PJ-Tertial Neurochirurgie in Universitaetsklinikum Erlangen (10/2018 bis 12/2018)

Station(en)
NC32
Einsatzbereiche
Station, OP
Heimatuni
Nicht angegeben
Kommentar
Die Erlanger Uniklinik wirkte auf mich als Externer sehr organisiert und strukturiert. Man hat als PJler auf der Neurochirurgie klare Aufgaben und beim ersten Mal wird einem alles gezeigt. Ansonsten gibt es nur Lehre auf Nachfrage, aber dann meist bereitwillig. Zu Beginn meines Tertials gab es für ehemalige PJler Repetitorien als Vorbereitung aufs mündliche Examen, an denen man teilnehmen konnte und einiges lernte. Auch gab es Neurologie und Radiologie PJ-Unterricht, den man besuchen konnte. Neurochirurgisch wurde leider nichts festes angeboten.
Los ging es jeden Tag um 7 Uhr mit der Visite, daraufhin gab es die Morgenbesprechung mit Dienstfällen, OP-Planung und einem Monolog über den Zustand der Intensivpatienten. Als PJler macht man dann auf Station die Neuaufnahmen, zieht Drainagen und Nasentamponaden (nach Hypophysenoperationen) und darf gelegentlich auch mal lumbalpunktieren. Wenn die Stationsarbeit erledigt ist, kann man jederzeit in den OP. Die Krankheitsbilder sind für Interessierte wirklich spannend. Man lernt endlich eine gründliche neurologische Untersuchung und die variable Präsentation von neurochirurgischen Krankheitsbildern. Dafür lohnen sich die vielen Aufnahmen sehr! Leider muss man täglich bei der gefühlt akademischen Intensivvisite mitlaufen, sodass man nie vor 16 Uhr gehen kann.
Ab und zu sind PJler in den OP eingeteilt, aber um häufiger zu assistieren kann man recht schnell lernen wann und bei wem man zum rechten Zeitpunkt am rechten Ort sein muss um z.B. als erste Assistenz bei der Eröffnung oder dem Zumachen des Schädels mitzuoperieren. Dank des Mikroskops kann man die spannenden Teile der OPs unsteril gut mitverfolgen.
Ein paar Wochen auf der neurochirurgischen Intesivstation sind wärmstens zu empfehlen, da der leitende Anaesthesist gerne PJler unter seine Fittiche nimmt, alles detailliert erklärt und ggf. auch arterielle Punktionen und ZVK-Anlagen ermöglicht.
Man hat pro Tertial fünf frei wählbare Studientage.
Zusammenfassend ein sehr lehrreiches Tertial dass ich neurochirurgisch interessierten Menschen stark empfehlen kann.
Bewerbung
Über das PJ-Portal im vorgeschriebenen Zeitraum.
Unterricht
Kein Unterricht
Tätigkeiten
Röntgenbesprechung
Patienten untersuchen
Rehas anmelden
Blut abnehmen
Mitoperieren
Braunülen legen
Punktionen
Chirurgische Wundversorgung
Botengänge (Nichtärztl.)
Patienten aufnehmen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
16:00 bis 17:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Tätigkeiten
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich
Essen frei / billiger

Noten

Stimmung Station
2
Kontakt zur Pflege
1
PJler-Ansehen
2
Stimmung Klinik
1
Unterricht
3
Betreuung
3
Freizeit
3
Lehre auf Station
2
Insgesamt
2

Durchschnitt 1.93