PJ-Tertial Gynäkologie in Universitaetsklinikum Leipzig (7/2018 bis 10/2018)

Station(en)
Gyn /Geburtshilfe/Kreißsaal/OP
Einsatzbereiche
Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, OP, Station
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Ich habe von Juli-September 2018 mein Wahltertial am Uniklinikum in der Gyn/Geburtshilfe absolviert und kann im Gegensatz zu den Vorberichten auch viel gutes berichten. Zunächst mal muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass seit dem letzten Jahr eine neue Chefin die Universitätsfrauenklinik leitet. Das PJ-Tertial in der Gyn/Geburtshilfe wird in zwei Teile gesplitet. Ich sollte zu Beginn des Tertials Bescheid geben, ob ich vorhatte Urlaub während des Tertials zunehmen, damit die Zeit in der Gyn/Geburtshilfe gleich verteilt werden kann. Hier ist aber auch eine individuelle Absprache möglich je nach Interesse.

Gyn: Mein Tertial hat in der Gyn begonnen. Insgesamt hat es mir (Im Gegensatz zu den vorherigen Berichten) gut gefallen. Der Tag beginnt um 7 Uhr mit einer Visite auf der den gynäkologischen Stationen. Diese ist tatsächlich oftmals sehr gehetzt und mit wenig Zeit für Erklärungen verbunden. Allerdings haben alle Ärzte meine Fragen grundsätzlich beantwortet oder sich nach der Visite kurz Zeit genommen. 7.45 beginnt die Morgenbesprechung. Hier wird kurz der OP-Tag durchgegangen und einzelne Aufgaben besprochen. Ist man als PJ-ler nicht im OP eingeteilt (was selten vorkommt), kann man an der Ambulanzsprechstunde teilnehmen, an Untersuchungen und Gesprächen im Brustzentrum teilnehmen, bei OPs zugucken oder Stationsaufgaben erledigen. Hier ist absolutes Eigenengagement gefragt. Ich bin oft einfach zu den jeweiligen Ärzten gegangen und habe gefragt, ob ich mit dabei sein kann. Im weiteren Verlauf des Tertials habe ich dann auch eigene Patienten in der Ambulanz betreut: Anamnesen erhoben, die Untersuchungen durchgeführt (gynäkologisch und sono) über die Einleitung der weiteren Behandlungsschritte. Natürlich immer in Rücksprache mit dem zuständigen Arzt/Oberarzt. Hier bot sich auch die Möglichkeit Fragen zu stellen und bestimmt Dinge durchzusprechen. Oft war man allerdings im OP eingeteilt. Hier hängt es insbesondere vom jeweiligen Operateur ab. Ich habe alle bis auf eine Ausnahme auch hier als sehr nett empfunden. Ja auch ich war mal länger da, wurde aber meist während der OP gefragt, ob dies okay sei oder ob ich los müsse sobald meine reguläre Arbeitszeit überschritten war. Man kann hier definitiv viel sehen. Nähen, Klammern u co sind immer möglich. Auch mal das durchführen kleinerer Tätigkeiten. Dies hängt allerdings stark vom Operateur ab. Unterricht für Pjler findet keiner statt. Mit der Pflege habe ich mich sehr gut verstanden. Blutentnahmen werden von der Pflege übernommen. Nur im Notfall müssen das die PJler machen. Aufnahmen sind Pjler Aufgabe. Waren diese nach der regulären Arbeitszeit zu erledigen, musste ich sie nie machen und wurde stattdessen immer nach Hause geschickt.

Geburtshilfe: Eine tolle Abteilung, die ich wirklich nur empfehlen kann. Ärzte und Pflege sind sehr nett. Auch die meisten Hebammen, wenn man sich vernünftig vorstellt. Man kann hier viel sehen. Seltene Syndrome, viele Beckenendlagengeburten, zahlreiche Assitenzen bei Kaiserschnitten, Abschlussuntersuchungen, Geburtshilfliche Untersuchungen, Ultraschall und Pränataldiagnostik....es ist viele möglich. auch hier ist Eigenengagement gefragt. Besonders gut hat mir die Reproduktionsmedizinische Sprechstunde gefallen, die zweimal die Woche stattfindet. In meinem Tertial hat auch hier kein Unterricht für Studenten stattgefunden, allerdings wurde sich bei Fragen von allen viel Zeit genommen diese zu beantworten.

Alles in allem kann ich ein Tertial in der Gyn/Geburtshilfe dort nur empfehlen. Definitiv hängt aber alles vom eigenen Engagement ab. Zeigt ihr Interesse und bringt euch ein, wird euch viel gezeigt und viel erklärt.
Bewerbung
2 Monate vorher. Anruf im PJ-Büro.
Unterricht
Kein Unterricht
Tätigkeiten
Poliklinik
Braunülen legen
Patienten untersuchen
Chirurgische Wundversorgung
Mitoperieren
Blut abnehmen
Röntgenbesprechung
Patienten aufnehmen
Briefe schreiben
Dienstbeginn
Vor 7:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Frei verfügbar
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich
Essen frei / billiger

Noten

Stimmung Station
2
Kontakt zur Pflege
2
PJler-Ansehen
2
Stimmung Klinik
2
Unterricht
1
Betreuung
2
Freizeit
1
Lehre auf Station
1
Insgesamt
2

Durchschnitt 1.80