PJ-Tertial Chirurgie in Universitaetsklinik Innsbruck (10/2017 bis 1/2018)

Station(en)
9 Süd, Endoskopie, Cirurgische Ambulanz
Einsatzbereiche
Diagnostik, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde, Notaufnahme, OP, Station
Heimatuni
Heidelberg - Fakultaet Mannheim
Kommentar
Ich habe ein PJ Quartal in der VTT des Uniklinikums Innsbruck absolviert.
Für die gesamte Zeit wird man einem persönlichen "Mentor" zugeteilt, der sich mehr oder weniger um Anwesenheit und Lehre interessiert. (In meinem Fall wurde ich in meiner ersten Woche gefragt, ob ich Hilfe bei einer Falldemo bräuchte, nachdem ich das verneint hatte hielt mich mein Mentor wohl für so eigenständig, dass wir danach nur selten Kontakt hatten.)
In die Bewertung fließen Erfahrungen aller drei Abschnitte mit ein: 2 Monate auf der 9 Süd, die hauptsäclich Leber-, Pankreas-, bariatrische und mamma-chirurgische Fälle behandelt, einen Monat in der Endoskopie und eine einwöchige Rotation in die Ambulanz.
Besonders gut gefallen und sehr lehrreich waren die Mammachirurgischen Operationen, die Cholezystektomien mit den erfahreneren Assistenten und auch die Wochen in der Endoskopie. Einige der Oberärzte sind sehr nett, vereinzelt wird der Ton dann aber vor allem beim Arbeiten unter Druck im OP schnell mäßig bis saumäßig. Gleices gilt auc für anderes OP-Personal, Pflege und die Assistenzärzte. Da es eine große Klinik ist arbeitet man aber auch mit vielen verschiedenen Menschen zusammen.
In meiner Zeit auf der 9 Süd fanden ein gastroenterologischer und ein leberchirurgischer Kongress statt, zu denen man herzlich eingeladen war. Wahrscheinlic als "Dank" für einige lange Nachmittage und Abende im OP. Nach einigen Wochen kamen aber schlagartig so viele Basisärzt*innen, dass man sic pünktlich zum offiziellen Feierabend problemlos vom Dienst ablösen lassen konnte. Meine Rolle im OP war zumeist die als stille Hakenhalterin in 2ter Assistenz. Bei Not an der Frau aber durchaus auch mal erste Assistenz, wobei man auch mal nähen darf etc. Die Mammachhirurgin war sehr nett, wenn man Interesse zeigte- da würde ich empfehlen mal mitzugehen.
Die Sekundarärztin auf Station, die den Laden "am Laufen hält" ist eine spezielle Persönlichkeit, mit der man sic aber auch arrangieren kann, wenn man ihr respektvoll gegenübertritt.
In der Endoskopie war die Stimmung sehr gut im Vergleich. Ein wirklich ganz, ganz nettes Team! Man darf am Dummy trainieren, Propofol sedieren, die Pflege unterstützen (Braunülen etc.), macht überpünktlich Feierabend und wenn man sic gut anstellt, darf man auch mal das Endoskop während der Gastro bedienen.
Unterricht war einmal die Woche verpflichtend- Falldemos die wir selbst vorbereitet haben mit oberärztlicher Aufsicht. Fand ich immer gut! Freiwillig gibt es noch Repetitorien und einen empfehlenswerten Naht- bzw. Anastomosenkurs.
Ich würde immer wieder hierher kommen, Innsbruck und Umgebung mit Bergen ist einfach wundervoll. Die Winterzeit würde ich empfehlen! Mit ein bisschen Geschick kommt die Freizeit auch im Chirurgie Quartal nicht zu kurz!
Bewerbung
Bewerbung läuft über Monika Schlager von der Erasmus Koordination der Uni Innsbruck, Vorlaufzeit ist etwa 9 Monate. Über die Homepage der HS Karlsruhe lässt sich dann (via Placement online) noch Förderung mittels Erasmus Praktikum beantragen. Bei mir waren das monatlich 429,00 Euro.
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Fallbesprechung
Repetitorien
Nahtkurs
Tätigkeiten
Mitoperieren
Röntgenbesprechung
Untersuchungen anmelden
Notaufnahme
Briefe schreiben
Braunülen legen
Blut abnehmen
Chirurgische Wundversorgung
Patienten untersuchen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Mittagessen regelmässig möglich
Essen frei / billiger
Gehalt in EUR
430,00 Euro Erasmus-Praktikumsförderung
Gebühren in EUR
18,00 Euro Studiengebühren

Noten

Stimmung Station
2
Kontakt zur Pflege
2
PJler-Ansehen
3
Stimmung Klinik
1
Unterricht
1
Betreuung
2
Freizeit
2
Lehre auf Station
2
Insgesamt
2

Durchschnitt 1.80