PJ-Tertial Radiologie in Asklepios Klinik Barmbek (8/2019 bis 10/2019)

Station(en)
Zentrale Befundung
Einsatzbereiche
Diagnostik
Heimatuni
Wien
Kommentar
Ich kann allen, die an Radiologie interessiert sind, das PJ an der Asklepios Klinik Barmbek sehr an's Herz legen. Eines der besten Tertial bisher! Selbstständiges Arbeiten und 1:1 Betreuung stehen im Vordergrund.

Der Tag startet mit der Morgenbesprechung um 8h. Es beginnt normalerweise entspannt, da bis die ersten Bilder ankommen meist 15 Minuten oder so vergehen. Dann darf man gleich anfangen zu befunden. Am Anfang des Tertials noch auf Thorax-Röntgen und dann Knochenröntgen beschränkt, darf man in absehbarer Zeit sich an das CT oder MRT heranwagen. Dabei hat man einen eigenen Arbeitsplatz, eigener PC Zugang und eigenes Diktiergerät. Man stellt dann seine Befunde in den Supervisions-Pool, wo nochmal oberärztlich vidiert wird. Falls Fragen oder Unklarheiten aufkommen, kann man immer wen fragen. Man hat mindestens eine 1:1 Betreuung. Sollte im Befund was sein, was die Supervision anders sieht, kommt er zurück in's eigene "Postfach" mit Kommentar und man kann seinen Befund nochmal ausbessert. So verbringt man die meiste Zeit des Tertials und man lernt selbstständig radiologische Befunde zu erstellen. So konnte ich während 8 Wochen rund 450 Befunde zusammenstellen und statt 50 Shades of Grey erkennt man auch komplexe Pathologien im Röntgen und man kann relativ problemlos Strukturen im CT zuordnen. Tagesende ist dann meist gegen 15h, wobei es sich lohnt Zeit in das PJ zu investieren. Ist noch ein interessanter Fall zu befunden oder kommt grade eine Lyse ist man gerne mal länger im KH. Dabei verging kein Tag wo ich nicht in's KH wollte oder frühzeitig nach Hause wollte. Essen für PJler ist übrigens gratis.

Die Teilgebiete sind, wie gesagt, vor allem Röntgen und CT. Jederzeit kann man jedoch auch in die Angio und z.B. bei Pleurapunktionen assistieren oder bei einer Thrombektomie zuschauen. Auch konnte ich einige Tage auf der Sonographie mitschallen, dabei wird dies durch die Gastroenterologie betreut. Jedoch verlief die Organisation komplikationslos und man darf selber Hand anlegen. Sowohl für Angio als US gilt, je mehr Motivation und Interesse man zeigt, desto mehr trauen die ÄrztInnen einem was zu und je mehr kann man selbst machen. Als PJler ist man auch für das legen von Venenverweilkanülen zuständig. So kommen täglich etwa 5-10 Venflons zusammen. Wer also sich noch etwas festigen will im Nadel legen, ist hier richtig. So kann man auch immer zwischendurch mit den MTAs mal schnacken. Brauchen mal so eine kleine Pause, gönnt man sich einfach einen Kaffee beim Bäcker und man kann frisch gestärkt sich wieder an die Arbeit machen.

Das Arbeitsklima sucht dabei seinesgleichen! Sowohl zwischen ÄrztInnen als auch MTAs herrscht ein gutes Arbeitsklima. Dabei ist Humor großgeschrieben und wenn's drauf ankommt wird eifrig gearbeitet. Konstruktive Kritik wird abgegeben. Fehltage war unter Absprache kein Problem. Leider waren die PJ Fortbildungen des Hauses eher schwach besucht, vor allam auch dadurch bedingt dass viele kurz davor abgesagt wurden. Man wird wohl auf eine Fortbildung pro Woche kommen. Zwischendurch habe ich auch ein Sonokurs bei Sono4you Hamburg abgelegt; auch sehr empfehlenswert.

Speziell für die Wiener: Die PJ Mappe wird aufrichtig und tadellos betreut. Bei mir war einer der OA mein Mentor. Alle Gespräche wurden geführt, Fälle sammeln etc. ging sehr einfach. Natürlich auch dadurch bedingt, dass man ständig Zugriff auf ein PC hat.

Zur Stadt Hamburg verlier ich nicht viele Worte: 1A! Ich persönlich wohnte bei einer Freundin.

Also unter'm Strich:
11/10 - Can recommend. Man lernt selbständig und viel! Wäre gerne noch länger geblieben!
Bewerbung
Bewerbung über Frau Bartels per Email. Ich habe mich dabei weit im Vorraus beworben. Generell war ein PJler bisher eher eine Seltenheit auf der Radiologie. Wobei ich das Gefühl habe, dass sich das schnell ändern kann.
Unterricht
Kein Unterricht
Inhalte
Nahtkurs
Fallbesprechung
Bildgebung
Sonst. Fortbildung
Patientenvorstellung
Tätigkeiten
Briefe schreiben
Eigene Patienten betreuen
Punktionen
Braunülen legen
Untersuchungen anmelden
Röntgenbesprechung
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Mittagessen regelmässig möglich
Essen frei / billiger
Kleidung gestellt

Noten

Stimmung Station
1
Kontakt zur Pflege
1
PJler-Ansehen
1
Stimmung Klinik
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
1
Lehre auf Station
1
Insgesamt
1

Durchschnitt 1.00