PJ-Tertial Gynäkologie in Diakonissenkrankenhaus Karlsruhe-Rueppurr (7/2018 bis 9/2018)

Station(en)
E2, E3
Einsatzbereiche
Station, Diagnostik, OP, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Notaufnahme
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Vorneweg muss ich sagen, dass das mein letztes Tertial war und ich schon sehr desillusioniert von der Ausbildung der Medizinstudenten in Deutschland generell. Vor diesem Hintergrund war das Tertial wahrscheinlich ein sehr gutes. Neutral gesehen war es mittelmäßig, ich hatte mir auch hier mehr Eigenverantwortung und mehr vom "praktischen" im Jahr erhofft. Aber nun zum Konkreten:
Positiv:
- nettes Team
-wenn man nachfragt, wird alles erklärt/gezeigt, zuschauen kann man bei allem
-ein paar der Assistenzärztinnen sind motiviert und fordern den PJler gelegentlich
-ich durfte viel untersuchen (Spekulum, vaginal tasten / Ultraschall) in der präoperativen Untersuchung und ein wenig in der Schwangeren-Sprechstunde
-ich habe viele Geburten gesehen
-von den erfahrenen Oberärzten kann man in den Sprechstunden viel lernen
-wenig Aufwand mit Blutabnehmen/Braunülen
Negativ:
-man hat keine eigenen Patienten/Zimmer oder macht regelmäßig eigene Visite (ich wollte das, aber es wurde mir nur zwei- oder dreimal überlassen)
-zu viele junge Assistentinnen oder auch andere PJler/Famulanten (alle können wenig, die Einarbeitung des PJlers fällt ziemlich unter den Tisch)
.-insgesamt bekommt man wenig Verantwortung übertragen und wird auch im OP nur eingeteilt, wenn wirklich sonst kein Assistent da ist
-viel Hinterhergelaufe und Danebengesitze
-eingeschworenes Team

Der tägliche Ablauf ist so, dass jeden Morgen die Studenten gefragt werden, was sie an diesem Tag machen wollen. Da gibt es eben die Möglichkeit in den Kreissaal zu gehen, in eine der Sprechstunden, die präop-Sprechstunde (hier darf man untersuchen) oder in den OP, wenn eingeteilt.
Ich hatte das Pech, dass in den ersten vier Wochen meiner drei Monate die Chefin nicht da war und somit meine morgendliche Zuteilung nicht stattfand und nach der Besprechung alle ihrer Arbeit nachgingen und ich mich immer durchfragen musste, wen ich an diesem Tag nerven konnte, aber keinen richtigen Ansprechpartner hatte. Das wurde dann besser, als die Chefin wieder da war und sich da ein wenig kümmerte.
Es gibt 1-2 Lehrveranstaltungen in der Woche, allerdings in meiner Zeit keine gynäkologischen. Frau Meister vom Studentensekretariat ist sehr nett und bemüht und auch offen für alle Sorgen oder Probleme.
Man kann das Tertial insgesamt wohl empfehlen, aber vielleicht besonders außerhalb der Semesterferien, damit man sich nicht mit zwei oder drei anderen Famulanten auf den Füßen herumtritt.
Unterricht
2x / Woche
Inhalte
Patientenvorstellung
Fallbesprechung
Sonst. Fortbildung
Tätigkeiten
Braunülen legen
Patienten untersuchen
Patienten aufnehmen
Blut abnehmen
Mitoperieren
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Gehalt in EUR
600

Noten

Stimmung Station
2
Kontakt zur Pflege
2
PJler-Ansehen
3
Stimmung Klinik
2
Unterricht
3
Betreuung
4
Freizeit
2
Lehre auf Station
2
Insgesamt
2

Durchschnitt 2.27