PJ-Tertial Chirurgie in UCSD Medical Center Hillcrest (2/2018 bis 4/2018)

Station(en)
operative Intensivstation
Einsatzbereiche
Station, Notaufnahme
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Ich habe ein halbes PJ-Tertial an der UCSD im Rahmen eines Austauschprogramms meiner Heimatuni gemacht, sodass für mich keine universitätsspezifischen Gebühren anfielen. Ich hatte leider wenig Einfluss auf meine Rotationen, da diese von der UCSD zugeteilt werden, sodass ich jeweils 4 Wochen auf der "surgical critical care" und 4 Wochen auf der "trauma unit" war. Beide Teams betreuen Patienten auf der chirurgischen Intensivstation. Der Einstieg war recht hart, da sich die Amis nicht dafür interessieren, wie viel sprachliche Erfahrung man hat (viele viele Abkürzungen!!!), ob man schon mal auf einer Intensivstation gearbeitet hat oder wie weit man inhaltlich im Studium ist. Am ersten Tag gab's lediglich de Anweisung, dass man ab dem nächsten Tag seinen eigenen Intensivpatienten auf der Oberarztvisite vorstellen soll. Ich war anfangs ziemlich erschlagen und überfordert von der Intensivmedizin und sollte dann täglich exakte Aussagen treffen über den Volumenstatus, Elektrolythaushalt und Beatmungsmodus des Patienten, beurteilen, ob die Schmerz- und Sedierungsmedikation adäquat ist und Vorschläge zum weiteren Procedere machen. Einige Informationen konnte man aus den anderen Fallvorstellungen der Visiten ziehen, die je nach attending (Oberarzt) mehr oder weniger Lehrgehalt hatten, ansonsten habe ich mir über die Zeit viel intensivmedizinisches Fachwissen selbst angeeignet (UpToDate war meine Rettung!). Dienstbeginn war jeweils um 6.00 Uhr, die ersten vier Wochen kam ich meist gegen 15.00 Uhr raus, die Schicht auf der trauma unit war erst um 18.45 Uhr zu Ende - und das 6 Tage die Woche, man hatte generell nur einen Tag pro Woche frei, was körperlich unglaublich erschöpfend ist. Teilweise werden auch Nachtschichten verlangt. An Unterrichts- und Fortbildungsmöglichkeiten war Einiges geboten, man musste aber auch selbst Kurzreferate halten. Auf der trauma unit hat man zusätzlich noch den Schockraum abgedeckt und als Student war man "assistant" und half beim Umlagern, Kleidung entfernen, Patient wenden. Hier habe ich auf jeden Fall Routine im ATLS-Protokoll (=advanced trauma life support) bekommen und man hat auch richtig schwere Fälle verfolgt (z.B. Hochgeschwindigkeitstrauma bei Motorradunfall mit schwersten Verletzungen, Not-OP, massive transfusion-protocol, wo ich mich selbst im Hintergrund hielt und das eingespielte Team aus Ärzten und Pfegern in Grey's-Anatomy-Manier um das Leben des Patienten kämpfte).
Insgesamt kann ich meine 8 Wochen an der UCSD als sehr intensiv und lehrreich beschreiben. Ich habe unglaublich viel gesehen und gelernt, aber die Art und Weise war hart und rückblickend war es eine sehr zehrende Zeit, die viele persönliche Ressourcen aufgebraucht hat. Es wurde viel gefordert und wenig Anleitung gegeben, sodass man sich selbst durchkämpfen musste. Wenn man es jedoch geschafft hat, kann man stolz auf sich sein!
Unterricht
3 x / Woche
Inhalte
Sonst. Fortbildung
Tätigkeiten
Patienten untersuchen
Eigene Patienten betreuen
Röntgenbesprechung
Dienstbeginn
Vor 7:00 Uhr
Dienstende
nach 18:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich

Noten

Stimmung Station
3
Kontakt zur Pflege
2
PJler-Ansehen
3
Stimmung Klinik
2
Unterricht
2
Betreuung
3
Freizeit
4
Lehre auf Station
2
Insgesamt
3

Durchschnitt 2.67