PJ-Tertial Allgemeinchirurgie in Instituto de Investigaciones Médicas Alfredo Lanari (11/2017 bis 1/2018)

Station(en)
Allgemeinchirurgie
Einsatzbereiche
Station, OP
Heimatuni
Freiburg
Kommentar
Ich habe ein sehr spannendes halbes Tertial in Argentinien verbracht. Buenos Aires ist eine Wahnsinnsstadt und die Argentinier einfach extrem nett und herzlich. Ich habe mich direkt ab dem ersten Moment im Krankenhaus sehr wohl gefühlt mit den Leuten. Studenten haben allerdings wie in vielen anderen Berichten schon erwähnt keine richtigen Aufgaben und die argentinischen Studenten, die ich dort kennengelernt habe, waren immer nur sehr selten da - eigentlich nur wenn es drauf ankam Präsenz zu zeigen bei Dr. Bou, dem zuständigen Chirurg für die Studenten (Kernzeiten Dienstagnachmittag Ambulanz, Mittwochmorgen OP). Wieviel und was man von Stationsalltag und Ambulanz mitbekommt hängt viel von der eigenen Initiative ab. Montagmorgens gab es eine interessante interdisziplinäre Konferenz ("ateneo"), wo komplizierte Fälle besprochen wurden. Zu Zeiten des Studentenblockkurses findet täglich eine Vorlesung statt. Bei OP s mit Dr. Bou durfte man sich regelmäßig mit einwaschen und ein bisschen assistieren, ansonsten nicht wirklich. Da es leider keine Kamera gibt, sah man dann doch häufig eher schlecht. Zwischen OPs habe ich oft mit der Anästhesistin Paula und Anderen Mate getrunken und Chocotorta (seehehr schokoladig und vor allem dulce de leche - haltig) gegessen. Das Krankenhaus ist sehr klein und familiär und entspricht nicht europäischen Standards, aber zu sehen, wie hier die Patientenversorgung mit zT. viel beschränkteren Mitteln geleistet wird, umso interessanter. Ich habe in einer WG mit traumhafter Dachterrasse zusammen mit 4 Südamerikanern (aus Argentinien, Peru, Venezuela, Kolumbien) gewohnt und jeden Morgen die Subte Linea B (etwa 15 min) zum Krankenhaus genommen. Es versteht sich von selbst, dass gute Spanischkenntnisse es erleichtern , wirklich etwas mitzunehmen. Wer in Spanien spanisch gelernt hat, muss sich erstmal ein bisschen umstellen aufs castellano argentino. Ich bin etwa 3 Wochen vor Beginn angereist, um noch ein bisschen das Land zu erkunden und war letztendlich im Norden bei den Iguazú Wasserfällen, ein paar Tage in Mendoza und auch in Patagonien (absolutes Highlight!!) rund um El Calafate plus der chilenischen Seite. Der Abschied ist mir extrem schwer gefallen, aber im Nachhinein habe ich es nicht bereut, die zweite Hälfte des Chirurgietertials in England gemacht zu haben, wo ich noch etwas mehr praktische Erfahrung sammeln konnte.
Ich antworte euch gerne auf eventuelle Nachfragen! :)
Bewerbung
Ich habe meine Bewerbung 7 Monate vor Beginn des PJs hingeschickt, bearbeitet wurde sie allerdings erst nach Fristende etwa 3 Monate vor Beginn, meine Zusage habe ich knapp 2 Monate vor Beginn bekommen. Am besten eine Mail schreiben an das Sekretariat für internationale Studenten der Medizinischen Fakultät :
relint@fmed.uba.ar
Von dort bekommt ihr die genauen Angaben, welche Unterlagen gefordert werden (Sprachzertifikat, Motivationsschreiben, Dekansbrief, Empfehlungsschreiben...).
Unterricht
3 x / Woche
Inhalte
Prüfungsvorbereitung
Repetitorien
Dienstbeginn
Nach 8:00 Uhr
Dienstende
Vor 15:00 Uhr
Studientage
Frei verfügbar
Tätigkeiten
Essen frei / billiger
Gebühren in EUR
100 Euro pro Monat

Noten

Stimmung Station
1
Kontakt zur Pflege
2
PJler-Ansehen
3
Stimmung Klinik
2
Unterricht
2
Betreuung
2
Freizeit
1
Lehre auf Station
2
Insgesamt
2

Durchschnitt 1.93