PJ-Tertial Pädiatrie in St. Vincenz-Hospital Coesfeld (11/2017 bis 3/2018)

Station(en)
Säuglingsstation, Klein- und Schulkinder-Station, Intensivstation, Funk / Aufnahme, Ambulanz, SPZ, Psychosomatik
Einsatzbereiche
Station, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Notaufnahme, Diagnostik
Heimatuni
Muenster
Kommentar
Willkommen im Team - warum sich der Weg nach Coesfeld lohnt!

Ein Tertial in Coesfeld zu absolvieren, ist in jedem Fall eine tolle Idee.
In den ersten Tagen gibt es Einführungen an den unterschiedlichen Standorten der drei Kliniken, an denen man die Chefärzte und örtlichen Gegebenheiten etwas kennen lernt. Zudem bekommt jeder PJ'ler einen PC-Zugang, Schlüssel, ein eigenes Telefon etc. Besonders das Telefon ist eine tolle Sache, denn man kann so zu spannenden Untersuchungen von allen einfach schnell dazu gerufen werden.

Ich habe mich bewusst für die Pädiatrie in Coesfeld entschieden, da sie sehr vielfältige Abteilungen hat: Perinatalzentrum Level 1, SPZ mit Neuroorthopädie, Psychosomatik, Diabeteszentrum uvm. Diese kann man im Zuge von Rotationen kennen lernen und so einen breit gefächerten Einblick in Diagnostik und Therapie erhalten sowie Verläufe hautnah mitzuerleben.
Im Pädiatrie-Team habe ich mich sofort wohlgefühlt. Nicht nur die Arbeitsatmosphäre unter den Ärzten, sondern auch mit den pflegerischen Mitarbeitern und allen anderen ist sehr herzlich und immer hilfsbereit - das habe ich wirklich selten so erlebt! Ich habe mich jeden Tag auf die Arbeit gefreut - davon profitieren auch die kleinen und großen Patienten!
Durch die flachen Hierarchien hat man nie das Gefühl, allein gelassen zu werden. Man kann jeden ansprechen und auch Entscheidungen hinterfragen - dumme Fragen gibt es nicht! So habe ich hier unglaublich viel dazu lernen können.
Im Laufe des Tertials konnte ich immer selbstständiger arbeiten. So durfte ich selbst Patienten aufnehmen, die dann mit einem Arzt nachbesprochen und nachuntersucht wurden. Auch die Betreuung von eigenen Patienten ist möglich - dazu gehört die Visite und das Planen der weiteren Diagnostik / Therapie ebenso wie das Schreiben / Diktieren der Entlassbriefe.
Zu den von mir übernommenen Tätigkeiten gehörten natürlich auch Blutentnahmen und PVK-Anlagen, aber auch z.B. die Anlage von Blasenkathetern bei Säuglingen kann erlernt werden. Ich konnte bei MRTs in Sedierung, bei EEGs oder bei Lumbalpunktionen dabei sein und in der kardiologischen Sprechstunde Patienten mit ansehen und auskultieren.
Auch Hüft- / Nierensonographien und Vorsorgeuntersuchungen im Säuglingsalter darf man unter Aufsicht gerne machen.
Während der Rotation im SPZ habe ich auch einen Einblick in die Neuroorthopädie erhalten, der mir gezeigt hat, wie spannend und komplex doch die poststationäre Versorgung der Patienten - alleine schon mit Orthesen - ist. In der Psychosomatik werden Symptome auch noch von einem anderen Blickwinkel betrachtet - unerlässlich für eine umfassende Diagnostik und wichtig auch im (Stations-)alltag für mich.
Abgesehen von der spannenden Arbeit gibt es für PJ'ler viele Fortbildungen, z.B. einen EKG-Kurs, ein kardiolog. Seminar, einen Sonographie-Kurs, monatliche PJ-Fortbildungen zu wechselnden Themen,.... Einmal pro Woche findet zusätzlich eine interne Fortbildung in der Pädiatrie statt.

Das PJ-Tertial Pädiatrie in Coesfeld zu absolvieren, ist wirklich zu empfehlen. Wer von der Entfernung nach Münster abgeschreckt wird, der kann auch direkt in einer der PJ'ler-WGs des Krankenhauses wohnen. Aber auch das Pendeln ist gut machbar - wer mit Zug / Bus fährt, kann sogar diese Zeit noch sinnvoll nutzen ;)
Wer einen breit gefächerten Einblick in die Pädiatrie bekommen möchte, ist hier richtig. Das Team ist klasse, man geht sogar mittags nach Möglichkeit gemeinsam essen. Auch im nichtärztlichen Team konnte ich immer jemanden ansprechen und habe viel Unterstützung erfahren.
Ich habe in dieser Zeit unglaublich viel gelernt und durfte viel sehr viel selbst machen. Auch Seminare und Fortbildungen, aber vor allem die tolle Arbeitsatmosphäre waren für mich ausschlaggebend, nach Coesfeld zu gehen.

Insgesamt kann man also sagen: Lernen durch Zusehen, Mitmachen und Selbstmachen wird hier wirklich groß geschrieben! Es lohnt sich, nach Coesfeld zu kommen!

Bewerbung
Über das PJ-Portal der Uni Münster
Unterricht
5x / Woche
Inhalte
Repetitorien
Prüfungsvorbereitung
Fallbesprechung
Bildgebung
EKG
Patientenvorstellung
Sonst. Fortbildung
Tätigkeiten
Patienten aufnehmen
Patienten untersuchen
EKGs
Briefe schreiben
Braunülen legen
Eigene Patienten betreuen
Notaufnahme
Blut abnehmen
Poliklinik
Untersuchungen anmelden
Röntgenbesprechung
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Unterkunft gestellt
Mittagessen regelmässig möglich
Kleidung gestellt
Essen frei / billiger
Gehalt in EUR
20€ pro Anwesenheitstag

Noten

Stimmung Station
1
Kontakt zur Pflege
1
PJler-Ansehen
1
Stimmung Klinik
1
Unterricht
1
Betreuung
1
Freizeit
2
Lehre auf Station
1
Insgesamt
1

Durchschnitt 1.07