PJ-Tertial Chirurgie in UniversitaetsSpital Zuerich (USZ) (12/2018 bis 3/2019)

Station(en)
Traumatologie, Notfall, Viszeralchirurgie, Herz-/Gefässchirurgie
Einsatzbereiche
Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Station, OP, Notaufnahme
Heimatuni
Berlin
Kommentar
Entgegen vieler anderer Meinungen hier, hat es mir wirklich sehr gut gefallen. Klar, es ist ein Unispital, dessen muss man sich bewusst sein. Man rotiert viel (je 1 Monat auf 1 Abteilung, dann Rotation), das heißt, es kommt auch einfach extrem auf die Station und die Ärztinnen an, wo man gerade ist und es ist nicht überall gleich! Insgesamt habe ich aber das Gefühl, wirklich viel gelernt zu haben, praktisch gesehen habe ich gemacht: Wundversorgung, Nahtkurs, im OP genäht (vor allem auf der Herz! Nicht auf der Trauma!), Verbände, BGAs, bei vielen OPs assistiert (manchmal darf man mehr machen, manchmal auch literally nur da stehen und Haken halten und die Leute sind auch noch unfreundlich, kommt total auf die Operateure an und ob die OP gerade gut läuft oder alles schief), schwierige PVKs (wenn die Pflege es nicht schafft, rufen sie an). Auf der Trauma durfte ich, als der Assistenzarzt krank wurde, sehr große Teile der Stationsarbeit übernehmen und das hat wirklich Spaß gemacht, natürlich absolut mitbetreut von den Oberärzten, aber dabei habe ich z.B. super viel gelernt. Natürlich viel Dokumentation, Briefe schreiben, und Idiotenaufgaben wie zum Röntgenarchiv gehen auch.
Es geht viel um Eigeninitiative. Mit vielen Assistenten kann man echt gut reden, sie lassen einen viel machen, bringen einem was bei und sie sind überhaupt nicht überheblich. Andere kommen sich vor wie die ärgsten Götter, nachdem sie ein halbes Jahr Assistenzarzt waren und genau so alt wie du sind .......... naja kein Kommentar ... ;)

Geht auf JEDEN Fall auf den Notfall und schreibt das Frau Gröflin schon im Vorhinein, dass ihr dort hin wollt!!! Meistens geht es sich für jeden aus, aber sicher ist sicher! Am Notfall sieht man viele Patienten, macht Anamnesen ohne mal schon zu wissen, was eigentlich los ist, viel Wundversorgung, viel Aktion. Schaut auch, dass ihr mal in den Schockraum mitkönnt.

Man hat 2x im Monat Pickettdienst (=Rufdienst), außer am Notfall, da hat man dafür dann aber auch Nachtdienste von 22:00 - 8:00 Uhr, aber man darf auch oft gegen 4-5 gehen, wenn nichts los ist.

LEBEN
Die Stadt Zürich ist der absolute Wahnsinn. Wirklich. So viele Freizeitmöglichkeiten, eine tolle Stadt, Nachtleben, Cafés, mitten am See und gleich an den Bergen (Züri Berg und Ütli Berg, da müsst ihr unbedingt rauf!). Man arbeitet schon wirklich viel, aber für mich war es sicherlich 3, 4x unter der Arbeitswoche abends möglich, noch was zu unternehmen, sei es auf einen Apéro in die Stadt. So überangestrengt wird man dann auch nicht als PJler.

Wohnheim: Ich kann euch die Vogelsangstr. 10 empfehlen, wenn ihr Lust auf viel Sozialleben habt. Dort sind sehr viele PJler und es geht sehr lustig zu, es gibt ne Gemeinschaftsküche und man lernt sehr schnell Leute kennen. Wenn man es lieber ruhiger mag, ist man da vielleicht nicht an der besten Adresse. Ansonsten gibt es zB auch kleinere WGs in der USZ Umgebung.

Insgesamt wirklich ein fantastisches Tertial, würde ich immer wieder machen!
Bewerbung
1,5 Jahre im Voraus bei Frau Gröflin per Mail, online steht, welche Unterlagen benötigt werden. Dann etwa 3-4 Monate im Voraus wegen Wohnheim.
Unterricht
Kein Unterricht
Inhalte
Repetitorien
Bildgebung
Fallbesprechung
EKG
Patientenvorstellung
Sonst. Fortbildung
Nahtkurs
Tätigkeiten
Notaufnahme
Untersuchungen anmelden
Eigene Patienten betreuen
Botengänge (Nichtärztl.)
Mitoperieren
Rehas anmelden
Chirurgische Wundversorgung
Poliklinik
EKGs
Röntgenbesprechung
Briefe schreiben
Patienten aufnehmen
Patienten untersuchen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
17:00 bis 18:00 Uhr
Studientage
1x / Woche frei
Tätigkeiten
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich
Unterkunft gestellt
Gehalt in EUR
1000
Gebühren in EUR
650€ Wohnheim, 50€ Äquivalenzbescheinigung

Noten

Stimmung Station
2
Kontakt zur Pflege
2
PJler-Ansehen
3
Stimmung Klinik
1
Unterricht
2
Betreuung
2
Freizeit
2
Lehre auf Station
2
Insgesamt
2

Durchschnitt 1.87