PJ-Tertial Innere in Loretto Krankenhaus (3/2018 bis 6/2018)

Station(en)
Allgemeine Innere/ Gastro
Einsatzbereiche
Diagnostik, Station
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Es gibt drei internistische Stationen und alle drei machen mehr oder weniger das gleiche. Der Hauptfokus liegt auf der Gastroenterologie. Obwohl Onko und Endokrinologie offiziell auch Teil der Versorgung wären, kommen wenige Fälle zu diesen Fachgebieten. Wir waren drei PJler und sind alle nicht rotiert, da es zwischen den Stationen kaum Unterschiede gibt. Die Ärzte rotieren gelegendlich wenn jemand Urlaub hat und so ändert sich das Team ab und zu.

Es gibt keine richtige internistische Notaufnahme und was mich sehr gestört hat: keine Kardio. Ein so großer Fachbereich ist wärend dem PJ nicht abgedeckt. Klar schreiben die Pfleger für jeden Patienten ein EKG, aber sobald es spannend wird, landen die Patienten im Partnerkrankenhaus (St. Joseph). Die Intensivstation wird von der Anästhesie betreut und meine eine Woche dort war auch nur wenig spannend. Meistens Delirpatienten oder sonstige Patienten die nur höheren Pflegeaufwand hatten. Selten ist jemand beatmungs- oder katecholaminpflichtig.

Wie schon im Vorbericht erwähnt, muss man häufig und viel Blutabnehmen. Das nervt auf Dauer. Vor allem wenn man Montags mal zwei Stunden braucht. Pfleger dürfen dort kein blutabnehmen (Warum??), also müssten das sonst die Ärzte selbst machen.

Ein typischer Arbeitstag besteht also aus:
0,5-2h Blutabnahme und Viggos
gelegendlich Visite
Aufnahme von 1-3 Patienten
1-3 Entlassbriefe
1 Sono Abdomen, 1 Echo
ggf. irgendeine Punktion

Insgesamt klang das jetzt alles sehr negativ. Aber trotzdem muss ich rückblickend sagen, dass mir das Tertial doch gut gefallen hat. Warum?
Das super geile Team. Fast alle Assistenzärzte sind mega entspannt und nehmen sich echt viel Zeit etwas zu erklären. Es gibt kaum frisch Approbierte. IdR. haben die Assistenten schon mind. 2 Jahre Berufserfahren bevor deren Rotation in das Loretto beginnt. Während ich zwar keine Kardio lernen durfte, konnte ich so eine richtige "Wald- und Wieseninnere" lernen. Keine Spitzenmedizin, aber danach fühlt man sich auf alle Standards gut vorbereitet. Ich hatte meine eigenen Patienten und da wurde auch nicht reingepfuscht. Wenn die Patienten einen Arzt angesprochen haben oder die Pfleger Rücksprache mit den Ärzten halten wollten, wurde nur auf den zuständigen PJler verwiesen. Der Patient braucht ein Abdomensono? Mach selber! Der Arzt kommt später dazu und guckt sich nur die Stellen an an denen man unsicher war. Ich habe so einige Pleura- und Aszitispunktionen durchgeführt. Eine Knochenmarkspunktion.

Und noch ein großer Pluspunkt: hoher Freizeitwert! Schöner Balkon und Garten um auch mal länger Mittagspause zu machen.

An das Loretto: Macht das Mittagsessen wieder kostenlos! 3,90 pro Essen ist zu viel für uns arme Studenten!
Aber vielen Dank für die gute Betreuung.
Bewerbung
Bewerbung von extern unkompliziert über die Uni Freiburg. Eigentliche Bewerbung online/per Email möglich, sonstige Dokumente konnten nachgereicht werden.
Unterricht
2x / Woche
Inhalte
Repetitorien
EKG
Tätigkeiten
Braunülen legen
EKGs
Eigene Patienten betreuen
Patienten aufnehmen
Untersuchungen anmelden
Röntgenbesprechung
Botengänge (Nichtärztl.)
Punktionen
Patienten untersuchen
Briefe schreiben
Blut abnehmen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Kleidung gestellt
Gehalt in EUR
300

Noten

Team/Station
1
Kontakt zur Pflege
3
Ansehen des PJlers
1
Klinik insgesamt
3
Unterricht
2
Betreuung
2
Freizeit
1
Station / Einrichtung
3
Gesamtnote
2

Durchschnitt 2.13