PJ-Tertial Innere in Kantonsspital Frauenfeld (5/2017 bis 9/2017)

Station(en)
Allgemein-internistische-Station
Einsatzbereiche
Station, Notaufnahme, Diagnostik
Heimatuni
Goettingen
Kommentar
Im Vergleich zu den letzten Berichten von 2016 hat sich in der Inneren Medizin in Frauenfeld einiges zum positiven gewandelt:
Es gibt jetzt Urlaubstage, das sind bei viermonatiger Famulatur 7 Tage!
Als UHU muss man ein Wochenende im Monat arbeiten. Diese Tage bekommt man als Ausgleichstage frei und sie werden extra vergütet, mit ca. 160 Franken pro gearbeitetem Wochenende.

Ablauf auf Station:
- Beginn 7:30
- Frühbesprechung und Röntgenrapport
- alle paar Wochen Journal club bzw. kurze Vorträge
- kurzes Kaffeetrinken, mit den anderen Assistenzärzten und Oberärzten
- Vorbereitung der Visite
- 2x pro Woche Oberarztvisite, 1x Chefarztvisite
- Schreiben der Zwischenberichte, falls keine Oberarztvisite stattfand, kommt der Oberarzt vorbei und bespricht die Visite mit den Assistenzärzten
- gemeinsames Mittagessen zusammen mit den anderen Assistenzärzten und Oberärzten, im Anschluss Kaffeetrinken und vielleicht einen kleinen Spaziergang um das Spital machen
- Patienten aufnehmen, Schellong-Tests, EKG befunden, arterielle BGAs abnehmen
- Nachmittagsbesprechung mit den Oberärzten
- Dienstschluss circa 17 Uhr, außer dienstags, da ist von 17:30-18:30 eine interdisziplinäre Fortbildung mit anschließendem Apéro.
Zum weiteren Aufgabengebiet gehört die Betreuung der Reha-Sportgruppe. Dabei wechselt man sich mit den anderen Unterassistenten ab. Die Aufgabe besteht darin, den Defibrillator zu tragen, bzw. im Notfall einzusetzen. Betreut werden Patienten des Rehabilitationssportes, welcher von der Physiotherapie ausgeübt wird. Montags 15:45-17 Uhr: Sportgruppe in der Turnhalle, freitags: 14-16 Uhr Walking in der schönen Umgebung rund um das Spital.


Ablauf auf dem Notfall:
- Morgens Vorstellung der Patienten beim Röntgenrapport
- Patientenaufnahme mit Anamnese, Status und Vorbereitung der Akten, alles läuft per PC, also kein Papierchaos mehr
- Besprechung der Patienten mit dem Assistenzarzt bzw. mit der Oberärztin und weitere Therapieplanung
- Tätigkeiten: Arterielle BGAs abnehmen, Lumbalpunktionen, Pleurapunktionen
- Vorstellung der eigenen Patienten beim Nachmittagsrapport
- Frühdienst 7:30-17 Uhr, Spätdienst: 15-22 Uhr, Zwischendienst: 10-19 Uhr

Fortbildungen
- Journalclub alle zwei Wochen
- Assistenzarzttraining/EKG-Training circa 1x pro Woche, leider oft ausgefallen
- interdisziplinäre Fortbildung jeden Dienstag

Positiv:
- super Team, sehr nette Assistenzärzte und Oberärzte, es herrschen flache Hierarchien. Jeder duzt sich, alle sind stets sehr freundlich, zugewandt und bemüht einem was zu erklären
- keine Akten oder Zettel bei denen man das Geschriebene nicht identifizieren kann —> alles läuft sehr effizient elektronisch, überall sind feste, bzw. mobile PCs mit denen man auf Visite geht
- der Leitspruch der Klinik lautet, dass man das organisatorische/bürokratische so effizient wie möglich gestalten möchte, um somit mehr Zeit für die Patienten zu haben - dies kann ich auf jeden Fall bestätigen, als Patient hätte ich mich sehr gut aufgehoben gefühlt. Da auch Zeit für ein freundliches Wort bleibt
Die Nähe zu Konstanz und damit die Möglichkeit günstig in Deutschland einkaufen gehen zu können ist wirklich super - allerdings nur, wenn man ein Auto hat, da Zugfahren sehr teuer ist (eine Fahrt 20 Ch.)

Negativ:
- Die sehr guten 5-vor-12-Visiten sind leider oft ausgefallen, ebenso wie die EKG-Fortbildungen
- keine Kritik an sich, aber trotzdem schade: wenn man mit sehr jungen und unerfahrenen Assistenzärzten arbeitet, ist der eigene Lernzuwachs leider eher gering

Fazit:
Ich hatte eine super Zeit in Frauenfeld, bei dem sicherlich auch der herrliche Sommer zu beigetragen hat. Ich kann nur empfehlen im Sommer hierher zu kommen, die Natur rundherum lädt zum Mountainbiken, Joggen, Wandern… ein. Es gibt viele Seen in der Umgebung und auch der Bodensee ist nur 30 Minuten entfernt.
Ich fand die Patientenversorgung wie im Lehrbuch. Es wurde sich Zeit genommen, dem Patienten zugehört und Rücksprachen gehalten. Auch die Assistenzärzte erfahren eine gut Betreuung, da immer Rücksprache mit einem Oberarzt gehalten wird.
Bewerbung
1 Jahr vorher bei der Chefsekretärin Frau Diana Bühler.
Auch spontane Bewerbungen mit Zusage sind möglich.
Unterricht
Kein Unterricht
Inhalte
Bildgebung
EKG
Fallbesprechung
Sonst. Fortbildung
Patientenvorstellung
Tätigkeiten
Notaufnahme
Patienten untersuchen
Röntgenbesprechung
EKGs
Briefe schreiben
Botengänge (Nichtärztl.)
Punktionen
Eigene Patienten betreuen
Patienten aufnehmen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Essen frei / billiger
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Mittagessen regelmässig möglich
Kleidung gestellt
Gehalt in EUR
1300 Franken

Noten

Stimmung Station
1
Kontakt zur Pflege
1
PJler-Ansehen
1
Stimmung Klinik
1
Unterricht
2
Betreuung
1
Freizeit
2
Lehre auf Station
1
Insgesamt
1

Durchschnitt 1.13