PJ-Tertial Chirurgie in Spital Grabs (7/2018 bis 9/2018)

Station(en)
Chirurgie
Einsatzbereiche
OP, Station, Notaufnahme
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Ersteindruck
Also insgesamt fand ich das tertial ganz in Ordnung. Man hat als Uhu im Gegensatz zu den Assistenten sehr geregelte Arbeitszeiten und kommt eigentlich immer zwischen 16 und 17 Uhr aus der Klinik. Am Wochenende muss man ab und zu mal OP Bereitschaft machen, aber da der Zusammenhalt unter den UHUs und auch Assistenten sehr locker und gesellig war, hatte man viel Spaß. Die Landschaft und das von Bergen umringte Grabs sind eine Augenweide und laden jeden Freizeitbegeisterten zum Hiken, Skifahren und Biken ein.
Stimmung/Umgangston
Nicht so gut gefiel mir der Klinikalltag, in dem man als Uhu quasi untergeht. Man steht zwar relativ viel im OP und assistiert mit. Teaching is leider echt fast garnicht vorhanden, was vermutlich maßgeblich damit zu tun hat, dass bereits am Montag Morgen Assistenz- und Oberärzte so zusammengefaltet werden wegen teils Banalitäten, dass die Stimmung eigentlich nur noch zur Chefvisite schlimmer ist, in dem das offizielle Gelynche seinen Höhepunkt erreicht und alle deprimiert dem Wochenende entgegensehnen. Frustrierte Ärzte / Oberärzte, negativer Stress, als UHU ist man davon aber gottseidank nicht betroffen.
Als Team kann man das eigentlich nicht bezeichnen und wenn ich so sehe wie militärisch der Umgangston geprägt ist, wundert es mich eigentlich wie die vielen guten Bewertungen zu Stande kommen. Schon allein deshalb rate ich jedem nur von einem Tertial hier ab. Als Assistenzarzt würde ichs mir erst recht zweimal überlegen, ob ich unter solchen Bedinungen arbeiten möchte.
Ganz anders sieht es auf der Orthopädie aus, die von der Viszeralchirurgie getrennt ist, wo ein freundlicher Umgangston herrscht und einem auch viel erklärt wird.
Man hat auf dem Notfall gelegenheit selbst Patienten zu betreuen, Berichte zu schreiben und von vorn bis hinten Diagnostik zu betreiben und bekommt ein Gefühl dafür, wie es ist als Verantwortlicher mitzuwirken. Am Ende bespricht man den Brief mit einem Assistenten. Man muss allerdings auch auf unerwartete Fragen gefasst sein von denen man aber profitiert, auch wenn man die Antwort nicht weiß.
Einsatzorte / Tätigkeiten
- Während der Visite mitschreiben und Verläufe in die Krankenakten übertragen
- Eintrittsuntersuchungen und Übergabe an den Assistenzarzt
- Mithilfe auf dem Notfall, manchmal mit der Möglichkeit auch mal was selbst zu nähen
- OP Assistenz, wo einem teilweise auch viel erklärt wird, Nähen gehört eher der Seltenheit an
- Fortbildungen vom Assistenzarzt visiert, man kann eigene Themen aussuchen und gemeinsam besprechen
Das wars dann eigentlich auch...

Und mal so nebenbei hab ich in meiner Zeit als Unterassistent nicht einmal gesehen oder gehört, dass wir im Ambulatorium eingeteilt waren. Fake Ratings zur Rufwiederherstellung .. erbärmlich
Bewerbung
Mehrere Monate
Unterricht
Kein Unterricht
Inhalte
Patientenvorstellung
Tätigkeiten
Untersuchungen anmelden
Patienten aufnehmen
Mitoperieren
Briefe schreiben
Dienstbeginn
Vor 7:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Mittagessen regelmässig möglich
Unterkunft gestellt
Kleidung gestellt
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Gehalt in EUR
900
Gebühren in EUR
300

Noten

Stimmung Station
4
Kontakt zur Pflege
2
PJler-Ansehen
3
Stimmung Klinik
3
Unterricht
5
Betreuung
5
Freizeit
2
Lehre auf Station
5
Insgesamt
5

Durchschnitt 4.00