PJ-Tertial Neurochirurgie in Universitaetsklinikum Leipzig (11/2018 bis 1/2019)

Station(en)
Neurochirurgische Normalstation
Einsatzbereiche
Diagnostik, OP, Station, Notaufnahme
Heimatuni
Leipzig
Kommentar
Die 2 Monate auf der NCH haben mir insgesamt sehr gut gefallen. Man wird freundlich empfangen und generell im gesamten PJ auf Augenhöhe betrachtet. Das Team ist verhältnismäßig klein und daher ist der Umgang miteinander sehr entspannt und fast freundschaftlich. Ein Standardtag läuft folgendermaßen ab. Um 7 Stationsvisite. Danach Morgenbesprechung. Dann ITS-Visite. Folgend kann man sich entscheiden ob man auf Station bleibt oder in den OP geht. Auf Station fallen wie überall Blutentnahmen an. Diese sind jedoch sehr überschaubar und die Schwester beteiligen sich auch, falls man anderes zutun hat. Ansonsten macht man Patientenaufnahmen. Soll heißen Anamnese, neurologische Untersuchung und Befunddokumentation. Dies erfolgt selbstständig aber immer in Rücksprache mit dem Stationsarzt. Bei Fragen oder Problemen finden man stets ein offenes Ohr. Zur Aufnahme gehört außerdem die Blutentnahme und Anfertigung eines EKG. Wenn man Zeit und Lust hat kann man auch mit in die Ambulanz gehen und den Sprechstunden beiwohnen oder man begleitet den Dienstarzt und kann zB unter Anleitung cerebrale Gefäße schallen etc. Sollten kleine Eingriffe wie Drainagennähte oder Lumbalpunktionen anfallen werden diese gern unter Aufsicht an die PJler weitergeben. Ich habe in meiner Zeit 3 LPs selbstständig durchgeführt.
Wenn Notfallpatienten im Schockraum ankommen kann man auch da mitgehen und die Abläufe beobachten. Außerdem kann man wenn es auf Station ruhig ist unter Anleitung Arztbriefe schreiben. Soll heißen es gibt tatsächlich einen Lerneffekt und man wird nicht fürs tägliche Briefeschreiben "mißbraucht".
Geht man in den OP so beschränkt sich das zu 99% auf Zuschauen. Die OPs sind sehr interessant, wenn auch teilweise sehr langwierig. Selbst zu assistieren ist quasi nicht möglich, da viel mit dem Mikroskop operiert wird und schlichtweg keine Platz für eine 2te Assistenz vorhanden ist. (Durch die Projektion auf große Bildschirme sieht man jedoch immer sehr gut was im Operationsgebiet passiert.) Ich konnte in den 2 Monaten 1 Mal in erster Assistenz operieren, das war aber dem hohen Krankenstand geschuldet.
14.30Uhr ist Mittagsbesprechung mit den Radiologen, bei der man die am Tage aufgenommenen Patienten vorstellt. Da wird man zugegebenermaßen etwas ins kalte Wasser geworfen aber spätestens am 3ten Tag kennt man die Erwartungen und es ist ein gutes Mittel um Routine in Patientenvorstellungen zu gewinnen. Im Anschluß, also ca 15Uhr ist Feierabend. Ich war quasi nur ein oder 2 mal länger im Haus, und das auf freiwilliger Basis.
Alles in Allem also ein sehr interessantes und angenehmes Tertial. Vorallem für jene, die nicht viel Wert darauf legen, selbst zu operieren. Lässt sich inhaltlich auch sehr gut mit Neurologie kombinieren. Ich empfand es als sehr angenehm, dass die Neurochirurgie nicht auf PJler angwiesen ist, sondern diese stehts "zusätzliche Hilfe" sind. Das wirkt sich absolut positiv auf den Lerneffekt aus.
Bewerbung
Uniintern.
Unterricht
Kein Unterricht
Inhalte
Bildgebung
Patientenvorstellung
Tätigkeiten
Patienten aufnehmen
Blut abnehmen
Rehas anmelden
Braunülen legen
Botengänge (Nichtärztl.)
Patienten untersuchen
EKGs
Röntgenbesprechung
Briefe schreiben
Punktionen
Mitoperieren
Eigene Patienten betreuen
Dienstbeginn
Vor 7:00 Uhr
Dienstende
Vor 15:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Essen frei / billiger

Noten

Stimmung Station
1
Kontakt zur Pflege
1
PJler-Ansehen
1
Stimmung Klinik
1
Unterricht
3
Betreuung
2
Freizeit
1
Lehre auf Station
1
Insgesamt
1

Durchschnitt 1.20