PJ-Tertial Palliativmedizin in Universitaetsklinikum Muenster (1/2019 bis 4/2019)

Station(en)
Konsiliarischer Dienst // Geteilte Station Senologie/Strahlentherapie
Einsatzbereiche
Station, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Diagnostik
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Ich war die erste PJ-Studentin in der Palliativmedizin in Münster an der Uniklinik und kann jedem die Rotation empfehlen. Die Palliativmedizin ist ein herausforderndes und spannendes Fach sowie sehr lehrreiches Fach.

Unter der neuen Leitung von Herrn PD Dr. Lenz, gelingt eine ausgezeichnete Ausbildung im Bereich der Palliativmedizin. Als PJler kann man in verschiedene Gebieten Eindrücke gewinnen, da Herr Dr. Lenz einen die Möglichkeit gibt Rotationen ins Hospiz, SAPV und in das Brückenteam (SAPV für Kinder) durchzuführen als auch mit Schmerztherapeuten mitzugehen, um die adäquate Einstellung mit Schmerzpumpen für schwerkranke Patienten zu erlernen. Die Möglichkeit ebenfalls Fachwissen in der Medizinethik durch Teaching zu gewinnen, ist im interdisziplinären Team möglich.

Als PJler kommt es immer auf das Eigenengagement an und die Leitung (Dr. P. Lenz – Background: Forscher/Internist/Gastroenterologe) fördert das sehr, wenn man engagiert ist und Patienten selbstständig betreuen möchte. Auch wie in keinem anderen bisherigen Tertial, kann man sogar Feedback und Kritik äußern, welches direkt im Sinne des PJlers umgesetzt wird. Es herrscht hier wirklich eine studentenfreundliches Verhalten seitens der Leitung, wobei Teaching wirklich im Mittelpunkt steht. Die Hierarchie ist flach, sodass der klinische Leiter einen regelmäßig zu Patientengesprächen mitnimmt, sodass hier Kommunikationsstrategien und die Vermittlung von Prognose/Diagnose sehr gut erlernt werden kann (was im Studium zu kurz kommt).

Eigenständig kann man Patienten aufnehmen (Einschätzung der Stabilität des Patienten/ Symptomerfassung und -kontrolle/Erkrankungsbild verstehen/Grenzen der Therapie erkennen), diese eigenständig auch visitieren (mit Rücksprache mit den Ärzten) und Patientengespräche führen. Man lernt auch interdisziplinäres Arbeiten, da man sich auch mit den Stationsärzten anderer Fachrichtungen(Strahlentherapie, oft palliative Bestrahlung), Pflege, Physiotherapie usw. besprechen muss, um die optimale Symptomkontrolle für den Patienten zu erreichen. Auch besteht die Möglichkeit, dass man die Patienten in der interdisziplinären Sitzung eigenständig vorstellen kann. Es kommt hier immer auf das eigene Engagement an und wie in jedem Tertial, muss man sich als PJler auch beweisen, damit andere Fachdisziplinen einen auch ernst nehmen (Pflege, Stationsärzte etc.) und letztlich auch immer motiviert bleiben, seine Patienten bis zum Ende hin betreuen zu wollen.
In diesem Tertial lernt man Symptomkontrolle, komplexe Krankheitsbilder (da Palliativmedizinische Patienten nicht nur „sterbenskrank“ sind, sondern auch im Verlauf sehr viel an Therapie erfahren haben, sodass dies als letztes Tertial sehr zu empfehlen ist), interdisziplinäres Arbeiten und die Grenzen therapeutischer Möglichkeiten.

Insgesamt hat man die Möglichkeit verschiedene Fachdisziplinen besser zu verstehen (Onkologie/Kardiologie/Musiktherapie/Ergo-/Physiotherapie) und auch wie man einen Patienten adäquat symptomkontrolliert. Durch die Leitung (PD Dr. Lenz) besteht die Möglichkeit in verschiedene Bereiche dieses Feldes zu rotieren (Schmerztherapeutisch/SAPV/Brückenteam etc) und extrem viel auch im Patientenumgang zu lernen.
Meine Empfehlung, so oft wie möglich mit der Leitung mitzugehen (wenn möglich), da Teaching und auch der menschliche Umgang sowie Kommunikationsstrategien auf einem hohen Level erlernt werden können. Ein PJler freundliches Tertial mit viel Lehre und Spaß am Arbeiten!

Somit kann man das PJ Tertial in der Palliativmedizin in Münster an der Uniklinik nur weiterempfehlen, und der Dank gilt insbesondere auch der Leitung (Dr. P. Lenz), welche Studenten wirklich fördert.
(Eigenständiges Arbeiten/Ablauf: Aufnahme Patienten, regelmäßige Visiten, mittwochs: interdisziplinäre Teamsitzung; jeden Morgen 08.30 Teambesprechung sowie mittags 12.30 mittagsbesprechung, Schluss gegen 16/17.00, bei Eigenengagement auch länger. Hinweis bei den Besprechungen traut euch etwas zu sagen, es sind nämlich eure Patienten und man erhält auch gutes Feedback!)
Bewerbung
Bewerbung einmal an den Leiter PD Dr. Philipp Lenz
PJ-Portal (ich würde mich aufjeden Fall vorher vorstellen, dass macht einen guten Eindruck!)
Unterricht
2x / Woche
Inhalte
Fallbesprechung
Patientenvorstellung
Prüfungsvorbereitung
Tätigkeiten
Patienten aufnehmen
Eigene Patienten betreuen
Untersuchungen anmelden
Briefe schreiben
Dienstbeginn
Nach 8:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Mittagessen regelmässig möglich
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Kleidung gestellt
Gehalt in EUR
20 Euro pro Anesenheitstag
Gebühren in EUR
ca. 400 Euro im Monat

Noten

Stimmung Station
2
Kontakt zur Pflege
2
PJler-Ansehen
1
Stimmung Klinik
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
2
Lehre auf Station
2
Insgesamt
1

Durchschnitt 1.27