns dann so eingeteilt, dass wir großzügig Studientage genommen haben, dann ging es und es hat keinen gestört, so lang wir unsere Aufgaben erledigt haben.
An alle PJler, die nach uns kommen viel Spaß!
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Patientenvorstellung
Tätigkeiten
Chirurgische Wundversorgung
Notaufnahme
Blut abnehmen
Braunülen legen
Mitoperieren
Botengänge (Nichtärztl.)
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Frei verfügbar
Tätigkeiten
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Mittagessen regelmässig möglich
Kleidung gestellt

Noten

Stimmung Station
1
Kontakt zur Pflege
3
PJler-Ansehen
2
Stimmung Klinik
1
Unterricht
3
Betreuung
2
Freizeit
1
Lehre auf Station
1
Insgesamt
1

Durchschnitt 1.40