PJ-Tertial Innere in Asklepios Westklinikum Rissen (1/2019 bis 4/2019)

Station(en)
Gastroenterologie, Kardiologie, ZNA
Einsatzbereiche
Notaufnahme, Diagnostik, Station
Heimatuni
Hamburg
Kommentar
Im Haus bietet die Innere Medizin eine Gastroenterologie, wobei der Schwerpunkt auf CED (Morbus Crohn, Colitis Ulcerosa) liegt und man kaum andere Krankheitsbilder sieht, da es ein Hochexzellenzzentrum für CED ist. Dann gibt es noch eine Kardiologie und mehrere geriatrische Stationen.
Es gibt einen Rotationsplan für die PJler, man kann aber auch nach Absprache in die Abteilungen rotieren, in die man möchte.
3xWoche PJ Unterricht: 1x Chirurgie, 1x Innere und 1x wechselnd (mal Radio, mal Laborunterricht, mal Uro). Außerdem hat ein sehr engagierter OA jeden Donnerstag sehr guten und lustigen EKG Unterricht gegeben.

Man bekommt 400€ Aufwandsentschädigung pro Monat, wenn man Fehltage nimmt, wird die Aufwandsentschädigung entsprechend gekürzt.
Man bekommt ein Mittagsessen umsonst, allerdings schmeckt das Essen wirklich miserabel, hab noch nie so schlechtes Essen gegessen. Und wenn man vegetarisch isst, hat man echt die A****karte, denn es gibt nur 1 vegetarisches Gericht und wenn das leer ist, hat man Pech gehabt, weil sie einem z.B. das Gemüse oder die Kartoffelbeilage anderer Gerichte nicht geben dürfen (weil es ja zu einem anderen Gericht gehört -.- hab mich darüber sehr oft aufgeregt, aber die Essensausgeber können nix dafür, ist die Anordnung von oben).

Man erhält vor Tertialbeginn eine Mail mit allen Informationen, Treffpunkt des 1. Tages usw. Am ersten Tag musste ich den Vertrag unterschreiben, zur Personalabteilung um ein Namensschild zu bekommen, zur Technik, um Schlüssel zu bekommen usw. Bisschen nervig, dass man sich alles zusammensuchen muss.
Arbeitszeit eigentlich von 8:00-17:00

Gastroenterologie (4 Wochen)
Sehr viel Blutentnahmen und Branülen legen, Stimmung der Station ist schlecht (also innerhalb des Ärzteteams, die Pflege ist nett) deshalb fand ich es hier nicht so toll. Eine AÄ bringt einem wirklich was bei, erklärt einem was bei Visite und man kann sie alles mögliche fragen. Die andere nutzt einen irgendwie für alles mögliche aus und bringt einem absolut nix bei. Also aufpassen, an wen ihr euch hängt. Man kann auch in die Diagnostik, sich ÖGD und Kolos anschauen, aber nur bei bestimmten Ärzten. Ansonsten war der Lerneffekt hier gegen Null, war froh wegrotieren zu können.
Was man aber immerhin lernt sind Aufnahmen, weil man eigentlich so gut wie alle macht, also Anamnese und körperliche Untersuchung trainiert man dadurch richtig gut. Was mich noch gestört hat war, dass man nie pünktlich gehen konnte. Habe fast jeden Tag länger arbeiten müssen.

Kardiologie (6 Wochen)
Sehr viele Blutentnahmen und Branülen legen.
Das Team hier ist echt sehr nett und lustig, es bringt Spaß mit denen zusammenzuarbeiten, weil die Stimmung im Team einfach stimmt. Es gibt einen Assistenzarzt von dem man besonders viel lernen kann und der einen unglaublich engagiert betreut, empfehle immer bei ihm mitzulaufen.
Man kann jederzeit ins Herzkatheterlabor und in die Echokardiographie, hier erklären die Ärzte und vor allem auch die Pflege einem viel, die Pflege in der Funktion ist auch sehr nett. Außerdem gibt der OA donnerstags sehr guten EKG Unterricht. Das Team der Kardio hat die Benotung des Teams rausgerissen.

ZNA (2 Wochen)
Ich empfehle länger in die ZNA zu rotieren, hier sieht man ganz verschiedene internistische Krankheitsbilder und man lernt auch wirklich mal was dazu. Lerneffekt war hier am größten. Als ich da war, gab es sehr viel zu tun, was sehr cool war, habe Patienten selbstständig betreut, also anamnestiziert, untersucht, Medis angeordnet usw. Das Team hier ist auch nett. Man arbeitet in Früh- und Spätschicht, wenn mehrere PJler da sind.

Insgesamt fand ich das Innere Tertial enttäuschend, hatte erwartet sehr viel zu lernen, was nicht der Fall war. Man muss sich an einzelne engagierte Ärzte hängen, um bisschen was zu lernen, schade. Die Fahrt von 1h lohnt sich bei diesem Krankenhaus auf keinen Fall. Positiv sind die 400€ im Monat.
Bewerbung
Über das PJ Formular der UKSH hab ich mich als Externe im Januar beworben.
Unterricht
3 x / Woche
Inhalte
Repetitorien
Bildgebung
EKG
Tätigkeiten
Braunülen legen
EKGs
Patienten aufnehmen
Blut abnehmen
Notaufnahme
Röntgenbesprechung
Briefe schreiben
Patienten untersuchen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
17:00 bis 18:00 Uhr
Studientage
Frei verfügbar
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Essen frei / billiger
Gehalt in EUR
400€ monatlich

Noten

Stimmung Station
2
Kontakt zur Pflege
1
PJler-Ansehen
3
Stimmung Klinik
3
Unterricht
1
Betreuung
3
Freizeit
4
Lehre auf Station
2
Insgesamt
3

Durchschnitt 2.67