PJ-Tertial Allgemeinchirurgie in Universitaetsklinikum Giessen (9/2018 bis 11/2018)

Station(en)
12
Einsatzbereiche
Station, OP
Heimatuni
Giessen
Kommentar
Die Organisation ist wirklich gut, man bekommt am ersten Tag alle Unterlagen und die Einteilung, auf welcher Station man ist. Ich war nur zwei Monate da, die ich komplett in der Allgemeinchirurgie verbracht habe. Während dieser Zeit muss man mind. zwei Dienste (16:00-7:00) und einen Wochenenddienst machen (24h)...für ein komplettes Tertial dementsprechend das doppelte. Diese bekommt man extra vergütet.

Nun zur Chirurgie...obwohl die Chirurgie nie so wirklich mein Fach war, wollte ich doch etwas mitnehmen in der Zeit. Man wird für die Tage jeweils im OP eingeteilt und kann sehen, wo man den nächsten Tag verbringt und wird dann jeweils angerufen, wenn der Pat. im OP soweit ist...Blöd ist nur, dass ich mich anfangs auf die eingeteilten OP's vorbereitet habe, da ich wirklich nicht viel wusste zu dem Zeitpunkt über Allgemeinchirurgie...dann jedoch irgendein anderer OP angerufen hat, zu welchem genau JETZT ein PJler sollte und da man ja ans Telefon gegangen ist, hatte man ja genau jetzt Zeit dafür...so die Logik. Also läuft man dort schnell hin, weiß gar nicht, was für eine OP das ist und soll sich fix waschen...war leider des Öfteren so.
Was auch nicht wirklich gelungen war...die PJler waren zuständig fürs Blut abnehmen auf der eingeteilten Station (ist ja OK), wenn nun aber alle anderen PJler der anderen vier Stationen im OP waren, bekommt man von eben diesen Stationen Anrufe, mit der Nachfrage, ob heute noch irgendjemand zum Blut abnehmen kommen würde...also waren wir leider wirklich oft den gesamten Tag damit beschäftigt. Was meine Patienten überhaupt hatten, bzw. weswegen sie im Krankenhaus waren, wusste ich eigentlich gar nicht, da hat auch niemand mit einem gesprochen, wirklich schade. Natürlich konnte das im PC nachgelesen werden, dafür blieb aber wenig Zeit.

Jetzt muss ich aber auch noch ein paar Sachen lobend erwähnen. Nicht viele, aber manche Ärzte haben sich wirklich Mühe gegeben und wollten mir während der OP, oder auf der Intensivstation viele Sachen zeigen und erklären, obwohl sie wirklich wenig Zeit hatten. Die Stimmung im OP seitens der OP-Pflegerinnen und Pfleger war auch gut und mir wurde am Anfang alles wichtige gezeigt und erklärt. Je nach OP war die Stimmung auch gut, wenn jemand schlechte Laune hatte, merkte man dies jedoch und hat nur still seine Häkchen gehalten und lieber nichts gesagt.

Fortbildungen fanden nur sehr unregelmäßig statt und wenn, war ich oft einfach schon im OP, sodass keine Möglichkeit bestand dort hinzugehen. Wir hatten einen Nahtkurs zu Beginn was sehr schön war, da nach der OP manchmal auch der PJler zunähen durfte. Nachmittags ist noch eine Röntgenbesprechung die ganz interressant ist.
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Sonst. Fortbildung
Nahtkurs
Tätigkeiten
Botengänge (Nichtärztl.)
Patienten untersuchen
Chirurgische Wundversorgung
Braunülen legen
Mitoperieren
Röntgenbesprechung
Blut abnehmen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Kleidung gestellt
Essen frei / billiger
Gehalt in EUR
300

Noten

Stimmung Station
3
Kontakt zur Pflege
2
PJler-Ansehen
4
Stimmung Klinik
2
Unterricht
5
Betreuung
3
Freizeit
2
Lehre auf Station
3
Insgesamt
3

Durchschnitt 2.87