PJ-Tertial Allgemeinchirurgie in Universitaetsklinikum Mannheim (2/2019 bis 5/2019)

Station(en)
1-42b, OP, Wache
Einsatzbereiche
OP
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Leider war meine Zeit in der Chirurgie eine pure Enttäuschung! Als PJ-ler rotiert man zwischen Station, Wachstation und OP, was ich prinzipiell ein gutes Konzept finde, um in die verschiedenen Bereiche einen Einblick zu bekommen. Dafür war ich mit der Umsetzung leider nicht sehr zufrieden.
Auf der Station ist die Hauptaufgabe Blut abnehmen, wenn man mit seiner Station fertig ist, auch noch auf den restlichen Stationen, wenn gerade kein anderer PJler auf anderen Stationen ist, sodass damit schnell der Vormittag gefüllt ist. Ansonsten stehen dann das Ausfüllen von Reha-Anträgen an, Drucker versuchen zu reparieren (was mindestens zwei mal pro Woche vorkam) oder Rezepte von Hand schreiben, weil der Drucker nicht geht. Selten hatte man die Zeit, Arztbriefe zu schreiben (leider hat das aber niemand mit einem besprochen, sodass man keinerlei Rückmeldung bekam; im Nachhinein konnte man sich dann den vom Arzt geänderten Brief durchlesen). Das Verhältnis zwischen Pflege und Ärzten war oft gespannt, zu den PJlern war die Pflege aber immer nett und hilfsbereit trotz Personalmangel. Patienten zur eigenen Betreuung bekam ich leider keine, sodass ich nie einen Patienten von vorne bis hinten begleiten konnte, was ich wirklich sehr schade fand. Deshalb war mein Lernerfolg auch leider sehr gering. Positiv auf Station ist, dass man fast regelmäßig zu Mittag essen kann und einigermaßen pünktlich Feierabend hat.
Im OP sind die Hauptaufgaben Patienten lagern, Blasenkatheter legen, Haken halten und ab und zu darf man auch am Ende nähen, was dann das kleine Highlight ist. Leider hatte ich während meiner Zeit im OP kaum die Möglichkeit Mittagspause zu machen. Ich war froh, wenn ich schnell ein Brot zwischen den OPs essen konnte. Selbst mittwochs vor dem PJ-Unterricht (der um 13.15 Uhr beginnt) kam ich oft erst um 13 Uhr aus dem OP, sodass die Zeit zum Mittagessen nicht reichte. Offiziell ist die Anwesenheitszeit bis 16 Uhr, aber da konnte man sich nie drauf verlassen, oft musste ich auch bis 18 Uhr bleiben (nachdem ich dann gnädigerweise "entlassen" wurde). Das Ansehen der PJler ist von Arzt zu Arzt sehr unterschiedlich. Manche wenige Ärzte sind bemüht, einem etwas mit auf den Weg zu geben, in vielen Fällen bekam ich indirekt vermittelt oder auch direkt gesagt, ich sei " nur da, um den Situs darzustellen". Die OPs an sich sind interessant und man kann vieles sehen. Ab und zu hilft man auch mal bei den Gefäßchirurgen mit.
Der PJ-Unterricht ist jeden Mittwoch Nachmittag und besteht aus einer M3-Prüfungssimulation (ein Student spielt den Prüfling und ein anderer Student den Prüfer, wobei sich beide Studenten i.d.R. vorher absprechen und es so meiner Meinung nach nicht ganz einer Prüfungssimulation entspricht) und anschließend wird ein pharmakologisches Thema besprochen, was i.d.R. interessant war.
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Patientenvorstellung
Repetitorien
Tätigkeiten
Braunülen legen
Briefe schreiben
Rehas anmelden
Blut abnehmen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
17:00 bis 18:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Essen frei / billiger
Kleidung gestellt
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Gehalt in EUR
200

Noten

Stimmung Station
4
Kontakt zur Pflege
2
PJler-Ansehen
4
Stimmung Klinik
4
Unterricht
3
Betreuung
5
Freizeit
5
Lehre auf Station
4
Insgesamt
4

Durchschnitt 3.93