PJ-Tertial Neurologie in Krankenhaus Barmherzige Schwestern Ried (10/2017 bis 12/2017)

Station(en)
3/2, Stroke Unit
Einsatzbereiche
Station, Diagnostik, Poliklinik / Ambulanz / Sprechstunde
Heimatuni
Innsbruck
Kommentar
Gleich vorne weg: die Neurologie in Ried bietet die besten Vorraussetzungen für ein lehrreiches und spannendes KPJ Modul.

Am ersten Tag erfolgt die Einführung, Organisatorisches (Wäscherei, Speisesaal, Ansprechpersonen) und das EDV System werden erklärt. Positiv hervorzuheben ist, dass jeder KPJler ein eigenes Telefon und auch einen Einstieg fürs EDV System bekommt, das erleichtert das selbstständige Arbeiten sehr.

Ein Arbeitstag auf der Neurologie beginnt um 08.00 mit der Röntgenbesprechung, anschließend erfolgt die Morgenbesprechung. Jeden Donnerstag gibt es ein Morgenreferat (als KPJler ist man dann auch am Ende des Moduls dafür eingetragen). Danach gehts auf die Station, wo erst einmal zusammen Kaffee getrunken wird :) Oder man geht gleich mit auf die Stroke Unit zur Visite. Ich habe immer ein bisschen abgewechselt.
Auf der Station ist ab 9 dann die Visite dran. Im Laufe des Vormittags kommen die Neuaufnahmen, Anamnese und Neurostatus kann man sehr gut vertiefen und sich das weitere diagnostische Vorgehen überlegen. Anschließend wird das erhobene diktiert. Auch Lumbalpunktieren wird einem gelernt und man hat die Möglichkeit mehrmals pro Woche (oder auch pro Tag;) selber zu punktieren. Weiters kann man immer bei den Spezialsprechstunden oder verschiedener Diagnostik (EEG, EMG/NLG, SONO) dabei sein. Auch auf der Stroke Unit ist immer etwas los, vor allem von der Assistenzärztin, die die Stroke Unit führt, kann man meiner Meinung nach sehr viel lernen. Wenn man sich im Blut abnehmen und Leitungen legen verbessern will, dann kommt man am Besten um 07.00 auf die Station und hilft dem "Spritzendienst".

Alles in Allem kann man auf der Neurologie in Ried viel lernen, man wird positiv wahrgenommen und darf selbstständig arbeiten, hat aber nie das Gefühl überfordert zu sein, da man immer alles nachfragen kann. Auch bekommt man viel erklärt und hat nie das Gefühl jemandem auf die Nerven zu gehen, auch wenn die Neurologen wirklich viel zu tun haben. Der Primar hat sich regelmäßig erkundet, ob alles in Ordnung ist, ob ich genügend lerne und ob man etwas verbessern könnte.

Da es in Ried nur eine Station mit bunt durchgemischten Patienten gibt, bekommt man einen guten Einblick in die Welt der Neurologie. Vom akuten Schlaganfall bis zu neurodegenerativen und sehr seltenen Erkrankungen habe ich alles gesehen.

Der einzige Minuspunkt an meinem Modul in Ried war die Unterkunft und dass in Ried selber nicht sehr viel zu sehen gibt. Wenn man nur für kurze Zeit in Ried ist wird man im Schülerinternat untergebracht. An sich nicht so tragisch, dass WC und Dusche auf dem Gang sind, aber man braucht etwa 20 min zu Fuß zum Krankenhaus (Bus fährt nicht optimal und Parkplätze gibt es zu wenige beim Krankenhaus). Fürs Wochenende bieten sich Ausflüge nach Passau, Schärding, Salzburg oder Linz an.
Bewerbung
etwa ein Jahr im Voraus bei Frau Seyringer
Unterricht
1x / Woche
Inhalte
Sonst. Fortbildung
Patientenvorstellung
Fallbesprechung
Tätigkeiten
Röntgenbesprechung
Briefe schreiben
Untersuchungen anmelden
Blut abnehmen
Braunülen legen
Patienten untersuchen
Eigene Patienten betreuen
Patienten aufnehmen
Punktionen
Dienstbeginn
7:00 bis 8:00 Uhr
Dienstende
15:00 bis 16:00 Uhr
Studientage
Frei verfügbar
Tätigkeiten
Essen frei / billiger
Aufwandsentschädigung / Gehalt
Unterkunft gestellt
Kleidung gestellt
Mittagessen regelmässig möglich
Gehalt in EUR
650€ brutto
Gebühren in EUR
160€ Wohnung, 2,50€ pro Mittagessen

Noten

Stimmung Station
1
Kontakt zur Pflege
1
PJler-Ansehen
1
Stimmung Klinik
1
Unterricht
2
Betreuung
1
Freizeit
3
Lehre auf Station
1
Insgesamt
1

Durchschnitt 1.20